Bierhoff Schalkes Wunschkandidat

SID
Dienstag, 10.03.2009 | 16:01 Uhr
Oliver Bierhoff ist der Wunschkandidat der Schalker auf die Müller-Nachfolge
© Getty
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Bundesligist Schalke 04 sucht akribisch einen Nachfolger für den beurlaubten Manager Andreas Müller. Wunschkandidat ist Oliver Bierhoff, auch andere Ex-Profis sind im Gespräch.

Weltmeister Olaf Thon kommt nicht in Frage, auch der ehemalige Publikumsliebling Ebbe Sand ist kein Thema: Auf der Suche nach einem neuen Manager setzt Schalke 04 nicht auf eine interne Lösung.

Wunschkandidat als Nachfolger des am Montag beurlaubten Andreas Müller ist nach Informationen des Sport-Informations-Dienst (sid) Europameister Oliver Bierhoff. Auch der ehemalige Nationaltorwart Oliver Kahn ist im Gespräch.

Bierhoff: "Schalke ist eine reizvolle Aufgabe"

Nationalmannschaftsmanager Bierhoff, der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) noch bis 2010 unter Vertrag steht, sagte dem "sid".

"Schalke ist eine reizvolle Aufgabe. Aber derzeit stellt sich für mich diese Frage nicht, da die vielen offenen Aufgaben beim DFB und bei der Nationalmannschaft meine volle Konzentration erfordern."

Im Sommer will der 40-Jährige, der in Gelsenkirchens Nachbarstadt Essen aufgewachsen ist, mit DFB-Präsident Theo Zwanziger über seine Zukunft sprechen. Der Golden-Goal-Schütze im EM-Finale 1996 war auch schon beim Rekordmeister Bayern München als Nachfolger des Ende des Jahres ausscheidenden Uli Hoeneß im Gespräch.

Auch Kahn ein Thema

In den internen Diskussionen fiel auch der Name Kahn. Der einstige Torwart-Titan, derzeit Fußball-Experte beim ZDF, will Manager werden und wäre sofort verfügbar. Auch die Fans lehnen das einstige Schalker Feindbild nicht grundsätzlich ab. Bei einer Umfrage des Internetportals "bild.de" stimmten 45 Prozent für den 39-Jährigen, der ursprünglich beim FC Bayern als Hoeneß-Nachfolger im Gespräch war, zuletzt aber immer seltener genannt wurde.

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Müller nicht beerben wird das Schalke-Idol Thon. Über den Weltmeister von 1990, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied und sportlicher Berater von Tönnies, sei intern gesprochen worden, der 42-Jährige sei aber mangels Erfahrung kein Kandidat, hieß es aus dem Aufsichtsrat.

Über Ex-Stürmer Sand, 2000/01 Bundesliga-Torschützenkönig und seit seinem Karriereende 2006 als Talentscout und zwischenzeitlich Co-Trainer beim dänischen Erstligisten Silkeborg IF, sei gar nicht erst gesprochen worden.

"Werden keinen Schnellschuss machen"

"Wir sind noch in der Meinungsfindung", sagte Tönnies, dem nach eigener Aussage "viele Bewerbungen auf dem Tisch liegen". Es gebe keinen dringenden Handlungsbedarf, "wir werden keinen Schnellschuss machen".

Derzeit hat Trainer Fred Rutten einen Teil der Manager-Aufgaben übernommen. "Er verantwortet den Bereich Sport", sagte Geschäftsführer Peter Peters.

Das heißt: Rutten schlägt vor, welche Spieler für die neue Saison verpflichtet oder abgegeben werden sollen. Die Entscheidung trifft der verbleibende Vorstand mit Peters und dem Präsidenten Josef Schnusenberg, der derzeit alle Vertragsverhandlungen führt. Die meisten Personalien sollen allerdings auch noch dem Müller-Nachfolger vorgelegt werden.

Bruchhagen winkt ab - Schmadtke hat Interesse

Ein Schalker Ex-Manager winkte bereits ab. "Ich bin Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt, daher haben diese Spekulationen überhaupt keinen Sinn. Streichen Sie bitte meinen Namen von der Liste", sagte Heribert Bruchhagen, von 1988 bis 1992 Manager bei den Königsblauen.

Interesse signalisierte indes Jörg Schmadtke, von 2001 bis Oktober 2008 Sportdirektor bei Alemannia Aachen. "Ich habe lange genug ausgesetzt", sagte der 44-Jährige, der zuletzt bei Hannover 96 im Gespräch war.

Auf die Frage nach Kontakten zu Schalke antwortete der ehemalige Torwart: "Man kennt sich." Grundsätzlich sei er interessiert, "aber dazu gehören immer zwei Seiten".

Der Kader von Schalke 04

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