Pranjic kauft sich für Bayern frei

SID
Dienstag, 23.06.2009 | 16:20 Uhr
Danijel Pranjic spielte von 2005 bis 2009 beim SC Heerenveen
© Getty
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Danijel Pranjic hat seinen Wechsel zu Bayern München teilweise selbst finanziert. Da sich die Bayern mit dem SC Heerenveen nicht einigen konnten, zahlte Pranjic 700.000 Euro dazu.

Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat der kroatische Nationalspieler Danijel Pranjic seinen Wechsel zum deutschen Rekordmeister Bayern München ermöglicht.

Da sich die Bayern mit dem niederländischen Erstligisten SC Heerenveen nicht über die Ablösesumme einigen konnten, griff Pranjic selbst tief in die Tasche und bezahlte die Differenz von 700.000 Euro. Seit Montag ist der Transfer perfekt.

"Bayern wollte sieben Millionen Euro für mich bezahlen, Heerenveen aber 7,7 Millionen haben", verriet der 27-Jährige dem niederländischen Fachblatt "Voetbal International".

Pranjic: "Ich will endlich das Feeling in der Arena spüren"

Weiter erklärte er: "Mir wurde telefonisch mitgeteilt, dass die unterschiedlichen Preisvorstellungen zwischen den Klubs immer noch ein Problem darstellen. Deshalb habe ich beschlossen, die Differenz aus eigener Tasche zu bezahlen. Ich konnte nicht mehr warten."

Der Kroate zahlt jedoch gerne für seinen Wechsel zum FC Bayern. "Es tut mir nicht leid um das Geld. Ich will bei einem großen Klub spielen und endlich das Feeling in der Arena spüren", sagte er der Münchner "tz".

In der Folge: niedrigeres Gehalt

In den nächsten drei Jahren - so lange läuft der Vertrag des Wunschspielers von Bayern-Trainer Louis van Gaal in München - werden nach "tz"-Informationen jeweils 233.000 Euro von Pranjics Gehalt abgezwackt und an Heerenveen überwiesen.

Pranjic übt deshalb auch Kritik am SC Heerenveen: "Es ist Wahnsinn, dass Heerenveen so lange darauf bestanden hat", sagte er und ergänzte: "Noch ein Jahr in Heerenveen und ich würde verrückt werden. Es tut mir leid, dass ich nun im Schlechten aus Holland weggehe, denn die Fans haben mich geliebt. Schade, dass es so endet.

Danijel Prancic im Steckbrief

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