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33. Spieltag: BVB und FC Bayern im Meisterrennen - Fünf Mannschaften kämpfen um die Champions League

Von SPOX
Für den BVB, den FC Bayern und EIntracht Frankfurt geht es an den letzten beiden Spieltagen um die Früchte einer starken Saison.

Das Bundesliga-Finale steht vor der Tür und der Kampf um die wichtigsten Platzierungen ist noch voll im Gange. Der Kampf um die Meisterschaft, Champions- und Europa-League und die Relegation ist noch offen und dementsprechend spannungsgeladen. SPOX legt die Vorzeichen vor dem vorletzten Spieltag auf den Tisch.

FC Bayern vs. BVB: Der Kampf um die Meisterschaft

Erstmals seit der Saison 2009/10 ist am vorletzten Spieltag der Bundesliga noch nicht klar, wer am Ende Meister sein wird. Damals patzte Schalke 04 im Heimspiel gegen Werder Bremen. Tore von Mesut Özil und Hugo Almeida bescherten dem FC Bayern im Fernduell die Meisterschaft.

In diesem Jahr haben es die Münchener selbst in der Hand, sich am 33. Spieltag den ersten Titel der Spielzeit zur sichern. Dazu reichen dem Rekordmeister ein Sieg oder zwei Unentschieden aus den verbleibenden beiden Spieltagen.

Den ersten Matchball hat der FCB im Auswärtsspiel beim formstarken RB Leipzig (keine Niederlage seit dem 18. Spieltag). Und ausgerechnet dort müssen die Münchner wohl ohne vier Stars bestehen. Neben den sicheren Ausfällen von Manuel Neuer und Javi Martinez sind auch die Einsätze von James Rodriguez und Robert Lewandowski fraglich.

Weil die Leipziger nur zwei Wochen später erneut auf die Bayern treffen, dann im wesentlich wichtigeren DFB-Pokalfinale, wurde reichlich darüber spekuliert, ob RB-Trainer Ralf Rangnick aus taktischen Gründen eine B-Elf ins Rennen schickt. Der sagte jedoch kühl: "Am Samstag mit gezinkten Karten zu spielen und wie Sepp Herberger 1954 gegen Ungarn mit einer B-Elf 3:8 zu verlieren, geht nicht. Ein Erfolgserlebnis hat psychologische Auswirkungen fürs Pokalfinale."

Der Rekordmeister darf also keine Geschenke in Leipzig erwarten und wird sich strecken müssen, um schon am Samstag virtuell die Schale in den Händen zu halten. Anders als der FCB, ist Borussia Dortmund in den letzten beiden Spielen zum Siegen verdammt, weil sich der BVB in den vergangenen Wochen immer wieder selbst im Weg.

Zuletzt verspielte der BVB nach einer starken Stunde gegen Werder Bremen einen Zwei-Tore-Vorsprung und muss nach drei schmerzhaften Niederlagen in der Rückrunde auf gleich zwei Ausrutscher des Rekordmeisters hoffen. Wenn es ganz ganz blöd läuft und die Schwarz-Gelben nicht von den Tiefschlägen in Bremen und im Derby gegen Schalke 04 erholt, könnte die fünf Punkte hinter Dortmund lauernde Konkurrenz aus Leipzig sogar noch am BVB vorbeiziehen.

Am 33. Spieltag wartet mit Aufsteiger Fortuna Düsseldorf im heimischen Westfalenstadion zwar eine vermeintlich machbare Aufgabe auf die Borussia, doch das dachte man auch schon in der Hinrunde. Mitte Dezember war es die Fortuna, die Lucien Favre die erste Pflichtspielpleite als BVB-Trainer beibrachte.

Außerdem hatte der BVB in der Rückrunde gerade gegen die "Kleinen" große Probleme, beispielsweise gegen Nürnberg (0:0), Augsburg (1:2) und Mainz 05 (2:1). Gegen die Fortuna fehlen Favre darüber hinaus aller Voraussicht nach zwei Stammkräfte: Torhüter Roman Bürki und Verteidiger Abdou Diallo werden höchstwahrscheinlich nicht einsatzbereit. Die Vorzeichen sprechen an diesem Spieltag also durchaus für eine Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft.

PlatzTeamPunkteToreGegner
33. Sptg.
Gegner
34. Sptg.
1FC Bayern7483:31RB Leipzig (A)Eintracht Frankfurt (H)
2Borussia Dortmund7076:42Fortuna Düsseldorf (H)Borussia Mönchengladbach (A)

Frankfurt, Leverkusen und Co.: Der Kampf um Europa

Ein Platz an der Sonne ist noch frei, der da heißt: Champions League. Und gleich fünf Mannschaften kämpfen um Rang vier, der nicht nur zur Teilnahme an der Königsklasse in der kommenden Saison verspricht, sondern damit einhergehend auch noch jede Menge Kohle. 25 bis 30 Millionen Euro sind garantiert. Das lässt die Herzen in Frankfurt, Mönchengladbach, Wolfsburg und Hoffenheim höher schlagen.

