Schafft Breno in Nürnberg den Durchbruch?

"Dann zeig uns, was du wirklich kannst!"

Von Daniel Börlein
Freitag, 12.02.2010 | 13:31 Uhr
Breno stand in allen vier Rückrundenspielen über 90 Minuten auf dem Platz
© Imago
Advertisement
Bundesliga
FrJetzt
Bayern-Wolfsburg: Die Highlights vom Freitag
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
CSL
Tianjin Teda -
Tianjin Quanjian
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby County -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Primeira Liga
Benfica -
Pacos Ferreira
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avai
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheffield Wed -
Sheffield Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
St. Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Brügge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk Split -
Lokomotiva Zagreb
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine

Bei den Bayern war Breno meist Bankdrücker. Nun soll der Brasilianer in Nürnberg beweisen, was er wirklich drauf hat. Uli Hoeneß schwärmt nach seinen ersten Auftritten im Club-Trikot bereits - der FCN hofft dennoch, ihn halten zu können. Aus gutem Grund.

Fast zwei Jahre dauerte es, bis Breno beim FC Bayern einen bemerkenswerten Sprung hinlegte. Seit seiner Verpflichtung im Januar 2008 wurde der Brasilianer beim Rekordmeister stets mit einem Körpergewicht von 83 Kilogramm geführt. Ende 2009 gaben die Münchner plötzlich an: Breno wiegt 90 Kilo.

Satte 14 Pfund hätte der 20-Jährige demnach in den vergangenen zwei Jahren zugelegt. Ein erstaunlicher Sprung für einen Profi-Fußballer  - allerdings: Brenos einziger beim FC Bayern.

Elber: "Eine absolute Granate"

Für zwölf Millionen Euro hatten die Münchner den Innenverteidiger vom FC Sao Paulo im Winter 2008 verpflichtet und sich damit, so die damals einhellige Meinung zahlreicher Experten, eines der größten Abwehr-Talente Südamerikas gesichert.

Bayerns Brasilien-Scout Giovane Elber kündigte Breno als "absolute Granate" an, FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge sprach von einer lohnenden "Investition für die Zukunft" und der damalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld war sich sicher, dass er "eines Tages ein echter Leistungsträger beim FC Bayern sein wird. Wenn man Geduld mit ihm hat."

Badstuber statt Breno

Zwei Jahre lang hatten Sie beim FC Bayern Geduld. Zum echten Leistungsträger schaffte es Breno dennoch nicht. Im Gegenteil. Auf gerade mal zwölf Pflichtspiele brachte es der Abwehrhüne in seinen ersten anderthalb Jahren, unter Louis van Gaal kamen lediglich drei weitere hinzu. Trotz des Wechsels von Lucio zu Inter Mailand. Der neue Bayern-Coach setzte stattdessen auf Youngster Holger Badstuber.

Öffentlich beklagen mochte sich Breno dennoch nie. Außer einem: "Ich will spielen und zeigen, was ich kann", war nichts von ihm zu hören. Nun lässt ihn der FC Bayern spielen. In der Winterpause lieh der Rekordmeister Breno bis zum Saisonende an den 1. FC Nürnberg aus, nach dem Motto: "Dann zeig uns, was du wirklich kannst!"

Guter Einstand beim Club

Beim Club hat er sich schnell etabliert. In allen vier Spielen der Rückrunde stand Breno über 90 Minuten auf dem Platz, erhielt dafür vom "Kicker" die Durchschnittsnote 2,88 und wurde einmal in die SPOX-Top-Elf des Spieltags berufen.

In Nürnberg sind sie froh, dass sie Breno bekommen haben. "Wir waren uns sicher, dass er uns helfen kann", sagt Manager Martin Bader im Gespräch mit SPOX. "Das hat er nun in den ersten Spielen auch unter Beweis gestellt."

Die einstige Wackelabwehr der Franken scheint Geschichte. In den letzten vier Partien der Hinrunde kassierte der Club zwölf Gegentore, im neuen Jahr sind es in den vier Begegnungen erst fünf. Auch dank Breno.

Der Brasilianer gewann bislang hervorragende 71 Prozent seiner Zweikämpfe, leistet sich im Spielaufbau kaum Fehler und stärkt damit auch seine Innenverteidigerkollegen Andreas Wolf und Dominic Maroh, die im Vergleich zur Hinrunde an Brenos Seite wieder einen Aufwärtstrend erkennen lassen.

Hoeneß: Beim Club schon Extraklasse

Dass es für ihn von Beginn an so gut läuft, "konnte ich nicht erwarten", sagt er. Bayern-Präsident Uli Hoeneß schwärmt sogar, dass Breno im Club-Trikot bereits bewiesen habe, "dass er ein Spieler der Extraklasse ist".

Ein klein wenig Wunschdenken schwingt in Hoeneß' Worten sicher mit. Denn überragend waren Brenos Vorstellungen bislang nicht. Beim Gegentor auf Schalke sah er zumindest unglücklich aus, in Hannover wurde er vor dem zwischenzeitlichen Ausgleich überlaufen. Und immer wieder lässt sich Breno - ein wenig naiv - von seinen Gegenspielern aus dem Abwehrzentrum ziehen.

Club hofft auf weitere Ausleihe

Beim Club hat man allerdings erkannt, dass Breno der Mannschaft mehr Qualität verleiht und hofft deshalb, den Brasilianer bei Klassenerhalt übers Saisonende hinaus in Nürnberg halten zu können.

"Gespräche mit Bayern hat es noch nicht gegeben. Es sind ja erst ein paar Spieltage absolviert", sagt Bader. Aber: "Natürlich hoffen wir, dass sich die Spieler, die uns weiterhelfen, vorstellen können, auch nach Ende des Leihgeschäfts zu bleiben. Leverkusen hofft ja bei Toni Kroos auch."

Und: "Wenn sich Breno bei uns weiterhin so wohl fühlt, sich die Situation in München mit van Buyten, Demichelis und Badstuber nicht großartig verändert, ist es denkbar, ihn noch ein Jahr auszuleihen."

Pinola als Bezugsperson

Bislang passt es zwischen Nürnberg und Breno richtig gut. Er sei sofort "Feuer und Flamme für den Club" gewesen, sagt Trainer Dieter Hecking. "Auch wenn er nur ein paar Monate hier ist, war es ihm wichtig, sich in Nürnberg mit seiner kleinen Familie eine Wohnung zu suchen", so Bader. "Dieses Gerede von Söldnermentalität, weil er ausgeliehen ist, ist völliger Quatsch."

Mit Javier Pinola hat Breno innerhalb der Mannschaft schnell eine feste Bezugsperson gefunden. Der 26-Jährige kümmert sich auch abseits des Platzes um seinen jungen Kollegen. Pinola ist Argentinier und als Südamerikaner einer, der nachvollziehen kann, wie Breno fühlt und denkt.

Bei den Bayern war nach den Wechseln von Lucio, Ze Roberto und Jose Ernesto Sosa Martin Demichelis Brenos engster Vertrauter. Doch mit der Zukunft des Argentiniers beim FC Bayern ist auch Brenos weiterer Karriereverlauf eng verbunden.

Erfüllt Demichelis seinen bis 2012 laufenden Vertrag beim Rekordmeister, ist bei den Bayern auch in der kommenden Saison kein Platz für Breno. Es sei denn, er macht in Nürnberg noch einen bemerkenswerten Sprung. Einen sportlichen wohlgemerkt.

Das ist Breno Vinicius Rodrigues Borges

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung