Uli Hoeneß und Ivica Olic sorgen für Aufruhr

FC Bayern: Dem Ausbruch folgt der Schock

Von Von der Säbener Straße berichtet Fatih Demireli
Montag, 01.11.2010 | 13:16 Uhr
Louis van Gaal konnte Ivica Olic in dieser Saison in sechs Bundesliga-Spiele einsetzen
© Getty
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Nach dem Sieg gegen Freiburg schien beim FC Bayern Normalität einzukehren. Doch damit ist Schluss: Erst polterte Präsident Uli Hoeneß live im Fernsehen gegen Trainer Louis van Gaal. Einen Tag später sorgt die Verletzung von Ivica Olic für einen Schock und eine Pressemitteilung, wonach Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge in einem Krisengipfel zwischen Trainer und Präsident vermitteln soll, für weiteren Gesprächsstoff. Das Champions-League-Spiel beim CFR Cluj am Mittwoch gerät zur Nebensache.

Die Schocknachricht kam mit Ankündigung: "Wir haben eine schwere Verletzung in der Mannschaft, wir werden in Kürze dazu Stellung beziehen", sagte Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick, während Andreas Ottl gerade die Fragen der Pressevertreter beantwortete.

Wenig später gab es die Auflösung: Ivica Olic fällt mindestens sechs Monate aus. Der Kroate erlitt einen Knorpel- und Außenmeniskusschaden und wird noch am Montag in die USA zu Dr. Richard Steadman nach Vail fliegen, um sich dort operieren zu lassen.

Schon diverse Bayern-Profis wie Sebastian Deisler oder Hasan Salihamidzic suchten den angesehenen Knie-Spezialisten in Colorado auf.

Olic: "Ich bin enttäuscht"

Dass Olic mit Operation, Reha und Trainingsaufnahme für den Rest der kompletten Saison ausfällt, ist wohl keine gewagte Prognose. "Ich bin natürlich enttäuscht. Weil ich keine WM spielen musste, hatte ich gehofft, dass ich da würde weitermachen können, wo ich im ersten Jahr hier aufgehört habe. Ich hatte mir viel vorgenommen", ließ Olic über Hörwick mitteilen.

Die Schocknachricht über die Verletzung passt zur derzeitigen Stimmungslage beim FC Bayern. Denn Stunden zuvor sorgte schon Uli Hoeneß mit seinem Ausbruch beim Pay-TV-Sender "Sky" für großes Aufsehen. Der Bayern-Präsident übte ungeschminkte Kritik an Trainer Louis van Gaal und sprach ihm hauptsächlich die Kommunikationsfähigkeit ab.

"Van Gaal akzeptiert keine anderen Meinungen"

"Es ist sehr schwierig, mit ihm zu reden. Es ist schwierig, weil er eine ganz strikte Meinung hat, die kaum Spielraum lässt. Ich habe mit vielen großen Trainern gearbeitet und jeder war zugänglich für Vorschläge. Aber van Gaal akzeptiert nicht die Meinungen von anderen", so Hoeneß.

Der vulkanartige Ausbruch war heftig und überraschend zugleich, denn der FC Bayern hatte nach einem sehr schlechten Saisonstart erst wieder die Kurve bekommen. Das 4:2 gegen den SC Freiburg war nicht glänzend, aber dennoch der klare Hinweis auf die Trendwende. Dass Hoeneß jetzt die Attacke gegen Trainer van Gaal reitet, dürfte kaum ohne Folgen bleiben.

Rummenigge als Vermittler bei Krisengipfel

In einer ersten Reaktion gab der Klub am Montagnachmittag eine Pressemitteilung heraus, wonach Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG als Vermittler zwischen Präsident und Trainer auf den Plan getreten ist.

Rummenigge führte bereits erste Gespräche mit beiden. "Zeitnah" soll ein Krisengipfel folgen, zu dem auch Sportdirektor Christian Nerlinger geladen wird, "um über die derzeitigen Unstimmigkeiten zu sprechen und sie aus der Welt zu schaffen".

Spieler geben sich einen Maulkorb

Die Spieler des FC Bayern verweigern jegliche Stellungnahme zu dem Thema. Beim Pressegespräch am Montag berichteten sowohl Andreas Ottl als auch Mario Gomez, nichts vom Auftritt ihres Präsidenten mitbekommen zu haben. Sie wurden angeblich erst am Montag bei der Ankunft am Trainingsgelände an der Säbener Straße informiert.

"Als Spieler habe ich mich da nicht zu äußern oder mich zu beteiligen. Das ist eine Sache zwischen Präsidium und Trainer", so Ottl. Bevor der zuletzt wieder häufig eingesetzte Mittelfeldspieler weiter mauern konnte, fiel ihm Bayerns Pressesprecher Max Breitner ins Wort und unterband weitere Fragen zu dem Thema.

Gomez und die SMSen aus Stuttgart

Auch bei Gomez verhielt es sich ähnlich. Er sei bei der Familie in Stuttgart gewesen und spät zurück nach München gefahren: "Ich kann und will dazu nichts sagen." Über das DFB-Pokal-Los gegen seinen Ex-Klub VfB Stuttgart war der Bayern-Stürmer aber dann doch informiert worden. "Mit einigen SMSen aus Stuttgart", so Gomez.

Beide Spieler gaben aber dann doch indirekte Rückendeckung für ihren Trainer ab. Hoeneß warf van Gaal vor, diverse Spieler ungerecht behandelt zu haben. Ottl, eigentlich Dauerreservist, sieht es in seinem Fall allerdings nicht so. "Der Umgang ist ganz normal. Ich brauche keine Sonderbehandlung." Ungerecht behandelt fühle er sich nicht.

Auch Gomez fühlt sich bei van Gaal gut aufgehoben. Dass er vor der Saison eine Absage für seine Pläne bekam, sich ausleihen zu lassen, freut den Bayern-Stürmer. "Gut, dass das nicht zustande gekommen ist." Gomez hat sich nach der Verletzung von Miroslav Klose in die Startelf gespielt und trifft seitdem regelmäßig.

Bayern kann Achtelfinale perfekt machen

Auch beim Champions-League-Gastspiel gegen CFR Cluj wird Gomez wieder von Anfang an stürmen. Die Begegnung in Rumänien gerät aufgrund der Themen Hoeneß und Olic jedoch zur Nebensache.

Dabei können die Bayern mit einem Sieg, im Idealfall sogar mit einem Remis, den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale perfekt machen.

"Vier Siege zum Auftakt in der Champions League sind dem FC Bayern noch nie gelungen", erklärte Ottl, der auf ein Unentschieden nicht spekulieren will: "Wir können diese Mannschaft auch auswärts schlagen."

Ob ein Sieg beim Underdog der Gruppe die Wogen beim FC Bayern glätten wird, darf aber stark bezweifelt werden.

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