Politik, DFL und DFB drängen

SID
Dienstag, 11.12.2012 | 16:42 Uhr
"Nein zum DFL-Papier" - die Fans von Hannover und Leverkusen machten gemeinsame Sache
© Getty
Advertisement
Primera División
Live
Alaves -
Leganes
Serie A
Live
Atalanta -
Neapel
Eredivisie
Ajax -
Feyenoord
Ligue 1
Nizza -
St. Etienne
Serie A
Bologna -
Benevento
Serie A
Lazio -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Crotone
Serie A
Sampdoria -
Florenz
Serie A
Udinese -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
FC Turin
Primera División
Real Madrid -
La Coruna
Eredivisie
Heracles -
PSV
Ligue 1
Monaco -
Metz
Premier League
Southampton -
Tottenham
First Division A
Genk -
Anderlecht
Serie A
Cagliari -
AC Mailand
Primera División
Real Sociedad -
Celta Vigo
Primera División
Real Betis -
FC Barcelona
Serie A
Inter Mailand -
AS Rom
Ligue 1
Lyon -
PSG
Serie A
Juventus -
CFC Genua
Premier League
Swansea -
Liverpool
Primera División
Eibar -
Malaga
Coupe de France
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Strassburg
Serie A
Turin – Benevento
Serie A
Neapel – Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand – Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Brom (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Premier League
Man United -
Huddersfield
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Brom -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)

Millionen strömen jedes Jahr in die Stadien. Wie sie dort aufgenommen werden und was sie dort nicht mehr erleben sollen, darum geht es bei dem Treffen der 36 Profiklubs in Frankfurt. Ob die Proteste gegen das Sicherheitskonzept danach aufhören, steht auf einem anderen Papier.

Die Situation ist hochbrisant: Bedrängt von der Politik und noch immer uneinig muss der deutsche Fußball an diesem Mittwoch einen Ausweg aus dem Konflikt um das neue Sicherheitskonzept finden. Bei der Abstimmung über das umstrittene Papier stehen die 36 Profiklubs vor einer Grundsatzentscheidung - es droht eine Zerreißprobe.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wollen den Maßnahmenkatalog unbedingt vom Tisch haben. Zu groß ist der Druck der Innenminister von Bund und Ländern, die die Vereine bei einem Scheitern der Gespräche in einem Frankfurter Nobelhotel sogar zu einer Kostenbeteiligung an den Polizeieinsätzen zwingen wollen.

Mit Argusaugen beobachten auch Millionen von Fans die Entscheidung: Für sie geht es um mehr als nur um 16 Anträge auf 37 Seiten und Diskussionen über Ganzkörperkontrollen, Kollektivstrafen, Schulung von Sicherheitskräften und Videoüberwachung.

Gewinne mit dem Hasseröder Adventskalender und etwas Glück jeden Tag tolle Preise

"Großes Misstrauen" der Fans

Ligapräsident Reinhard Rauball sieht die Abstimmung "auf einer Ebene mit einem TV-Vertrag oder der 50+1-Frage. Der Ligaverband steht vor einer Weggabelung", warnte der Präsident von Meister Borussia Dortmund. Der Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, sprach deckungsgleich von einer "großen Kreuzung".

Tatsächlich sei das Verhältnis zwischen Anhängern und dem organisierten Fußball derzeit geprägt von einem "großen Misstrauen", prangerte Michael Gabriel als Leiter der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) vor der nichtöffentlichen Mitgliederversammlung in einem Interview der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Dienstag) an.

Die Proteste gegen das Papier, so Gabriels KOS-Kollege Volker Goll, würden sich im Kern um eine andere, grundsätzlichere Frage drehen: "Wie werden wir als Fans gesehen und behandelt - als Zuschauer, als Konsumenten, als Gewalttäter oder wertschätzend als Unterstützer?"

Gabriel kritisierte, die wenigsten Klubs hätten verstanden, was für eine Bedeutung die Fans für ihre Vereine, ihre AG oder ihr Produkt hätten. "Das Thema Fußballfans wird unwillig behandelt, es sind die Schmuddelkinder", sagte der KOS-Chef.

