Zu wenig Anlaufstellen für depressive Profis

Teresa Enke für unabhängige Psychologen

SID
Dienstag, 06.11.2012 | 13:03 Uhr
Teresa Enke (2.v.r.) setzt sich für unabhängige Psychologen in Bundesligavereinen ein
© Getty
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Teresa Enke kritisiert, dass es noch immer zu wenig Anlaufstellen für depressive Bundesligaprofis gibt. Die Witwe des vor drei Jahren verstorbenen Nationaltorwarts Robert Enke sagte in einem Interview mit "Sport Bild": "Ein Sport-Psychologe ist in erster Linie dafür da, die Leistung der Spieler zu steigern. Es gibt eine enge Vernetzung mit dem Trainer-Team. Deswegen gibt es logischerweise eine Zurückhaltung aufseiten der Spieler. Das ist ein Problem."

Für Depression und Burn-out brauche man "unabhängige Experten, ausgebildete Therapeuten". Im Denken der Vereine habe sich hingegen viel getan: "Kein Verantwortlicher würde einem Spieler mit Problemen heute sagen: 'Arschbacken zusammen und weitermachen!'"

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Enke, der an Depressionen litt, hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen. Zum Tod ihres Mannes sagt Teresa Enke: "Ich werde es nie verarbeiten, sondern lerne lediglich, damit zu leben." Als Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung trägt sie heute zur Aufklärung, Erforschung und Behandlung der Krankheit Depression bei.

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