Donnerstag, 14.02.2008

Christian Seifert plädiert für Flexibilität

Mehr TV-Geld durch flexibleren Spielplan

Hannover - Fußballfans müssen sich unter Umständen von 2009 an auf einen Bundesliga-Spielplan mit neuen Strukturen einstellen. Mit Beginn des neuen TV-Vertrages seien Änderungen möglich, erklärte Christian Seifert, Geschäftsführer der DFL, in einem "Kicker"-Interview.

Fußball, Bundesliga, Seifert
© DPA

Zu dem seit Wochen diskutierten Modell mit drei statt wie bisher zwei Sonntag-Spielen wollte er allerdings nicht Stellung beziehen. "Ich nenne kein Modell. Das werden wir bei der Vorstellung der zu erwerbenden Pakete tun. Wenn die Liga aber zusätzliche Erlöse generieren möchte, dann kommt man nicht umhin, den Spielplan flexibler zu gestalten", sagte Seifert.

Die Deutschen Fußball Liga (DFL) bereitet derzeit mit der Agentur Sirius die Ausschreibung der Bundesliga-Pakete für die drei Spielzeiten von 2009 an vor. Insgesamt garantiert das Kirch-Unternehmen dem Fußball-Dachverband einen Betrag von drei Milliarden Euro für einen Sechsjahresvertrag. Der komplette Vertrag, der vom Bundeskartellamt geprüft werden muss, soll mit allen Details bis Ende Februar abgeschlossen sein.

"Dann muss die Ausschreibung mindestens vier Wochen vorher angekündigt werden. Bis Ende der Saison können die wesentlichen Pakete vergeben sein", erläuterte Seifert den angedachten Zeitrahmen.

Kein Mittelweg in Sicht 

Trotz des Widerspruchs des bisherigen Pay TV-Partners Premiere hält die DFL an den Plänen fest, für die zukünftigen Live-Spiele im Bezahlfernsehen (Pay TV) mit der Agentur Sirius ein eigenes Programm zu produzieren. Mit diesem journalistisch umstrittenen Konzept möchte die DFL mehr Nachfrage im Pay TV schaffen.

Premiere will an der eigenen Produktion festhalten. "Aus meiner Sicht gibt es in dieser Frage keinen Mittelweg zwischen der Position von Premiere und der DFL", sagte Seifert.

Der DFL-Chef deutete mit Verweis auf die Sende-Situationen in Frankreich und England an, dass möglicherweise künftig nicht mehr alle Spiele live bei einem Anbieter zu sehen sein werden.

Derzeit überträgt Premiere alle 306 Bundesliga-Partien. "Wir leisten uns ein noch sehr konservatives Modell mit klaren Strukturen, das mit Sicherheit hervorragend ist. Wir werden versuchen, so viel wie möglich davon zu erhalten", sagte Seifert.

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