Jos Luhukay im Interview

"Wollen uns in den Top 20 etablieren"

Von Interview: Jochen Tittmar
Freitag, 21.10.2011 | 17:38 Uhr
Jos Luhukay trainiert den FC Augsburg seit April 2009 und führte den Klub erstmals in die Bundesliga
© Getty
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Am Freitag spielt Aufsteiger FC Augsburg zuhause gegen den Tabellenfünften Werder Bremen (20.15 Uhr im LIVE-TICKER). SPOX sprach im Vorfeld mit FCA-Trainer Jos Luhukay über Jobgarantien, die Verletzungsmisere im Verein und fand heraus, wie ein glücklicher Zufall sein Leben verändert hat.

SPOX: Die Bundesliga ist für Augsburg nicht nur sportlich, sondern auch vereinspolitisch und infrastrukturell Neuland. An welchen Dingen muss weiterhin noch gearbeitet werden, um dem Verein ein vollständig bundesligataugliches Umfeld zu gewährleisten, Herr Luhukay?

Jos Luhukay: Der FCA entwickelt sich auf allen Ebenen weiter. Das geht aber nur Schritt für Schritt. Ganz wichtig war der Bau der SGL Arena. Aktuell werden neue Trainingsplätze am Stadion gebaut. Dadurch verbessern sich die infrastrukturellen Bedingungen.

SPOX: Als mit Borussia Mönchengladbach als Trainer aufstiegen wurden Sie nach sieben Spieltagen entlassen. Was haben Sie in Augsburg von der Herangehensweise an die Bundesliga anders gemacht als damals?

Luhukay: Man nimmt aus allen Stationen wichtige Erfahrungen mit. Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg sind aber nicht miteinander zu vergleichen, weil Sie unterschiedliche Voraussetzungen und wirtschaftliche Möglichkeiten haben.

SPOX: Worin unterscheidet sich das Gesamtkonstrukt FC Augsburg von einem Verein wie Borussia Mönchengladbach?

Luhukay: Der FC Augsburg ist ein Traditionsverein, der lange Jahre nicht im Profifußball präsent war. Doch dank der Unterstützung des Präsidenten Walther Seinsch und seiner Investorengruppe konnten die Grundlagen dafür geschaffen werden, dass der erstmalige Aufstieg in die Bundesliga gelungen ist.

SPOX: Präsident Walther Seinsch bezeichnete den FCA in einem Interview als "armen Verein", der sich dringend notwendige Investitionen beispielsweise in das Jugendleistungszentrum nicht leisten kann. Zur kommenden Saison steigen er und seine Investorengruppe endgültig aus. Was glauben Sie, was dies für den Verein bedeuten wird?

Luhukay: Es ist klar, dass der Verein auf eigenen Füßen stehen muss. Nichts anderes wird beim FCA vorgelebt. Ich identifiziere mich mit der Vereinspolitik, dass das gemacht wird, was wirtschaftlich vernünftig ist. Walther Seinsch sagte zudem auch, dass der FCA ein reicher Verein ist, weil er keine Schulden hat.

SPOX: Vor zehn Jahren spielte der FCA noch in der Bayernliga gegen Mannschaften wie Plattling oder Forchheim - nur 1899 Hoffenheim hat in den letzten Jahren eine ähnlich rasante Entwicklung durchgemacht. Ist mit dem Aufstieg das Endziel schon erreicht worden oder gibt es einen Fünfjahresplan?

Luhukay: Alle Verantwortlichen arbeiten sehr realistisch und unser Ziel ist es, den FC Augsburg in den kommenden Jahren unter den besten 20 Mannschaften Deutschlands zu etablieren.

SPOX: Dementsprechend lautet das Ziel in dieser Saison Klassenerhalt. Inwieweit hat die Verletztenmisere nicht nur Einfluss auf die Punktausbeute bisher, sondern wird auch noch ein Problem werden, sobald die gesundeten Spieler in die Mannschaft integriert werden müssen?

Luhukay: Es bringt uns nicht weiter, wenn wir die Punkteausbeute auf das Verletzungspech reduzieren. Wir müssen die Situation so nehmen wie sie ist und das Beste daraus machen. Ich bin froh, wenn die verletzten Spieler wieder zurückkehren und eine weitere Alternative für mich sind.

SPOX: Einige Spieler, die im letzten Jahr Leistungsträger waren, haben jetzt Probleme. Wie erklären Sie sich die großen Leistungsunterschiede?

Luhukay: Das ist eine schwere Frage. Individuelle Fehler, wie Sie uns zu Saisonbeginn unterlaufen sind, sind manchmal nicht zu erklären. Aber wir wissen, dass wir als Kollektiv und geschlossene Mannschaft unser Saisonziel, den Klassenerhalt, erreichen können.

SPOX: Sie mussten bis zum vergangenen Spieltag auf den ersten Sieg warten. Dennoch gab's vom Verein eine Jobgarantie, egal wie es läuft in dieser Saison. Das klingt fast ein wenig romantisch. Ist Ihr Arbeitsplatz tatsächlich sicher und unabhängig vom Saisonverlauf?

Luhukay: Darüber mache ich mir keine Gedanken. Ich habe diese Aussagen als großen Vertrauensbeweis gesehen, dass meine Arbeit im Verein geschätzt wird. Der SC Freiburg hat dies beispielsweise ja auch schon erfolgreich praktiziert.

SPOX: Inwiefern hat sich das Trainerdasein aus Ihrer Sicht in den letzten Jahren - auch angesichts der Trainerrochaden innerhalb der Bundesliga - verändert?

Luhukay: Der Trainer war immer schon das schwächste Glied in der Kette und wird als Erster entlassen, wenn es sportlich nicht nach den Vorstellungen läuft

SPOX: Welche Nachteile hat das für einen Trainer in der täglichen Arbeit, worauf muss er den Fokus legen, was fällt weg, obwohl es wichtig wäre?

Luhukay: Warum sollte das ein Nachteil in der täglichen Arbeit sein? Wenn man sich für einen Trainerjob bei einem Verein entscheidet, kennt man die Rahmenbedingungen und versucht, das Beste daraus zu machen.

Der 10. Bundesliga-Spieltag

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