Fussball

Rafati kann sich Job als "Experte" vorstellen

SID
Babak Rafati hat nach langer Zeit wieder Spaß am Fußballgeschäft gefunden
© getty

Der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Babak Rafati liebäugelt mit einer Rückkehr in die Welt des Fußballs. Er kann sich eine Arbeit als Experte vorstellen.

"Ich könnte mir vorstellen, mein Fachwissen als Experte einzubringen, würde so gerne zurück in den Fußball", sagte Rafati rund 16 Monate nach seinem Selbstmordversuch der "Bild am Sonntag". Ein Angebot habe es zwar noch nicht gegeben, aber er sei "offen für alles."

Das Verhältnis zu seinem Sport hat sich für Rafati in den vergangenen Monaten spürbar entspannt. Spiele schaue er "wieder mit Leidenschaft. Ich kann Fußball jetzt wieder genießen, habe immer noch den Schiri-Blick", berichtete der 42-Jährige, der zuletzt Schiedsrichter-Boss Herbert Fandel wegen mangelnder Rückendeckung harsch kritisiert hatte.

"Traumatische Anfälle in Klinik"

Ein Spiel vor Ort im Stadion hat Rafati nach seinem Suizidversuch bislang nicht verfolgt. "Aber das wird wieder passieren. Ich laufe davor nicht weg." Das war nicht immer so. Während seiner Zeit in der Klinik hatte Rafati "traumatische Anfälle, wenn ich nur die Einlauf-Musik aus dem Stadion hörte. Erst nach einem halben Jahr wurde es besser", sagte er.

Als Abrechnung mit Fandel und dem Schiedsrichter-Wesen betrachtet Rafati seine Enthüllungen nicht. "Ich sage, was ich falsch gemacht habe und was im System Schiedsrichter falsch läuft. Ich möchte ein Ratgeber sein. Meine Botschaft ist: Geht respektvoll miteinander um! Sprecht miteinander!", betonte Rafati, der am 19. November 2011 im einem Kölner Hotel einen Selbstmordversuch unternommen hatte.

Babak Rafati im Steckbrief

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