Bayer Leverkusen in der Taktikanalyse

Darum ist Leverkusen Erster

Von Daniel Börlein
Donnerstag, 17.12.2009 | 10:07 Uhr
Die Protagonisten einer starken Bayer-Saison: Sami Hyypiä, Stefan Kießling und Jupp Heynckes (v. l.)
© Getty
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Durch die beiden Unentschieden in Hannover und Berlin ist Bayer Leverkusen zuletzt etwas außer Tritt geraten, was allerdings nicht darüber hinweg täuscht, dass das Team von Trainer Jupp Heynckes bislang eine richtig starke Saison gespielt. Nicht umsonst ist Bayer noch das einzig ungeschlagene Team der Liga.

SPOX erklärt, warum Bayer die beste Abwehr der Liga hat, wie die Heynckes-Elf gegen den Ball arbeitet, wie das Offensivspiel funktioniert und was Leverkusen anders macht als andere Teams.

Mannschaftstaktisches Verhalten

Zu Saisonbeginn agierte Bayer im Mittelfeld mit einer Raute, schnell stellte Jupp Heynckes allerdings auf die Doppelsechs um, heißt: Zwei defensive Mittelfeldspieler werden von zwei etwas offensiveren Außen flankiert.

Bei Ballbesitz des Gegners lassen sich diese beiden Akteure allerdings auf eine Linie mit den beiden Sechsern zurückfallen, so dass neben der Abwehrreihe eine zweite Viererkette entsteht - die bisweilen sogar noch von einem der beiden Stürmer unterstützt wird (Bild 1).

Im Spiel ohne Ball gibt es eine klare Maxime: Es wird extrem ballorientiert verteidigt und weniger in Räumen oder Zonen. Darin unterscheidet sich die Bayer-Taktik beispielsweise signifikant vom Auftreten des FC Bayern, der - typisch niederländisch - versucht, möglichst alle Bereiche des Platzes zu jeder Zeit zu kontrollieren.

Bayer hingegen orientiert sich dorthin, wo der Ball ist - und zwar mit der ganzen Mannschaft. Kommt der Gegner beispielsweise über den linken Flügel, verschiebt das komplette Team in diese Richtung (Bild 2 bis 5).

Die ballferne Seite wird mehr oder weniger komplett vernachlässigt, weil dort für den Moment keine unmittelbare Gefahr fürs eigene Tor besteht und die Wahrscheinlichkeit des Ballgewinns erhöht wird, je mehr eigene Akteure das Offensivspiel des Gegners stören.

Die Abstände zwischen den einzelnen Spielern bleiben während des Verschiebens gleich. Erst wenn Zugriff auf den ballführenden Spieler besteht, er also attackiert werden kann, ändern sich diese Abstände.

Ständigen Zugriff durch Raumverknappung

Das Netzwerk zieht sich dann zusammen, wird noch engmaschiger, teilweise jagen zwei, drei eigene Spieler den Gegner, der den Ball führt. Gleichzeitig rutscht die Viererkette im Block nach vorne Richtung Mittelfeld.

Durch diese Raumverknappung in Ballnähe und den ständigen Zugriff auf den ballführenden Mann hat dieser kaum Zeit und Raum für eine entscheidende Aktion, schon gar nicht für den finalen Pass in die Tiefe (Bild 8 bis 10).

Die Folge: Der direkte Ballverlust oder ein riskantes Abspiel, das nicht selten im schnellen Ballgewinn für Bayer endet - weit weg vom Leverkusener Tor.

Teil 2: Das Verhalten der Viererkette

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