Freitag, 16.05.2008

2. Liga

Aufstieg oder Abgang: Klopp hofft auf Wunder

München - Vier Jahre nach dem Aufstieg in die deutsche Eliteliga hofft Trainer Jürgen Klopp mit dem FSV Mainz 05 auf ein erneutes Wunder - und auf den Verbleib bei den Rheinhessen.

2. Liga, Klopp, Mainz
© Getty

"Glaube versetzt Berge. Und je mehr Leute an uns glauben, desto größere Berge können wir bezwingen", sagte Klopp, der seine Zukunft in Mainz an den Bundesliga-Aufstieg gekoppelt hat. Den Dreikampf um den letzten freien Aufstiegsrang will er trotz zuletzt zwei Niederlagen nicht aufgeben.

Mainz und der SC Freiburg müssen im Aufstiegsrennen (So., 14 Uhr im SPOX-TICKER und bei Premiere) auf einen Ausrutscher von 1899 Hoffenheim bauen, der 1. FC Kaiserslautern kann sein Happyend aus eigener Kraft schaffen.

Schafft Lautern die Wende?

Mit einem Sieg gegen Bundesliga-Rückkehrer 1. FC Köln könnten die Pfälzer ihr wundersames Saisonfinale perfekt machen und den Sturz in die Drittklassigkeit doch noch verhindern.

Die Mainzer Aussichten sind nicht rosig, doch die Erinnerung an den letzten Aufstiegscoup hilft: Auch in der Saison 2003/04 lag Klopps Mannschaft vor dem letzten Spieltag zwei Punkte hinter Rang drei - und hatte am Ende die Nase vorn.

Klopp fordert Kampf

"Es geht nicht um mich. Wir müssen jeden Meter des Rasens bearbeiten. Wir müssen unser eigenes Ding gut machen", stachelte Klopp seine Profis vor dem Saisonfinale am Sonntag gegen den FC St. Pauli an. Gegen die Gäste ist ein Sieg Pflicht, ansonsten zählt nur das Ergebnis in Hoffenheim.

"Den Rest haben wir einfach nicht mehr in der Hand", meinte Klopp.

2 Punkte Vorsprung für TSG

Zwei Punkte hat das Sensationsteam aus Hoffenheim Vorsprung auf Mainz und den Fünften SC Freiburg, doch mit der SpVgg Greuther Fürth wartet auch der wohl unangenehmste Gegner.

"Wir steigen auf", sagte Trainer Ralf Rangnick trotz der schweren Heimaufgabe zuversichtlich. Für 26 Minuten war Hoffenheim am vergangenen Sonntag im Oberhaus, der Ausgleich von Kickers Offenbach hat Mäzen Dietmar Hopp vorsichtig werden lassen. " Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt, egal ob sie Dritter, Vierter oder Fünfter wird."

Freiburg hofft

Freiburg muss gegen SV Wehen Wiesbaden auf Ausrutscher der beiden Konkurrenten hoffen. Nur wenn Hoffenheim gegen Fürth verliert und Mainz nicht gewinnt, wäre der Aufstieg bei einem eigenen Sieg perfekt. "Sollten Mainz und Hoffenheim patzen, wollen wir da sein", sagte Kapitän Heiko Butscher.

Noch nie stand Lautern im Jahr 2008 auf einem Nichtabstiegsplatz, mit einem Sieg gegen Köln wäre der Klassenverbleib im letzten Moment perfekt. "

Jetzt haben wir unser Endspiel gegen Köln", meinte Vorstandschef Stefan Kuntz. Bei einem Sieg der Pfälzer könnten der VfL Osnabrück oder Offenbach im direkten Duell leer ausgehen. Bangen muss auch der FC Augsburg, der Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena empfängt.


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