Lolita-Huren: Don't hassel the Hoff!

Von Stefan Moser
Montag, 26.04.2010 | 15:26 Uhr
Kevin Kuranyi spielt seit 2005 beim FC Schalke 04
© Getty
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Schalke kann jetzt Bayern-Dusel - oder war's eher Hertha-Dusseligkeit? Man weiß es nicht, und es spielt auch keine Rolle. Wichtig ist nur ein Lutscher für Claudio Pizarro, eine Körperöffnung von Joachim Löw, eine Tragik-Komödie mit David Hasselhoff und das Trikot von Peer Kluge. Die Alternative Liste vom 32. Spieltag.

1. Saubere Arbeit: Werder gegen Köln, es steht 0:0, es läuft die 90 Minute: Ein letztes verzweifeltes Mal köpft Bremens Per Mertesacker Richtung Tor - als Kölns Pedro Geromel den Ball vor der Linie mit der Hand abwehrt. Es gibt Rot und Elfmeter, das Spiel geht für den Effzeh verloren, und nach Studium etlicher Zeitlupen müssen wir sagen: Saubere Arbeit, Geromel! Denn so wie es aussieht, wäre der Ball wohl gar nicht rein gegangen...

2. Don't hassle the Hoff: Darf man jetzt schon Abgesänge auf die Hertha dichten? Wahrscheinlich schon. Also los: Ganz ehrlich, Berlin, wir sind bekümmert und betroffen, immerhin warst Du hier ein gern gesehener Gast. Dein Abstieg macht uns traurig, aber trotzdem gibt uns ein Gedanke wieder Mut: Hertha und die zweite Liga - vielleicht wächst da ja nun zusammen, was im Grunde immer schon zusammengehörte. Es klingt zwar fast wie eine bösartige Satire, aber auf irgendeine tragisch-komische Art passt es einfach. So wie David Hasselhoff im Musikantenstadl...

3. Apropos Berlin: Da hatte die Hertha mit einer Niederlage im Olympia-Stadion also gerade den Abstieg eingetütet, als das Berliner Präsidiums-Mitglied Thorsten Manske in der Mixed Zone noch die Dreistigkeit besaß, den Schalker Peer Kluge um sein Trikot anzubetteln. Angeblich "für einen Bekannten". Er bekam es, und völlig zu Recht machte die "Bild" daraus sofort einen Skandal. Denn mal ehrlich: Das falsche Signal und der ungünstige Zeitpunkt mal Außen vor; auch die Erzfeindschaft zwischen Schalke und Berlin - geschenkt. Aber in drei Teufels Namen, Manske! Wer zur Hölle will denn ein Trikot von Peer Kluge? Was kennen Sie bloß für Leute...

4. Und apropos "Bild": Hundert Mal hat sich der Schalker Stürmer in den letzten Wochen, persönlich oder über Mittelsmänner, beim Bundestrainer entschuldigt und empfohlen. Ist deshalb, liebe "Bild", die Schlagzeile "Kuranyi im Löw-Loch" nicht doch ein wenig unglücklich formuliert?

5. Zerstörte Illusion: Haben Sie sich auch schon mal gefragt, was die Trainer da so fachsimpeln, wenn sie kurz vor Anpfiff zum Smalltalk für die Kameras posieren. Welches geheime Insiderwissen wechselt da wohl den Besitzer, wenn zwei ausgebildete Strategen händeschüttelnd an der Seitenlinie die Köpfe zusammenstecken: Ein 16-jähriger Spielmacher aus der kirgisischen Liga? Ein System mit vier Stürmern? Oder eine völlig neue Möglichkeit, Luca Toni endlich das Abseits begreiflich zu machen? Jetzt ist es raus! Freundlichweise haben die Sky-Mikrofone am Samstag nämlich die Begrüßungszeremonie zwischen Friedhelm Funkel und Felix Magath in Berlin aufgenommen. Und das ging so: "Jaha, Feeeeeeelix! Ähem...herzlich willkommen in...äh...Berliiiiiin, Felix, hä!" Und da nickte der Felix ganz hektisch: "Hm, jö, äh, danke, höhö, danke, danke, hm, mhm, äh." Irgendwie auch ernüchternd...

6. Auf der Reeperbahn nachts um halb eins: Kleiner Tipp aus dem Milieu. Es gibt jetzt einen neuen Begleitservice. Angebot: Volle 90 Minuten, und alle garantiert über 18. Einziger Haken: Ohne jeglichen Körperkontakt. Ecrivez à: Hamburg@Hoffenheim.

7. Spontane Eingebung: Über Killer-Kalle Rummenigge kann man denken, was man will, nur eins nicht: Dass er nämlich witzig sei. Er selber denkt es trotzdem - und nervt die Liga deshalb in unregelmäßigen Abständen mit seinen originellen, frechen und extrem spontanen Kreativausbrüchen. Kostprobe vom Wochenende: "Die haben ja gar keinen Rathaus-Balkon in Gelsenkirchen und müssten erst mal einen bauen. Bei der heutigen Finanzlage der Kommunen - das wollen wir ihnen dann doch lieber ersparen." Wow! Das knallt!

8. Restrisiko: Etwas lässiger im Schritt kam da Mats Hummels um die Ecke, als er nach dem Sieg gegen Nürnberg erklärte, dass das internationale Geschäft für den BVB ja nun geritzt sein sollte: "Wenn wir uns das noch nehmen lassen, dann gehört uns eins in die Fresse!" So nämlich, Rummenigge, und verzeihen Sie das Wortspiel, so riskiert man wirklich eine dicke Lippe.

9. Apropos Wortspiele: Was versprach Torsten Frings seinem Teamkollegen Claudio Pizarro, wenn der den Torrekord als bester Ausländer der Bundesliga endlich knacken sollte? A) Einen Lutscher, B) Eins in die Fresse? C) Eine Lolita-Hure? Die richtige Antwort ist weder A) noch B) noch C), sondern: eine Pizza. Ehrlich wahr!

10. Apropos Lolita-Hure: Eine soziologische Polemik aus dem guten, alten Klassenkampf lautet: Moral ist was für den Pöbel, die Aristokratie hat andere Probleme. Alles halb so wild, sagt also Kaiser Franz im Sonntagnachmittags-TV bei "RTL" zu den "privaten Problemen" von König Franck: "Ja gut, äh, eine schwierige Zeit, in der er da jetzt steckt. Aber er wird's überleben, so etwas haben wir doch alle schon einmal erlebt." Beckenbauer ist vermutlich der einzige lebende Mensch, bei dem selbst Chauvinismus noch sympathisch klingen kann - aber einen "Lolita-Huren-Skandal"? Haben wir alle schon erlebt? Wir bitten um Handzeichen!

11. Zum Abschluss: Lieber Heiko Herrlich! Wir sind zwar nicht Ihre Kinder, aber ein wenig stolz sind wir trotzdem auf Sie. Sich in Ihrer Situation mit der "Bild" anzulegen, hat wirklich Schneid. Für alle, die aus privaten oder beruflichen Gründen nicht an dieser legendären Pressekonferenz teilnehmen konnten, hier der Link.

Der 32. Spieltag im Überblick

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