Hoeneß: "Die anderen spüren den heißen Atem"

SID
Montag, 10.11.2008 | 11:33 Uhr
Bayern-Manager Uli Hoeneß und Trainer Jürgen Klinsmann jubeln nach dem 2:1-Erfolg auf Schalke
© Getty
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Für Bayern-Manager Uli Hoeneß war es "ein wunderschönes Wochenende". Der Rekordmeister liegt nach den Ergebnissen des zwölften Spieltages nur noch einen Punkt hinter der Spitze.

Der vergangene Spieltag verlief für den deutschen Rekordmeister FC Bayern München nach Plan. Durch den Sieg beim FC Schalke 04 und der zeitgleichen Niederlage des bisherigen Spitzenreiters 1899 Hoffenheim sind die Münchner nur noch einen Punkt von der Tabellenspitze entfernt. Entsprechend zufrieden zeigte sich Manager Uli Hoeneß im Interview nach dem Spiel.

Frage: Herr Hoeneß, Bayern München ist nur noch einen Punkt von der Spitze entfernt. Wie bewerten Sie den Spieltag?

Uli Hoeneß: Es war ein wunderschönes Wochenende. Angefangen mit der guten Bilanz auf der Jahreshauptversammlung. Dann spielt Leverkusen 3:3 nach 3:0, Hoffenheim verliert und wir gewinnen 2:1 auf Schalke. Jetzt sind wir wieder ganz nahe an Platz eins. Die anderen spüren eben den heißen Atem des FC Bayern, damit kommen manche nicht zurecht. Und ich bin überzeugt: Wenn wir die Tabellenführung erst mal zurückhaben, geben wir Sie nicht mehr her.

Frage: Der Sieg auf Schalke war aber trotz zweier wunderschön herausgespielter Tore durchaus glücklich. Schalke war die bessere Mannschaft, hatte 18:1 Eckbälle ...

Hoeneß: Jetzt fangen wir schon an, Ecken zu zählen. Ecken interessieren mich nicht, nur das nackte Ergebnis. Natürlich, Schalke hat in der ersten Halbzeit überragend gespielt, da sind sie regelrecht über sich hinausgewachsen. Aber es kommt langsam auch wieder, dass wir aus wenigen Chancen Tore machen. Die Mannschaft ist körperlich topfit, und sie wächst immer mehr zusammen. Wir haben gesagt, dass eine Serie kommen muss, weil es nicht sein kann, dass der FC Bayern auf Platz zehn oder zwölf liegt. Und die Mannschaft hat nun die Serie hingelegt, die gewünscht und verlangt wurde.

Frage: Ihr Torhüter Michael Rensing wurde von Saisonbeginn an kritisch beäugt, auch am Sonntag hat er einige Unsicherheiten bei den zahlreichen Hereingaben gezeigt. Wie sehen Sie seine Leistung?

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Hoeneß: Sehr gut. Endlich haben wir wieder einen Torhüter gehabt, der einen Sieg festhält. Was er gehalten hat, verdient Beachtung. Und außerdem hat er die Ausstrahlung gezeigt, die wir verlangt und zuletzt vielleicht manchmal vermisst haben.

Frage: Leverkusen und Hoffenheim sind in Schlagweite, zudem stehen noch die direkten Duelle gegen diese beiden Mannschaften bevor. Wie hoch schätzen Sie die Chance auf den Gewinn der Herbstmeisterschaft ein?

Hoeneß: Die Herbstmeisterschaft ist mir eigentlich ziemlich egal. Abgerechnet wird am 34. Spieltag. Aber für den FC Bayern ist es einfacher, die Liga von vorne zu bestimmen.

Frage: Ihr Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat sich auf der Jahreshauptversammlung den Zorn von Hoffenheim zugezogen, weil er fragte, wo sie die letzten 100 Jahre gewesen wären. Wie bewerten Sie seine Äußerung?

Hoeneß: Das ist im Redefluss passiert. Wir brauchen das nicht, dass wir Hoffenheim angreifen. Ich glaube nicht, dass er die Äußerung morgen noch mal so machen würde.

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