"Fall Dynamo" bietet weiteren Zündstoff

An den vergangenen drei Spieltagen hatten die Anhänger in den Bundesliga-Stadien mit ihrer Schweige-Aktion über 12 Minuten und 12 Sekunden lautlos, aber eindrucksvoll protestiert. Zudem gab es am vergangenen Wochenende noch Demonstrationen.

Die Fans haben es bisher aber auch nicht geschafft, Übeltäter in ihren Reihen auszugrenzen. Jetzt fühlen sie sich von den Dachverbänden, den Politikern und auch Medien in die Ecke gedrängt. Mit dem Urteil gegen die Gewalttäter von Dynamo Dresden hat die Entscheidung weiteren Zündstoff bekommen.

Das DFB-Sportgericht hat den Zweitligisten am Montag für die nächste Saison vom DFB-Pokal ausgeschlossen, weil Dynamo-Fans im Pokalspiel bei Hannover 96 am 31. Oktober für Krawalle gesorgt hatten. Dabei gab es neun Verletzte und 41 Straftaten.

Fanorganisationen wie "Pro Fans" und "Unsere Kurve" und auch einige Vereine drängen darauf, jetzt nichts übers Knie zu brechen und erst bei der nächsten Mitgliederversammlung abzustimmen.

Eintracht fordert Änderungen

"Ich wüsste nicht, was eine Verschiebung bringen sollte", hatte Wolfgang Niersbach schon vor seinem Abflug nach Israel mit der U 18-Nationalmannschaft gesagt. Der DFB-Präsident fehlt bei der Versammlung.

Das Konzept sei von der DFL gut und transparent vorbereitet worden, so Niersbach. Auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) forderte die Verein klipp und klar auf, zu einer Abstimmung zu kommen.

Wie komplex die Debatte um das hochjuristische Papier ist, zeigt der Fall Eintracht Frankfurt. Der Bundesligist möchte immer noch jede Menge Änderungen am bereits einmal überarbeiteten Konzept, das jetzt in 16 Anträge mündet. Dabei saß Vorstandsmitglied Axel Hellmann in der DFL-Kommission, die den Maßnahmenkatalog ausgearbeitet hat.

Der Jurist sieht darin keinen Widerspruch, "dass wir im Vorstand überzeugenden Argumenten, die nach langer Diskussion mit unseren organisierten Fans auf den Tisch kamen, folgen", erklärte er in einem Interview der "Frankfurter Rundschau".

"Auch nach 12. Dezember eine Welle der Proteste"

Hellmann rechnet auch nach der Entscheidung über das Sicherheitskonzept mit heftigem Widerstand aus Fankreisen. "Es wird auch nach dem 12. Dezember eine Welle des Protestes geben. Da mache ich mir nichts vor. Aber diese Welle müssen wir aushalten", sagte er und räumte Fehler ein beim Vorgehen der DFL.

"Wir hätten in der Kommission nach den ersten vorläufigen Ideenansätzen Fanvertreter mit einbinden sollen", sagte der Frankfurter Funktionär. "Nachdem das Papier dann die Klubs mit der Bitte um kritische Auseinandersetzung erreicht hat, war das Kind schon öffentlich in den Brunnen gefallen."

Auch die Polizei, die jedes Wochenende mit Fans zu tun hat, ist in der überhitzten Debatte gespalten. Die Deutsche Polizeigewerkschaft und deren Vorsitzender Rainer Wendt wollen längst, dass die Vereine für Polizeieinsätze kräftig in die Kasse greifen.

Rauball bezeichnete Wendt kürzlich als «Chefpolizisten» und sagte: "Ich weiß selbst, welches Unheil er anrichtet mit seinen Äußerungen. Aber es ist nicht nur Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft, der Druck macht. Es sind die Innenminister, die stark Druck machen." Die Gewerkschaft der Polizei wiederum warnt eindringlich davor, alle Fußball-Fans unter Generalverdacht zu stellen und bei den Maßnahmen gegen Randalierer den Boden der Verhältnismäßigkeit zu verlassen.

Spielplan und Ergebnisse in der Übersicht

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung