"Diesen Satz gibt es von mir so gar nicht": Oliver Kahn kontert Aussage von Uli Hoeneß

Von SID/SPOX
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© getty

Oliver Kahn hat seit seinem Aus als Vorstandschef beim Rekordmeister Bayern München nach eigener Aussage keinen Kontakt mehr zu Uli Hoeneß - gibt sich aber nichtsdestotrotz versöhnlich.

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"Die vielen positiven Momente und großen Emotionen, die ich mit dem FC Bayern in 18 Jahren erlebt habe, überwiegen bei Weitem die negativen", sagte Kahn der Sport Bild: "Uli Hoeneß und ich werden sicher irgendwann wieder an einem Tisch sitzen und miteinander sprechen."

Der FC Bayern hatte sich nach dem Saisonfinale 2023 überraschend von Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic getrennt. Hoeneß hatte anschließend mit mehreren Aussagen zu Kahn für Wirbel gesorgt. "Oliver Kahn hat in einem Interview gesagt: 'Ein CEO muss nicht 24 Stunden am Tag arbeiten.' Darauf habe ich geantwortet: 'Zwölf Stunden sollten es aber schon sein'", hatte der 72-Jährige unter anderem gesagt.

"Bei doppelter Produktivität reichen auch sechs Stunden... (lacht). Übrigens gibt es diesen Satz von mir so gar nicht. Er würde auch nicht zu mir passen, da alles, was ich in meinem Leben erreicht habe, auf hohem Engagement beruht", meinte Kahn nun dazu.

Eine Rückkehr ins operative Fußballgeschäft ist für Kahn derzeit keine Option. "Grundsätzlich sollte man im Fußball nichts ausschließen, aber das ist für mich aktuell kein Thema", sagte der 54-Jährige.

Oliver Kahn nennt David Beckham als positives Beispiel

Die Übernahme eines Fußballklubs ist für Kahn dagegen ein reizvoller Gedanke. "Für mich ist das ein logischer nächster Schritt und ein sehr spannendes Thema, das wir nicht nur anderen überlassen sollten", sagte Kahn, "der Fußball der Zukunft sollte nicht nur von Leuten dominiert werden, die noch nie auf einem Platz gestanden haben und keine echte Beziehung zu diesem Spiel haben."

Als positives Beispiel nannte Kahn David Beckham und dessen Engagement bei Inter Miami in der Major League Soccer. "Er hat in Miami viel richtig gemacht und etwas ganz Neues auf die Beine gestellt, und es wird niemand bestreiten, dass da ein großer Fußballer alles für den Fußball tut. Das gefällt mir", sagte Kahn: "Generell würde ich mir wünschen, dass wieder mehr ambitionierte ehemalige Spieler wichtige Positionen im Fußball besetzen und Verantwortung übernehmen."

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