Gesetzesvorstoß vor Vollzug

Bremen will DFL zur Kasse bitten

SID
Montag, 20.10.2014 | 14:05 Uhr
Am Mittwoch soll entschieden werden, wer die Polzeieinsätze künftig zahlen muss
© getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
SaJetzt
Die Highlights vom Samstag mit S04-RBL, BVB & HSV
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou R&F -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
La Coruna -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia

Entscheidung mit Signalwirkung: Am Mittwoch will der Bremer Senat das umstrittene Gesetz zur Übernahme von Kosten bei Polizeieinsätzen rund um Fußballspiele durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) beschließen.

Sie haben diskutiert, sie haben geschimpft, sie haben Bremen sogar ein Länderspiel entzogen - doch am Ende bleiben die verzweifelten Proteste der deutschen Fußball-Bosse wohl ohne Erfolg: Der Bremer Senat wird am Mittwoch aller Voraussicht nach das umstrittene Gesetz zur Übernahme von Kosten bei Polizeieinsätzen rund um Fußballspiele durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) beschließen. Eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Zentraler Punkt der Neuregelung ist das Vorhaben der Landesregierung, die zusätzlichen Kosten für sogenannte Hochsicherheitsspiele der DFL in Rechnung zu stellen. Schätzungen zufolge kostet die Überwachung solcher Begegnungen rund 250.000 Euro zusätzlich pro Einsatz. Bislang werden sämtliche Kosten aus öffentlichen Mitteln getragen.

"Kosten nur gerechtfertigt"

"Letztlich geht es nur um einige wenige Spiele, die sogenannten Risikospiele, bei denen statt 200 dann 1200 Beamte und Beamtinnen im Einsatz sind", hatte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zuletzt auf SID-Anfrage gesagt: "Da ist eine zurückhaltende, angemessene Beteiligung der DFL an den Kosten nur gerechtfertigt."

Die erste Hürde hat das Gesetz bereits genommen, mit den Stimmen der rot-grünen Regierungskoalition dürfte die Mehrheit des Bremer Senats am Mittwoch nun auch in zweiter Lesung für das umstrittene Gesetzesvorhaben votieren. Der erste Gebührenbescheid soll der DFL dann nach dem Heimspiel von Werder Bremen gegen Hannover 96 Mitte Dezember zugeschickt werden.

Die Pläne Mäurers sorgten im Ligaverband und beim DFB für einen Sturm der Entrüstung. Die DFL kündigte sofort juristische Schritte gegen etwaige Zahlungsaufforderungen an. "Für den Fall, dass das Gesetz in zweiter Lesung verabschiedet wird und danach Gebührenbescheide auf der Grundlage der geänderten Regelungen ergehen, wird der Ligaverband wie angekündigt Rechtsmittel dagegen einlegen", hieß es in einer DFL-Pressemitteilung. Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geißelte das Vorhaben gar als "sportpolitische Geisterfahrt".

Erhöhter Druck auf Bremen

Zuvor hatten die deutschen Fußball-Bosse bereits zur vermeintlichen "Ultima Ratio" gegriffen und Bremen das schon fest für den 14. November eingeplante EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft gegen Gibraltar entzogen. Um den Druck auf die Hansestadt zu erhöhen, verlegte der DFB die Partie kurzerhand nach Nürnberg.

Auch Bundesligist Werder Bremen dürfte unter dem neuen Gesetz zu leiden haben. Denn sollte das Bremer Parlament die neue Verordnung durchwinken und der DFL nach einem Polizeieinsatz tatsächlich eine Rechnung zustellen, werde man diese postwendend an den Bundesliga-Klub aus Bremen weiterreichen, sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

"Wir können gar nicht anders, wir sind die Interessenvertretung aller 36 Profiklubs", erklärte Rettig. "Derjenige, der uns das einbrockt, muss es auch bezahlen. Das wird am Ende der SV Werder sein." Das sei bedauerlich, denn gerade Werder leiste "in Sozialarbeit und Prävention großartige Arbeit".

Bei einer Anhörung im Haushalts- und Finanzausschuss der Bremischen Bürgerschaft versuchte der ranghohe Fußball-Funktionär die Bremer Politiker am vergangenen Freitag im letzten Moment noch umzustimmen - wohl vergebens.

Die Bundesliga im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung