Funkel: "Ich dulde keine Star-Allüren"

SID
Sonntag, 11.10.2009 | 11:44 Uhr
Neu-Trainer Friedhelm Funkel will versuchen, Hertha BSC aus der Krise zu führen
© sid

Friedhelm Funkel ist von der Qualität des Hertha-Kaders überzeugt und glaubt an den Klassenerhalt der Berliner. Dafür allerdings will er eine konsequente Linie fahren - und keine Star-Allüren dulden.

Trainer Friedhelm Funkel ist trotz der schwierigen Situation bei Hertha BSC vom Klassenerhalt überzeugt. "Ich will noch lange bei Hertha bleiben. Dafür müssen wir den Klassenerhalt schaffen. Und das packen wir. Weil wir eine Mannschaft mit Qualität haben", sagte Funkel im Interview mit der "Bild am Sonntag".

Für den 55-Jährigen, der in Berlin vor einer Woche die Nachfolge des entlassenen Lucien Favre angetreten hat, ist die Hertha "vom Namen her" sein bisher größter Klub: "Dazu ist Hertha meine größte Herausforderung. Zur Winterpause wünsche ich mir, auf Platz 13 zu stehen", erklärte Funkel.

Funkel duldet keine Star-Allüren

Dafür setzt der Coach auf eine konsequente Linie: "Star-Allüren oder den großen Zampano dulde ich nicht. Das teile ich der Mannschaft auch mit. Bei mir muss jeder immer zeigen, dass er spielen will."

Nach seinen ersten Eindrücken aber ist er durchaus zufrieden: "Alle ziehen bisher toll mit. Trotz harter Arbeit ist die Stimmung gut. Die Mischung stimmt, die nötige Lockerheit darf nicht fehlen."

Zuletzt hatte der Tabellenletzte allerdings sieben Bundesliga-Niederlagen in Folge kassiert. Deshalb erwartet Funkel viel Arbeit: "Wir brauchen Geduld. Es kann Wochen dauern, bis wir in der Tabelle nach oben klettern", sagte Funkel im Interview mit der "Berliner Morgenpost".

Keine Angst vor der Doppel-Belastung

Die Doppelbelastung mit der Europa League sieht der gebürtige Neusser, der als Trainer und Spieler bereits über 1000 Einsätze in der Bundesliga und 2. Liga auf dem Buckel hat, nicht negativ.

"Sie ist eine schöne Last. Ich bin viel zu ehrgeizig, um den Wettbewerb nicht ernst zu nehmen. Wir verschenken nichts", meinte Funkel, der bei der Hertha einen Ein-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte, der sich im Falle des Klassenerhaltes um ein weiteres Jahr verlängert.

Haste Hertha an der Hacke...

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