Wechsel ins Ausland für Prädikat Weltklasse nötig

Ballack über Götze: "Dortmund ist kein Real"

Von Jöran Landschoff
Samstag, 02.02.2013 | 11:33 Uhr
Für Michael Ballack ist ein Wechsel ins Ausland für das Prädikat Weltklasse nötig
© Getty
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Der ehemalige Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack hat sich in einem Interview zum Spitzenspiel zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund am Sonntagabend und der Zukunft von Mario Götze und Andre Schürrle geäußert. Die Qualität deutscher Nachwuchsspieler sei so gut wie lange nicht mehr.

"Ich denke, die Bayern sind durch", ist sich Michael Ballack im Gespräch mit dem "Express" sicher.

"Wenn sie noch einmal Probleme bekommen sollten, dann nur, weil sie sich selber Probleme machen." Doch auch der zweite Platz sei sowohl für Dortmund als auch Leverkusen "fantastisch", gerade Bayer habe man das vor der Saison nicht zugetraut.

Von einer falschen Einstellung in Leverkusen wollte Ballack nichts wissen: "Rudi Völler verkauft Bayer nach außen hin oft sehr moderat. Er nimmt den Mund nicht zu voll. Aber intern ist das anders. Er ist sehr ehrgeizig, gibt Gas und baut Druck auf. Natürlich will er mal einen Titel holen!"

In Mario Götze sieht Ballack einen ganz besonderen Spieler, der auf lange Sicht nicht bei Dortmund bleiben wird. "Er ist ein fantastischer Spieler, ein Rohdiamant, der das Zeug dazu hat, bei Klubs wie dem FC Barcelona, Real Madrid, Chelsea oder Manchester United zu spielen. Dortmund ist sicher auch ein Top-Klub, aber eben noch kein Real."

Deshalb sei sich Ballack sicher, dass Götze "nicht zu halten" sei, denn: "Wenn du weltklasse sein willst, musst du versuchen beim besten Club zu spielen."

Wechsel von Schürrle eine Frage der Zeit

Dass Andre Schürrle den Sprung zum FC Chelsea noch schafft, ist sich Ballack sicher. "Sie (Chelsea, Anm. d. Red.) lassen nicht locker." Trotzdem sei es gut, dass Bayer einen Wechsel im letzten Sommer gestoppt habe: "Es war ganz gut für ihn, dass er bei Bayer geblieben ist. Da konnte er sich noch einmal in aller Ruhe weiterentwickeln."

Generell zeigte sich der 34-Jährige erfreut über die Entwicklung des deutschen Fußballs: "Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Deutschland derart viele Top-Stars hatte, die fußballerisch eine enorme Klasse besitzen."

Michael Ballack im Steckbrief

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