"Kaiser" verneigt sich vor Hitzfeld

SID
Montag, 05.05.2008 | 12:34 Uhr
bayern, muenchen, bundesliga, hitzfeld
© DPA
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München - Als der 25. Titel für Ottmar Hitzfeld perfekt war, verneigte sich sogar "Kaiser" Franz Beckenbauer. "Ottmar, Du bist fast perfekt!", sagte der Präsident des FC Bayern München aus dem "Premiere"-Fernsehstudio heraus und adelte damit den Erfolgscoach.

Sichtlich groß war die Freude des 59 Jahre alten Trainers inmitten der Feierlichkeiten seiner Stars, doch spürbar war nach dem 0:0 beim VfL Wolfsburg und dem 21. Meistertitel des FC Bayern auch die große Erleichterung des scheidenden Fußball-Lehrers.

"Ich freue mich jetzt auf meine neue Aufgabe als Schweizer Nationalcoach und werde dadurch sicher an Lebensqualität gewinnen", betonte Hitzfeld, der in seinen knapp 16 Monaten beim FC Bayern "sehr viele Nerven verloren" hatte.

"Es war eine besondere Saison"

Nach dem Stress beim deutschen Branchenprimus darf er sich in den Alpen auf einen größeren Wohlfühl-Faktor freuen; weniger Pflichtspiele, weniger Trainingsalltag, weniger Stress. Zwar wirkt der "General" nach nunmehr 250 Bayern-Spielen nicht derart ausgelaugt wie zum bitteren Ende seiner ersten, sechs Jahre langen Amtszeit beim Fußball-Rekordmeister, aber in seiner knallhart durchkalkulierten Entscheidung des Liga-Ausstiegs sieht sich der Mathematik-Lehrer bestätigt.

"Ein Jahr FC Bayern ist wie zehn Jahre anderer Bundesliga-Club", betonte der siebenmalige deutsche Meister, der an Jürgen Klinsmann "eine Super-Mannschaft" übergibt. Tonnenschwer war die Last, die Hitzfeld nach den Millionen-Einkäufen im vergangenen Sommer tragen musste; groß ist nun die Erleichterung.

"Es ist eine Genugtuung, Bayern wieder zur Nummer 1 in Deutschland gemacht zu haben", betonte er stolz. "Es war ja eine besondere Saison, weil die Erwartungshaltung und die Investitionen riesig waren. Da weiß man ja nie, wie es läuft. Umso schöner ist es jetzt."

WM-Quali 2010 im Visier

Überschwänglicher war die Freude zwar bei seiner Premieren-Meisterschaft mit Borussia Dortmund 1995, "aber das ist jetzt die letzte Meisterschaft und von daher ist es auch eine ganz besondere." Lob gab es von Freund und Manager Uli Hoeneß: "Ottmar hat ein riesiges Verdienst an diesem Titel. Es ist klasse, wenn man so ein Ensemble von 25 Stars über das ganze Jahr zusammen und bei Laune hält."

Mit den Eidgenossen steht für den Coach künftig nur ein Bruchteil der Einsätze mit dem FC Bayern an, allerdings ist auch das Titel-Hamstern vorbei. "Die Weltmeisterschaft wird er nicht gewinnen, es wäre schon ein Erfolg, wenn er sich mit der Schweiz für die WM 2010 qualifizieren würde", sagte Beckenbauer.

Im geliehenen Sakko wagte auch schon Hitzfeld für den Herbst seiner Trainer-Karriere eine Prognose. Wie es mit den Bayern weitergehe, werde er im nächsten Jahr "entspannt mit dem Fernglas beobachten".

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