Auf den ersten Blick haben die Frankfurter Eintracht und Bayer Leverkusen die besten Karten in der Hand, die mit je 54 Punkten in den 33. Spieltag gehen. Die SGE kommt jedoch nach der Schlacht von London auf dem Zahnfleisch daher.

Dass das Abenteuer Europokal Körner gekostet hat, zeigten bereits die vergangenen Auftritte in der Bundesliga: Vier Spiele in Folge konnte die SGE nicht gewinnen und ging am vergangenen Sonntag mit 1:6 in Leverkusen unter. Nach dem dramatischen und anstrengenden Aus im Europa-League-Halbfinale hat die Eintracht ausnahmsweise einen Tag mehr Pause und bestreitet das Derby gegen Mainz 05 erst am Sonntag.

Außerdem geht es am letzten Spieltag gegen Ex-Trainer Niko Kovac und den vielleicht noch im Meisterschaftskampf steckenden FC Bayern. Die Werkself hingegen spielt im Saisonfinale den besten Fußball der Saison und gewann die letzten vier Spiele. Im Saisonfinale geht es erst gegen Schalke 04 und dann gegen Hertha BSC. Durchaus machbare Aufgaben für Bayer.

Hinter den Leverkusenern lauern mit zwei Punkten Rückstand Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg. Die Fohlen sind seit Februar das Sorgenkind der Liga, der Abgang von Trainer Dieter Hecking ist nach einer völlig verkorksten Rückrunde bereits beschlossene Sache. Hecking will sich mit der Qualifikation für die Champions League verabschieden, dafür benötigt Gladbach jedoch höchstwahrscheinlich sechs Punkte aus den letzten beiden Spielen.

Am 33. Spieltag wartet für die Fohlenelf eine Pflichtaufgabe in Nürnberg. Am letzten Spieltag bekommt es die Borussia mit der anderen Borussia zu tun. Und zwar der aus Dortmund, die vielleicht noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden möchte. Prognose: Tendenz Europa League.

Wie Dieter Hecking, wollen sich auch Wolfsburg-Trainer Bruno Labbadia und Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann mit dem Label "Champions League" von ihren Arbeitgebern verabschieden. Für beide gilt aber auch: Mindestens die Europa League soll im Saisonfinale rausspringen. Die würde immerhin rund zehn Millionen Euro an Mehreinnahmen versprechen. Die Wölfe haben dabei die bessere Ausgangslage und liegen einen Punkt vor Hoffenheim.

Auf den siebten und letzten Eruopa-League-Platz spekuliert sogar noch der SV Werder Bremen, der auf Platz neun liegend fünf Punkte dahinter liegt. Bremen müsste die eigenen schweren Aufgaben gegen Hoffenheim und Leipzig bewältigen, um sich noch für Europa zu qualifizieren.

PlatzTeamPunkteToreGegner
33. Sptg.
Gegner
34. Sptg.
4Eintracht Frankfurt5459:41FSV Mainz 05 (H)FC Bayern (A)
5Bayer Leverkusen5463:50Schalke 04 (H)Hertha BSC (A)
6Borussia Mönchengladbach5251:401. FC Nürnberg (A)Borussia Dortmund (H)
7VfL Wolfsburg5254:46VfB Stuttgart (A)FC Augsburg (H)
8TSG 1899 Hoffenheim5168:47Werder Bremen (H)FSV Mainz 05 (A)
9Werder Bremen4755:48TSG 1899 Hoffenheim (A)RB Leipzig (H)

Stuttgart, Nürnberg und Hannover: Der Kampf um die Relegation

Im Schneckenrennen um den Klassenerhalt ist nur noch der Relegationsplatz ansatzweise vakant, nachdem sich Schalke 04 mit einem torlosen Remis gegen den FC Augsburg am vergangenen Spieltag endgültig gerettet hat.

Für den traditionell erfolgversprechenden sechzehnten Tabellenplatz hält aktuell der VfB Stuttgart die besten Karten. Ein Sieg im Heimspiel gegen Freiburg und die Schwaben bekommen 180 Extra-Minuten, um für den Verbleib in Liga eins zu kämpfen.

Dieses Ziel verfolgen auch der 1. FC Nürnberg und Hannover 96 noch. Zwar sind die Kellerkinder mit fünf, respektive sechs Punkten Rückstand nicht gerade in einer aussichtsreichen Position. Der Glaube versetzt im Abstiegskampf jedoch bekanntermaßen Berge. Auch wenn beide Teams eine perfekte Ausbeute benötigen und selbst dann auf das zweimalige Scheitern des VfB angewiesen sind.

PlatzTeamPunkteToreGegner
33. Sptg.
Gegner
34. Sptg
16VfB Stuttgart2429:70VfL Wolfsburg (H)Schalke 04 (A)
171. FC Nürnberg1925:59Borussia Mönchengladbach (H)SC Freiburg (A)
18Hannover 961827:69SC Freiburg (H)Fortuna Düsseldorf (A)
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