Hoffenheims Serge Gnabry im Fokus: Ein Arschtritt für das Sorgenkind

Von Jonas Rütten
Montag, 04.12.2017 | 08:27 Uhr
Serge Gnabry erzielte gegen RB Leipzig seine ersten beiden Treffer für die TSG Hoffenheim
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Ligue 1
Live
Dijon -
Caen
Ligue 1
Live
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Live
Lille -
Angers
Ligue 1
Live
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Live
Rennes -
Troyes
Premier League
Live
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Live
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Live
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Superliga
Brøndby -
Odense BK
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Lange musste Serge Gnabry auf seinen ersten Glücksmoment bei der TSG Hoffenheim warten. Gegen RB Leipzig war es endlich so weit: Doppelpack, Tor des Jahres und ein Befreiungsschlag erster Güte. Nicht nur für die TSG, sondern auch für Gnabry selbst. Denn der 22-Jährige hinkt den Erwartungen in Hoffenheim noch deutlich hinterher. Das soll sich ändern - und wenn es sein muss, mit ein paar Tritten in den Allerwertesten.

"Ich wollte ihn erst kritisieren, weil er den Ball nicht tief auf Mark Uth gespielt hat. Dann war ich doch lieber still und habe mich hingesetzt. Erst habe ich aber noch gejubelt", kommentierte Julian Nagelsmann die Szene des Spiels beim klaren Sieg der TSG Hoffenheim über RB Leipzig. Serge Gnabry brachte mit seinem herrlichen Heber aus knapp 45 Metern wohl nicht nur seinen Trainer zum Schweigen. Für einen kurzen Moment waren alle Sorgen vergessen. Die andauernden Oberschenkelprobleme? Nicht der Rede wert. Die Rhein-Neckar-Arena? Dank Gnabrys Geniestreich erstmals seit langem mal wieder ein Tollhaus.

Trotz Doppelpack: Keine Streicheleinheiten für Gnabry

Nach dem Spiel kehrte jedoch zumindest der Hoffenheimer Trainer schnell wieder zur Sachlichkeit zurück, schließlich ist Nagelsmann keiner, der sich lange mit Lobhudeleien aufhält. Die Ansprüche, die er an seine Mannschaft stellt, sind ebenso hoch, wie jene an einzelnen Spieler. Daher fiel sein Urteil zum herausragenden 4:0 über die favorisierten Leipziger und zu Gnabrys guter Leistung auch eher nüchtern aus. Der Sieg sei "ein Schritt in die richtige Richtung" gewesen und angesprochen auf den Gnabry-Doppelpack antwortete Nagelsmann unterkühlt: "Wir haben ihn schon geholt, dass er mehr als die zwei Tore schießt."

Verbale Streicheleinheiten sehen wahrlich anders aus. Dabei war der Hoffenheimer Befreiungsschlag gegen Leipzig nach drei sieglosen Spielen in Folge und dem indiskutablen Auftritt in der Vorwoche gegen den HSV auch ein persönlicher für Gnabry. Fast genau sieben Monate war es her, als der 22-Jährige zuletzt in der Bundesliga getroffen hatte - damals noch in Diensten von Werder Bremen. Mittlerweile steht Gnabry beim FC Bayern unter Vertrag und sollte als Leihspieler in Hoffenheim Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln.

Gnabry bei der TSG: Noch keine "Win-Win-Situation"

Nach dem ausgehandelten Leihgeschäft sprach Hoffenheim-Manager Alexander Rosen von einer "Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Bayern bekommen hoffentlich einen top-ausgebildeten Spieler zurück und uns kann er bei der Mehrfachbelastung ganz entscheidend helfen." Weder das eine, noch das andere trifft allerdings bislang auf die Menage a trois zwischen Gnabry, der TSG und den Bayern zu. Schließlich kommt Gnabry bisher lediglich auf 236 Bundesligaminuten für Hoffenheim.

Der Nationalspieler, der mit großen Vorschusslorbeeren in den Kraichgau gekommen war, hat immer wieder mit muskulären Problemen am hinteren Oberschenkel zu kämpfen. An die von Rosen angedachte "Top-Ausbildung" des künftigen Bayern-Spielers Gnabry ist daher momentan kaum zu denken: "Er hangelt sich von Spiel zu Spiel und kann dazwischen kaum trainieren. Deshalb ist er nie bei 100 Prozent. Er wäre noch viel stärker, wenn er auch richtig trainieren könnte", bedauerte Trainer Nagelsmann den Fitnesszustand seines Schützlings.

Wie stark Gnabry sein kann, wenn ihn der Oberschenkel mal nicht plagt, ließ der Stürmer bei seinem dritten Startelf-Einsatz für die TSG aufblitzen. Gnabry stand sinnbildlich für die Hoffenheimer Effizienz gegen RB Leipzig. Mit den wenigsten Ballaktionen aller Hoffenheimer, die von Anfang an spielten, holte Gnabry das Maximum heraus: Zwei Schüsse aufs Tor, zwei Tore, kein einziger Fehlpass in der gegnerischen Hälfte und lediglich sechs Ballverluste (Hoffenheimer Tiefstwert).

Nagelsmann: Gnabry braucht "immer mal wieder einen Arschtritt"

Und dennoch: Sein guter Auftritt täuscht nicht darüber hinweg, dass Gnabry nach wie vor das Sorgenkind der Hoffenheimer ist. Und das liegt für Julian Nagelsmann nicht nur einzig und allein an seiner Verletzungsanfälligkeit: "Man muss ihm im Spiel auch immer mal wieder einen Arschtritt verpassen, das war auch in Bremen so, wie ich von meinem Trainer-Kollegen weiß." Den Ratschlag von Alexander Nouri scheint Nagelsmann auch abseits des Spielfeldes zu beherzigen.

Denn anstelle eines Sonderlobes, das sich Gnabry angesichts seiner Leidenszeit und dem Doppelpack durchaus verdient gehabt hätte, mahnte der Trainer an, dass Gnabry noch viel an sich arbeiten müsse - auch im Hinblick auf seine Rückkehr zum FC Bayern: "Er ist noch lange nicht da, wo er hin kann und auch hin muss, wenn er bei dem Verein spielen muss, dem er gehört."

Dass Gnabry nach dieser Saison zum Rekordmeister zurückkehrt, steht angesichts der überschaubaren Einsatzzeiten Gnabrys zumindest zur Diskussion. Sportchef Rosen äußerte gar große Hoffnungen auf einen Gnabry-Verbleib in Hoffenheim. Doch auch in dieser Sache präsentierte sich Julian Nagelsmann als nüchterner Spielverderber. Seine Antwort auf die Frage, ob er Gnabry gerne behalten würde: "Ich hätte auch gerne Messi."

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung