Ganz im Ernst: Chapeau, Kev!!

Von Oliver Kucharski
Montag, 07.12.2009 | 12:57 Uhr
Oft veralbert, nie erreicht: Kevin Kuranyi
© Imago
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Venlo

Eine Liebeserklärung an Kevin Kuranyi und eine Rüge für Maik Franz - die Alternative Liste des 15. Spieltages steht so richtig Kopf. Obendrein widerspricht sie sich mehrfach selbst und zwei bis drei Punkte meint sie sogar völlig ernst. Das muss nächste Woche aber dringend wieder besser werden!

1.) Heuchelei: Um hier gleich mal klar Schiff zu haben: Chapeau, Markus Babbel. Da kommt der geschasste Trainer also zu seiner eigenen Rauswurf-PK, zeigt sich da komplett entspannt, räumt eigene Fehler ein, wünscht allen Beteiligten viel Erfolg - und geigt den Idioten mit ihrer elenden Heuchelei auch gleich noch akkurat die Meinung. In einem Wort: stark. Superspitzenklassenstark. Wann hat sich schon mal einer mit so viel Klasse feuern lassen? [Anmerkung: Toller Service für Sie, werte Leser: Entscheiden Sie nach eigenem Gusto doch einfach selbst, ob Sie diese Zeilen ironisch verstehen wollen oder nicht. Wir halten uns da gern auch mal ganz dezent zurück.]


2.) Vorbild Hertha: Markus Babbel ist jetzt also raus. Und die tollen Stuttgarter Fans können aufatmen. Weil die Probleme jetzt gelöst sind. Alle. Auf einen Schlag. Jetzt: wird alles gut. Hleb wird doch noch tricksen, Pogrebdingsda endlich knipsen - selbst Lehmann wird ein besserer Mensch. Wird so kommen. Unbedingt. Wegen des Trainerwechsels. Weil der Kräfte freisetzt. Ist schon hundertfach bewiesen. Zuletzt ja in Berlin. Da hatte Favre in sieben Spielen indiskutable drei Punkte geholt. Doch dann kam Funkel. Und alles ward gut.

3.) Öde, grau und Mist: Einen anderen Weg aus der Krise haben die Bayern gewählt. Sie gewinnen jetzt einfach. Das ist noch einfacher als eine Trainer-Entlassung und kostet nicht mal eine Abfindung, ist unter dem Strich also die klar bessere Variante. Wie einst Helmut Kohl hatten sich die Bayern draufgesetzt auf ihre Probleme und stur gewartet bis es besser wird. Und siehe, es ward besser. Siegesserie! Gladbach abgefiedelt! Gomez in Top-Form! Aufholjagd! Platz 4! Wahnsinn! Nur Matthias Sammer hatte wieder was zu nörgeln. Dieser lustige Golfjubel nach dem 1:0, der wäre also Mist gewesen, so was würde man nicht machen, so was würde sich nicht gehören, das ginge ja nicht, schon gar nicht nach einem 1:0, mitten im Spiel, wo kämen wir denn da hin usw. usf. - und Deutschland darf sich wirklich nicht wundern, dass hier immer alles so öde und grau und voller Arbeitssiege ist, denn sobald mal wer auch nur so bisschen außer der Reihe tanzt, kommt immer gleich einer daher und mosert mies drauf los. Das ist Mist, Herr Sammer!

4.) Och nö: Ebenso wie diese Sache zwischen "The Artist formerly known as dieses Arschloch" und Aristide Bance. Normal finden wir das ja immer sehr super, wenn's bisschen nickelig wird, mit Wortgefecht und Fernfahrergruß und so, und so wie  T.A.f.k.a.d.A. spielt, so versuchen wir ja gern auch immer, diese Liste hier zu schreiben, aber wenn's dann hinterher solche Vorwürfe wie die von Aristide Bance gibt, dann ist das echt ein großer Scheiß. Denn entweder sagt Bance die Wahrheit, und dann wollen wir von T.A.f.k.a.d.A. wirklich nie mehr was hören, oder Bance lügt, und das wär' dann eben auch ein echter Mist. Wie man's auch dreht: alles scheiße!

