Guardiola: "Ich bin ein Münchner"

Von SPOX
Samstag, 10.05.2014 | 23:28 Uhr
Pep Guardiola feiert auf dem Münchner Rathausbalkon seine erste deutsche Meisterschaft
© getty
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Bierduschen in Champagner-Manier und ein klares Bekenntnis: Pep Guardiola macht eine Figur bei seiner ersten Meisterparty in München. Matthias Sammer gibt den Befehl zu saufen, doch vor dem DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund bleibt eine gewisse Unruhe.

Die Weißbierdusche ließ Pep Guardiola über sich ergehen, als wäre es ein Champagnerbad. Dass ihm danach die Meisterschale aus den Hände glitt - geschenkt. Für einige Momente genoss der Trainer von Bayern München seinen ersten Bundesliga-Titel in tiefen Zügen.

Mit ausgebreiteten Armen wartete er auf das unvermeidliche Ritual, bevor Jérôme Boateng es mit einen kräftigen Schwall vollzog. "Es ist kalt, es brennt in den Augen, aber nach der Dusche ist es okay", sagte Guardiola, der selbst auch Spaß daran fand und Toni Kroos ordentlich einnässte.

Nach unzähligen Bierduschen und mehreren Stürzen über die rot-weißen Konfettischlangen bahnte sich der Bayern-Tross im Party-Truck den Weg durch die Stadt zum Marienplatz, dem zum Epizentrum der Münchner Meisterfeiern. Rund 30.000 Fans erwarteten ihre Stars, die um 21.19 Uhr den Rathausbalkon betraten.

Sammer gibt Befehl zu saufen

Hermann Gerland war schon oft da oben und doch war diese Meisterschaft für den Assistenztrainer etwas Besonderes. "Meine Frau ist in dieser Woche Oma geworden und ich deutscher Meister. So ist das bei uns", sagte der Tiger.

Derweil ließ es sich sein Chef nicht nehmen, seine Spieler noch einmal zu huldigen und sich artig bei den Anhängern zu bedanken.

"Die Spieler haben eine unglaubliche Saison gespielt. Ich bin seht stolz auf die Mannschaft und wir sind sehr stolz auf euch. Ich liebe euch", rief Guardiola der Menge zu, um sich in bester John F. Kennedy-Manier zu bekennen: "Ich bin ein Münchner, mia san mia. Vielen Dank, all the best."

Matthias Sammer gelang es, sämtlichen Bierduschen zu entgehen. Dafür plädierte der Sportvorstand für eine dem Anlass angemessenen Party. "Wir sind in überragender Manier deutscher Meister geworden. Ich bin für die Obergrenze in Promille und im Ausflippen. Die Spieler haben den Sonntag absolut frei." Sammer gab den Befehl: Sauft's gescheit!

Müller spricht von "Unruhe"

Dabei ist die Saison für den FC Bayern noch lange nicht vorbei. Nächsten Samstag steht in Berlin das DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund an und der BVB ist längst in den Köpfen der Münchner.

"Wir alle wissen, worum es geht am nächsten Samstag. Das sind für alle doch die schönsten Spiele", sagte Arjen Robben. Die verpasste Triple-Verteidigung nagt immer noch, jetzt soll wenigstens das Double nach München geholt werden.

"Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir nicht den durchschlagenden Erfolg", sagte Thomas Müller. Außerdem gestand er, sei "natürlich noch ein bisschen Unruhe drin."

Zur Unruhe gesellt sich nun auch die Sorge um Bastian Schweinsteiger. Der Vize-Kapitän reckte zwar den Daumen hoch, als er wortlos durch die Mixed-Zone ging, doch sein Blick sagte nicht das Gleiche aus.

In der 37. Minute war Schweinsteiger mit Knieproblemen vom Platz gegangen, es sei eine Vorsichtsmaßnahme gewesen. "Der Doktor hat mir gesagt, es ist die Patellasehne. Wir haben noch sechs Tage Zeit", sagte Guardiola, der die angeschlagenen Philipp Lahm, Mario Götze und Franck Ribéry bereits für das Finale in Berlin geschont hatte.

Bayern erwarten sehr heiße Dortmunder

Der Auftritt gegen den VfB legte nicht zwangsläufig die Vermutung nahe, dass den Münchnern das zehnte Double der Klubgeschichte gelingt. Die Leidenschaft der zweiten Halbzeit, die in der Nachspielzeit das Tor des Tages durch Claudio Pizarro (90.+2) brachte, sei vonnöten, um zu gewinnen, sagte Guardiola.

"Wir sind definitiv für Dortmund präpariert", betonte Kapitän Lahm: "Wir haben einen Titel in der Tasche, jetzt wollen wir den zweiten." Allerdings werde man auf einen Gegner treffen, "der sehr sehr heiß sein wird", prophezeite Sammer.

Erst in einer Woche wird sich in Berlin entscheiden, ob es "nur" eine gute oder sogar eine sehr gute Saison für den Rekordmeister war.

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