Keine Lust auf Santa Claus

Von Jonas Schützeneder
Donnerstag, 23.01.2014 | 14:07 Uhr
Zuversichtlich in den Abstiegskampf: "Gandalf" Verbeek glaubt fest an den Klassenerhalt
© imago
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese – Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Trotz einer Winterpause im Tabellenkeller und einer Hinrunde ohne Sieg bewahrt der 1. FC Nürnberg nach wie vor Ruhe. Großen Anteil daran hat Trainer Gertjan Verbeek. Mit einem haarigen Versprechen will er die Mannschaft zum Rückrunden-Start gegen Hoffenheim (Sa., 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) anstacheln. Die letzten Resultate lassen auf Besserung hoffen.

Gandalf oder Albus Dumbledore? Gertjan Verbeek hatte zuletzt gleich zweimal die Wahl zwischen den beiden Magiern aus der Fantasy-Welt von "Herr der Ringe" und "Harry Potter". Zuerst sollte er quasi als Zauberer eine schnelle Wende beim abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg hinlegen. Dann versprach der Niederländer, seinen Bart erst nach einem Sieg abzurasieren. Sollte der Club auch in der Rückrunde sieglos bleiben, könnte seine Bartmähne die Ausmaße beider Filmhelden annehmen.

"Ja, auch wenn ich weiß, dass das böse enden kann. Dann sehe ich nächstes Jahr aus wie Santa Claus", sagte Verbeek Ende der Hinrunde im "Kicker" auf die Frage, ob er sein Bart-Versprechen weiter halten werde. Auf Santa Claus hat er scheinbar aber keine Lust.

Starke Testspiele

Selbstbewusst und fast schon trotzig gibt sich Verbeek kurz vor dem Start in die Rückrunde. "Ich bin sehr zufrieden", meint der 51-Jährige mit Blick auf die Vorbereitung der Franken, die sportlich verheißungsvoll verlief. In drei Testspielen gegen Steaua Bukarest (5:1), den FC Luzern (2:1) und Grashopper Zürich (1:0) gelangen drei Siege - ein zuletzt selten gewordenes Gefühl für den FCN.

"Drei Vorbereitungsspiele, drei Siege, ein großartiges Gefühl", schrieb Abwehrspieler Per Nilsson via "Twitter". Viele Siege wird der Pokalsieger von 2007 auch in der Rückrunde brauchen. Dafür testete Verbeek im spanischen Trainingslager weitere taktische Varianten.

Trainings-Beobachter wollten gar eine Testform mit Libero gesehen haben, Verbeek wiegelte sofort ab. Eine Dreierkette mit tiefem defensivem Mittelfeldspieler sei das gewesen, belehrte er die Reporter und verwies auf verschiedene Möglichkeiten seiner Truppe: "Wir haben zwei Systeme und wir haben die Spieler für diese zwei Systeme. Wenn sich einer verletzt, dann habe ich wieder eine neue Idee."

Pogatetz und Hasebe fehlen

Das wird auch zum Start in die Rückrunde unumgänglich. Mit Abwehrmann Emanuel Pogatetz (Außenbandanriss im Knie) und Makoto Hasebe (Riss im Außenmeniskus) fehlen gleich zwei Stammspieler für mehrere Wochen. Umso erstaunlicher, dass der Traditionsverein weitere Transfers ablehnt. "Unwahrscheinlich", meint Sportdirektor Martin Bader. Aus Prag kam lediglich Mittelfeldspieler Ondrej Petrak, Alexander Esswein verließ den Klub in Richtung Augsburg.

"Wir können die Ausfälle mit unserem eigenen Kader auffangen", so Verbeek. Seine Ruhe und Souveränität haben dem Umfeld am Dutzendteich gut getan. Zum Trainingsauftakt am 4. Januar feierten über 1000 Fans die Manschaft - trotz Platz 17 und keinem einzigen Hinrunden-Sieg.

"Wechsel auf die Überholspur"

Sie alle setzen auf eine starke Aufholjagd in der Rückrunde. Passend zur Metaphorik lieferten sich Verbeeks Trainer-Team und die Mannschaft auf einer Kart-Bahn ein Rennen. Daniel Ginczek hat den Wink jedenfalls verstanden. "Wenn der Knoten in der Liga mal platzt, wechseln wir auf die Überholspur und ziehen an der Konkurrenz vorbei", kündigt der Angreifer an.

Mit entscheidend dafür dürfte auch seine eigene Form sein. Mit lediglich 17 Toren zählt Nürnberg zu den harmlosesten Teams der Liga. Gerade von Ginzcek hatte man mehr erwartet. Mit der Empfehlung von 18 Treffern in der 2. Bundesliga war der frühere Dortmunder im Sommer zu den Franken gekommen. In der Hinrunde reichte es allerdings nur für zwei Tore in 14 Einsätzen.

Besonders auffällig: Unter Verbeek präsentierte sich das Team keineswegs wie ein Kellerkind. Über weite Strecken waren erfrischende Offensive und viel Engagement zu sehen. Die Kehrseite: Kein einziges Mal reichte es zum Sieg, fast fassungslos mussten die Fans mitansehen, wie trotz größter Überlegenheit gegen Hannover, Schalke und Mainz nur Remis heraussprangen.

Verbeek verbietet das Remis

Den Tiefpunkt erlebten die Franken bereits Anfang November nach der peinlichen Heimpleite gegen Freiburg. Wütende Anhänger forderten die Mannschaft zurück in die Fankurve. Weil Kapitän Raphael Schäfer ungehalten reagierte und danach seine Binde wegwarf, war kurzzeitig auch sein Rücktritt als Kapitän diskutiert worden. Mittlerweile hat sich die Beziehung zwischen Anhang und Team trotz der Winterpause im Tabellenkeller wieder verbessert.

Mit elf Unentschieden ist der Club zumindest in dieser Rangliste Bundesliga-Spitze. Grund zur Freude sieht Verbeek deshalb natürlich nicht. Der Niederländer hat mittlerweile das Remis abgeschafft, Trainingsspiele pfeift er erst ab, wenn ein Sieger feststeht. "Wir wollen Systeme lernen, mit denen man auch ab der 75. Minute voll auf Sieg spielt. Wir haben jetzt 17 Finalspiele vor uns", kündigt der Trainer an.

Freiburg und Frankfurt in Schlagdistanz

Dabei helfen sollen auch zwei "interne Neuzugänge". Hanno Balitsch und Timo Gebhart, beide in der Hinrunde aus dem Profikader getrichen, erhalten eine neue Chance. Balitsch kam in den Testspielen zum Einsatz, Gebhart muss nach lang anhaltenden Leistenproblemen erst noch seinen Fitnessrückstand aufholen.

"Wir können uns sehen lassen", findet Verbeek daher mit Blick auf seinen Kader. Nicht nur die zuletzt deutlich besseren Leistungen unter seiner Regie, auch der Blick auf die Tabelle machen Hoffnung: Trotz der Negativ-Serie hat der FCN nur drei Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz, auf Platz 15 sind es vier.

Zumindest öffentlich zweifelt Verbeek keine Sekunde am Klassenerhalt. Die Frage, ob sein Vertrag für die 2. Liga gelte, fasste er gar als Beleidigung auf. Er wolle zusammen erfolgreich arbeiten, attraktiv spielen und weg von den unteren Regionen der Tabelle. Für Gandalf, Dumbledore und Santa Claus hat er dabei keine Zeit.

Alles zum 1. FC Nürnberg

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung