Montag, 23.05.2016

Schiller spricht von "Meilenstein"

Hertha BSC mit Rekord-Etat

Hertha BSC wird mit seinem künftigen Etat erstmals in der Klub-Geschichte die 100-Millionen-Euro-Marke durchbrechen. Für die kommende Spielzeit plant der Bundesligist mit einem Budget von 102,3 Millionen Euro und übertrifft damit den Wert der Vorsaison von 88,5 Millionen Euro deutlich.

Michael Preetz und Pal Dardai blicken auch sportlich auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück
© getty
Michael Preetz und Pal Dardai blicken auch sportlich auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück

Weiterhin geführt wird der Klub von Werner Gegenbauer. Der 65 Jahre alte Unternehmer wurde von der Mitgliederversammlung am Abend mit großer Mehrheit (911 Ja-Stimmen, 100 Gegenstimmen) im Amt des Präsidenten bestätigt und tritt seine dritte Amtszeit seit 2008 an. Thorsten Manske (51) blieb sein Stellvertreter.

Die deutliche Steigerung des Etats begrüßte Geschäftsführer Ingo Schiller. "Es zeigt sich, dass wir Schritt für Schritt in eine neue Dimension vorstoßen. Die 100-Millionen-Euro-Grenze zu durchbrechen, ist ein Meilenstein", sagte Herthas Geschäftsführer Ingo Schiller vor der Mitgliederversammlung mit Präsidiumswahlen am Abend: "Ich gehe davon aus, dass wir uns auch in den nächsten Jahren in diesen Größenordnungen bewegen, wenn wir in der ersten Liga bleiben."

Ausschlaggebend für den Aufschwung sind die Mehreinnahmen durch Medienerlöse wie TV-Gelder, die im Vergleich zum Vorjahr von 24,1 auf 40,5 Millionen Euro angestiegen sind. Die verbesserte Platzierung in der Bundesliga sowie in der TV-Rangliste mit Rang elf als auch das Erreichen der Qualifikation für die Europa League mit Platz sieben in der Bundesliga bescherten der alten Dame die guten Prognosen.

Hertha weiter im Olympiastadion

Auf der Ausgabenseite machen die Personalaufwendungen mit 46,9 Millionen Euro den größten Anteil aus. Das Bundesliga-Personal kostet rund 40 Millionen Euro. "Der Anteil von rund 46 Prozent für das Personal am Gesamtetat ist deutlich gesünder als in anderen europäischen Ligen", bemerkte Schiller.

Sportlich kalkuliert der Hauptstadt-Klub ähnlich wie in der abgelaufenen Saison. In der Liga rechnet Hertha mit 45 Punkten, im DFB-Pokal mit dem Erreichen der 3. Runde. Rund 50.000 Zuschauer sollen im Schnitt die Heimspiele verfolgen, in der Europa League will sich der Verein für die Gruppenphase qualifizieren.

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Planungssicherheit hat Hertha auch bei der Nutzung des Stadions. Der Klub einigte sich mit dem Berliner Senat auf einen neuen Mietvertrag für das Olympiastadion ab 2017. Die Laufzeit beträgt acht Jahre. Gleichzeitig will der Klub aber auch seine Pläne vom Bau einer eigenen Fußball-Arena in Berlin vorantreiben.

Großer Applaus für die Mannschaft

Um den neuen Kontrakt hatte es großen Streit gegeben. Der Senat wollte die Stadionmiete verdoppeln und die Laufzeit auf 15 Jahre ausdehnen. Hertha zahlt derzeit noch mit knapp vier Millionen Euro eine vergleichsweise niedrige Miete. Ab 2017 sollen es dann 5,2 Millionen Euro pro Jahr sein. Zudem hat sich der Klub eine Option für eine Ausdehnung des Kontraktes auf weitere fünf Jahre gesichert.

Am Abend wurden Trainer Pal Dardei und die Mannschaft von der Mitgliederversammlung mit großem Applaus empfangen. "Die Jungs haben uns die beste Bundesliga-Saison seit 2009 beschert. Wir dürfen stolz sein", rief Manager Michael Preetz den Mitgliedern entgegen. "Wir haben 50 Punkte geholt, das ist nicht wenig", meinte Trainer Pal Dardai.

Hertha BSC in der Übersicht


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