5.) Mistkerl: Genau so wie die Sache mit Daniel Caligiuri. Der stellt sich also einfach selbst ein Bein und bekommt dafür Elfmeter. Der eigentliche Skandal dabei: Marcel Schäfer. Denn der stand zufällig in der Nähe, als Caligiuri bei sich selbst einfädelte, so dass Schiri Winkmann sogleich dachte: "Der Mistkerl war's!" - und den armen Schäfer des rüden Fouls bezichtigte. Und was machte Schäfer? Nichts! Kein Mosern, keine Beleidigungen, kein Fernfahrergruß. Einfach: nichts! Das kann's doch echt nicht sein, Herr Sammer!!

6.) Verlinken, Baby: Und dann hat Diego Klimowicz also die vierte Rote Karte seiner Karriere gesehen. Zum vierten Mal von Lutz Wagner. Das muss was Persönliches sein. Geht gar nicht anders. Doch bevor wir uns jetzt hier an einer Pointe abmühen: Hat Voegi in den Liga-Lehren alles schon erledigt. Warum sich also noch die Mühe machen. Verlinken ist Trumpf. Gerade im Internet!

7.) Billiger Lacher: Aber mal ein kurzer, billiger und komplett selbst herausgearbeiteter Lacher für zwischendurch. Mike Hanke will zur WM. Für Deutschland. Im Fußball. Als Stürmer. Mike Hanke. Hat er echt gesagt. Lustig, oder?

8.) Apropos Stürmer: Kevin Kuranyi hat die Hundert vollgemacht. Stilecht mit einem abseitsverdächtigen Kopfball aus dreißig Zentimetern. Aber wen interessiert schon das Wie, drin ist drin, Zack, Bumm, Peng, und das nun schon zum hundertsten Mal. Die SPOX-Redaktion gratuliert aufs Herzlichste und ruft geschlossen: Chapeau, Kevin Kuranyi! Und falls jetzt wer eine Pointe sucht: Es ist keine drin.

9.) Jubel-Plus: Neben seiner Treffsicherheit verfügt Kevin Kuranyi übrigens noch über ein weiteres Plus: Kevin Kuranyi jubelt stets ganz stinknormal und unaffektiert: Er reißt einfach die Arme hoch, freut sich und rennt dann irgendwo hin. Fertig. Keine extravaganten und bedeutungsschwangeren Jubel-Choreos, wegen denen man dann extra auf bild.de gehen muss, um zu schauen, was die nun wieder bedeuten. So wie bei Mats Hummels. Der formte sich mit den Händen also irgendwelche Verrenkungen zusammen, bei denen es Leute wie Caligiuri ganz sicher der Länge nach hingeschlagen hätte, und irgendwie sollte das wohl ein S werden, vielleicht auch ein Doppel-C, vielleicht aber auch was anderes, wer weiß das schon, und es ist ja auch völlig egal, aber falls Ihr das wisst, dann könnt Ihr das ja unten posten, dann müssen wir nicht extra bei der Bild nachschauen.

10.) Jedenfalls: Und dann fand Töppi noch, dass es eine gute Idee wäre, den Attila dabei zu haben, den liebenswerten Flattermann der Eintracht. Und dann standen die da also in den Katakomben, der Töppi, der Skibbi, der Attila und der Falkner, und als Töppi dann loslegen wollte, legte auch Attila los und flatterte rum und plusterte sich auf, und Skibbi bekam es sichtlich mit der Angst zu tun und rückte immer mehr weg von Attila und hin zu Töppi, und da zeigte sich wieder mal, dass die beste Comedy eben doch die gebührenfinanzierte made by Töppi ist. Toll!

11.) Seeehr bemühter Köln-Diss: Comedy ist auch das, was die Kölner ihrem Publikum anbieten. Nach dem 0:4 gegen Hoffenheim nun ein 0:7 gegen Werder. Und so langsam kann das echt nicht mehr so weiter gehen in Köln. Da muss dringend was passieren. Unser Rat: Soldo raus!!! [Anmerkung: Aufgrund einer langen, beschwerlichen Zugfahrt hat der Autor das Spiel gar nicht gesehen. Und zum Nachlesen des wirklichen Ergebnisses fehlte schlicht die rechte Lust. Aber das wird schon so gelaufen sein, dieses Spiel, gegen Werder. Geht ja gar nicht anders. Ist ja Köln.]

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