Beim Club rumort es

Von Daniel Börlein
Donnerstag, 08.10.2009 | 10:46 Uhr
Stellvertretend für den Club: Marek Mintal steckt in einer Krise
© Getty
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Der 1. FC Nürnberg steht nach acht Spieltagen auf einem Abstiegsplatz. Trainer Michael Oenning gerät langsam unter Zugzwang, weil der Sturm nicht trifft und zu viel rotiert wird. Präsident Franz Schäfer hat deshalb klare Forderungen an seinen Coach.

In Mainz sind sie stolz auf Thomas Tuchel. Darauf, dass der 35-Jährige den Aufsteiger schon derart erfolgreich von Spiel zu Spiel lenkt und natürlich darauf, dass der Andersen-Nachfolger stets einen taktischen Kniff parat zu haben scheint.

Stolz macht die Mainzer aber auch ein klein wenig, dass ihr Coach kurz vor dem Spiel schon mal Film-Klassiker in der Kabine zeigt, statt eine Ansprache zu halten oder sich abseits des Fußballs für Möbeldesign interessiert. Kurzum: Mainz ist stolz, dass Tuchel ein bisschen anders ist als andere Bundesliga-Trainer.

Oenning: Reif-Assistent und Schauspieler

Auch Michael Oenning ist kein typischer Bundesliga-Coach. Der 44-Jährige arbeitet nebenher als Assistent von Sky-Chefkommentator Marcel Reif, spielt in seiner Freizeit gerne Klavier und könnte nach eigener Aussage ebenso gut Theaterschauspieler sein. Kokettieren mag in Nürnberg damit derzeit aber niemand. Weil Oenning seine Mannschaft eben nicht erfolgreich durch die Saison navigiert.

Der Club ist Vorletzter, hat nach acht Spieltagen magere fünf Punkte auf seinem Konto und gerade Mal vier Tore erzielt. Zuletzt waren die Franken beim 0:4 in Leverkusen völlig überfordert.

"Ich weiß, dass es momentan klemmt und wir eigentlich nur noch nicht Letzter sind, weil Hertha BSC noch schlechter spielt als wir. Keine Frage: Die Lage ist sehr, sehr ernst", sagte Präsident Franz Schäfer der "Bild".

Schäfer: "Das muss die Wende sein"

Am kommenden Spieltag sind nun die "noch schlechteren" Berliner zu Gast in Nürnberg. "Das Spiel muss die Wende sein", sagt Schäfer, "am Ende muss gegen Hertha ein Sieg stehen."

Klingt fast wie ein Ultimatum an den Trainer, doch Schäfer betont: "Ich will keine Trainerdiskussion. Wir haben uns für Michael Oenning entschieden. Ich baue auf ihn." Auch Manager Martin Bader bekannte sich unmittelbar nach der Pleite in Leverkusen zu seinem Coach: "Es ist keine Alternative, jedes Jahr einen Trainer zu entlassen, irgendwann wäre die Haltwertszeit zu kurz."

Aussprache mit der Mannschaft

Nach außen demonstriert der Club Zusammenhalt, intern wird freilich über die Gründe des schwachen Saisonstarts diskutiert. Oenning rief die Mannschaft samt Manager Anfang der Woche zu einer Aussprache zusammen.

"Ich habe dem Team gesagt: Entweder ihr verabschiedet euch früh vom Traum Bundesliga, für den ihr alle ein Jahr lang gekämpft habt - oder ihr wehrt euch, und dann wollen wir das Gefühl haben, ihr meint es ernst", so Oenning.

Eine klare Ansage des Trainers Richtung Mannschaft. Ansonsten hält Oenning nichts "von blindem Aktionismus". Allerdings wolle er "die Dinge künftig strammer machen". Aus gutem Grund.

Vorwurf: Zu viel Rotation

Zuletzt, so heißt es, habe sich der ein oder andere Profi über mangelnde Kommunikation und zu lasches Training beschwert und die ständige Rotation in Frage gestellt. Öffentlich will sich dazu freilich kein Spieler äußern.

Doch auch Präsident Franz Schäfer sind die vielen Wechsel in der Startaufstellung ein Dorn im Auge: "22 eingesetzte Spieler in acht Partien sind einfach zu viel. Ich denke nicht, dass ein anderer Verein da mithalten kann. Das zeugt nicht von Kontinuität. Hier muss angesetzt werden. Der Trainer muss jetzt eine Mannschaft finden, der er vertrauen kann."

Nur Choupo-Moting überzeugt

Eine fehlende Stammelf ist allerdings nicht das einzige Problem, das Oenning derzeit hat. Am schwersten wiegt die Tatsache, dass der Club vorne einfach nicht trifft. Einzig HSV-Leihgabe Eric-Maxim Choupo-Moting genügt den Ansprüchen. Der Rest ist bislang eine glatte Fehlbesetzung.

Nachbessern könnten die Franken frühestens im Winter, im Sturm wie auch in allen anderen Mannschaftsteilen. Dort allerdings sehen Oenning und Bader  - durchaus nachvollziehbar - nur wenig Bedarf, schließlich will man den eingeschlagenen Weg, vermehrt auf junge Spieler zu setzen, nicht nach einer Hinserie schon wieder über den Haufen werfen.

Ohnehin stand beim Club schon vor der Saison fest, dass es in dieser Spielzeit einzig und allein um den Klassenerhalt geht. Wird der erreicht, sind sie in Nürnberg auch wieder richtig stolz auf Michael Oenning.

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