Rafati: "Man hat mich systematisch gemobbt"

Von Adrian Bohrdt
Freitag, 22.03.2013 | 11:11 Uhr
Babak Rafati fühlt sich von den Schiedsrichter-Chefs "systematisch gemobbt"
© getty
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In der "ARD"-Talkshow "Beckmann" hat sich der ehemalige Schiedsrichter Rafati erneut zu seinem Selbstmordversuch und den Hintergründen dazu geäußert. Er bekräftigte seine Vorwürfe gegen die Schiedsrichter-Chefs Herbert Fandel und Helmut Krug.

"Ich fühlte mich menschenunwürdig, sehr kalt und persönlich verletzend behandelt. Man hat mich systematisch gemobbt", warf Rafati Fandel und Krug in der Talkshow vor. Am 19. November 2011 hatte Rafati unmittelbar vor einem Bundesligaspiel versucht, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Er wurde jedoch rechtzeitig von seinen Assistenten gefunden und gerettet.

Später startete Rafati eine therapeutische Behandlung, gemeinsam mit seiner Ehefrau Rouja. "Das war mir sehr wichtig. Ich habe immer im Unterbewusstsein das Gefühl gehabt, dass sie bei mir ist. Dass sie mir den Halt gibt, den ich die letzten Monate vermisst habe. Diese Anerkennung, da ist jemand da für dich", berichtete der 42-Jährige.

Rafatis Vorwürfe, Fandels Antwort

Bereits zuvor hatte Rafati heftige Vorwürfe gegen Fandel erhoben: "Als Herbert Fandel mein neuer Chef wurde, habe ich absolut keine Rückendeckung mehr bekommen. Ich war es gewohnt, sachliche Kritik zu erfahren, aber keine aus meiner Sicht persönlichen Verletzungen." Dieser Vertrauensentzug sei "entleerend" gewesen, so Rafati weiter.

Fandel ließ die Kritik nicht auf sich sitzen und konterte gegenüber dem "SID": "Die Sichtweise und die Vorwürfe von Babak Rafati kann ich in keinster Weise nachvollziehen und sie schockieren mich. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich Kenntnis über sein seelisches Krankheitsbild. Und niemand der Schiedsrichter hat jemals mir darüber Andeutungen gemacht."

"Häufig miteinander gesprochen"

Der Vorsitzende der DFB-Schiedsrichter-Kommission bestätigte lediglich, dass Rafatis Leistungen nicht die Anforderungen erfüllt hätten, und man ihm klar gemacht hätte, dass Fehler passiert seien. Allerdings betonte Fandel auch: "Wir in der Schiedsrichter-Führung haben sehr häufig über Babak Rafatis Leistungen gesprochen, und ich persönlich habe mich sehr um ihn bemüht. Mit keinem anderen Schiedsrichter habe ich so oft gesprochen."

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