256. Frankenderby: Träumen ist beim Club erlaubt

Von Ruben Zimmermann
Samstag, 20.04.2013 | 19:36 Uhr
Neben der grundsätzlichen Brisanz des Derbys kommt am Sonntag noch ein weiterer Aspekt hinzu
© getty
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Die ganz große Brisanz ist dem 256. Frankenderby (So., 17.15 Uhr im LIVE-TICKER) durch die aussichtslose Situation der SpVgg Greuther Fürth am Tabellenende der Bundesliga genommen. Dafür geht es für den 1. FC Nürnberg um so viel mehr. Träumereien in Richtung Europa League sind zumindest nicht ausdrücklich untersagt.

In Fürth hat man sich bereits seit einigen Wochen mit dem Abstieg abgefunden. Zwar ist der Klassenerhalt fünf Spieltage vor Schluss theoretisch noch möglich, angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz allerdings extrem unwahrscheinlich.

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Nach der Niederlage der Augsburger in Gladbach bleibt den leidgeprüften Franken wenigsten die Demütigung erspart, vom Erzrivalen aus Nürnberg den endgültigen "Todesstoß" versetzt zu bekommen.

"Der Druck im Derby ist jetzt sicher noch größer. Aber das haben wir uns selbst eingebrockt", sagte Trainer Frank Kramer und spielte damit auf die deutliche 1:6-Niederlage gegen Borussia Dortmund in der vergangenen Woche an. Aktuell muss Kramer einen schwierigen Spagat meistern. Einerseits wollen die Fürther diese Saison noch anständig zu Ende bringen, anderseits gilt ein Teil der Konzentration bereits den Planungen für die kommende Spielzeit.

Fürther Neuanfang

Der Abgang von Heinrich Schmidtgal ist bereits beschlossene Sache. Am Donnerstag gab der Verein bekannt, dass der Kasache sich entschieden habe, den Verein mit Ablauf seinen Vertrages am Saisonende zu verlassen. Außerdem wird Angreifer Christopher Nöthe keinen neuen Kontrakt erhalten. Der Abgang von Sercan Sararer zum VfB Stuttgart steht bereits länger fest.

"Wir wollen frühzeitig die Planungen für die anstehende Spielzeit vorantreiben", erklärte Rouven Schröder, sportlicher Leiter der Fürther. Auch ein Neuzugang für die kommende Saison steht bereits fest. Der 22-jährige Dominick Drexler wird von Rot-Weiß Erfurt zur Spielvereinigung wechseln.

Nürnberg hofft auf Europa

Während bei den Fürthern alle Zeichen auf Abstieg stehen, könnten die Nürnberger ihr Saisonziel sogar noch übertreffen. Mit 38 Punkten scheint nicht nur der Klassenerhalt bereits gesichert zu sein, auch ein Europa-League-Platz ist bei optimalem Verlauf des Saisonfinales noch drin.

"Solange die Tabellensituation Träumereien zulässt, ist es grundsätzlich erlaubt, vom Erreichen der Europa-League-Plätze zu träumen. Ein solches Ziel müssen wir aber mit harter Arbeit untermauern", wird Sportdirektor Martin Bader auf der Nürnberger Vereinshomepage zitiert.

Vor allem müssen die Franken wieder konzentrierter auftreten als bei der 0:4-Niederlage in München am vergangenen Spieltag. "Die Mannschaft macht einen optimistischen Eindruck", versicherte FCN-Trainer Michael Wiesinger allerdings und ergänzte: "Auch nach dem Bayern-Spiel gibt es bei uns keinen Anlass, jetzt alles in Frage zu stellen. Wenn wir zuhause wieder an unsere Leistungsgrenze gehen, dann sind wir schwer zu bespielen."

Seit elf Spielen ungeschlagen

Wiesinger spielte damit auf die gute Heimbilanz des Clubs an. Die Nürnberger haben keins ihrer letzten elf Heimspiele verloren. Selbst Bayern München und Borussia Dortmund kamen im Grundig-Stadion nicht über ein Remis hinaus.

Allerdings kann die Spielvereinigung durchaus als ein Angstgegner der Nürnberger gesehen werden. Von den letzten 15 Partien gegen Greuther Fürth konnte der FCN nur drei gewinnen. Den letzten Sieg gegen das Kleeblatt gab es im November 2008, damals noch in der 2. Liga. Das Hinspiel in dieser Saison endete 0:0.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Nürnberg: Schäfer - Balitsch, Nilsson, Klose, Plattenhardt - Simons - Chandler, Kiyotake, Feulner, Esswein - Pekhart

Fürth: Hesl - Zimmermann, Sobiech, Mavraj, Baba - Fürstner, Petsos - Kraus, Prib - Sararer, Djuridjic

Der 30. Spieltag im Überblick

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