Samstag, 02.02.2008

Karlsruhe - Nürnberg 2:0

KSC macht einfach weiter

Karlsruhe - Der Karlsruher SC hat den 1. FC Nürnberg noch tiefer in den Tabellenkeller gestürzt und zudem seinen Anspruch auf einen UEFA-Cup-Platz eindrucksvoll untermauert.

Fußball, Bundesliga, Karlsruhe, Nürnberg
© Getty

Christian Eichner (66. Minute) und Neuzugang Joshua Kennedy (74.) bescherten dem Aufsteiger am Samstag mit ihren beiden Treffern zum 2:0 (0:0)-Sieg einen glänzenden Start in die Rückrunde der Bundesliga.

Allerdings mussten die Franken nach einer Gelb-Roten Karte für Andreas Wolf wegen wiederholten Foulspiels (57.) über eine halbe Stunde lang in Unterzahl durchstehen.

Beide Trainer setzten vor 29.670 Zuschauer im ausverkauften Wildparkstadion auf ein 4-2-3-1-System mit ihren Neuzugängen Kennedy bzw. Jan Koller als einziger echter Spitze.

Tolles Miller-Comeback

Der für 250.000 Euro vom Club in der Winterpause geholte Australier fügte sich dabei ebenso nahtlos ins Spiel des Aufsteigers ein wie auf der Gegenseite der rund viermal so teure tschechische Nationalstürmer, den die Franken vom AS Monaco verpflichtet hatten.

Beim KSC feierte Stammtorhüter Markus Miller nur 98 Tage nach seinem Kreuzbandriss ein Comeback und verlieh der Abwehr gleich zusätzliche Stabilität und Sicherheit. Miller konnte sich im ersten Durchgang gleich zweimal auszeichnen.

Einen Kopfball des 2,02 Meter-Hünen Koller lenkte er über die Latte (8.). Zudem war der 25-Jährige bei einem strammen Distanzschuss von Marco Engelhardt auf dem Posten (30.). Der frühere Karlsruher hatte schon zuvor eine gute Club-Chance vergeben, als er in aussichtsreicher Position den Ball kläglich verzog.

Beste KSC-Chancen

Karlsruhe tat sich in der kampfbetonten Partie anfangs schwer, übernahm mit zunehmender Spieldauer aber immer mehr das Kommando.
Innerhalb von nur 39 Sekunden bot sich den Badenern gleich zweimal die Möglichkeit, in Führung zu gehen: Erst klärte Andreas Wolf im letzten Moment gegen den einschussbereiten Tamas Hajnal.

Nach der anschließenden Ecke wehrte Torhüter Jaromir Blazek den Kopfball des aufgerückten KSC-Abwehrchefs Mario Eggimann über die Latte (28.).

Eichner bricht den Bann

Nach dem Seitenwechsel bestimmte nur noch der KSC das Geschehen, zumal bei den Franken nach Wolfs Platzverweis zunehmend die Kraft nachließ. Die Platzherren benötigten jedoch einen gewissen Anlauf, ehe sich ihre Überlegenheit auszahlte. Erst zielte Iaschwili freistehend über das Tor (55.), dann wurde Kennedys Schuss gerade noch abgeblockt (56.).

Als Verteidiger Christian Eichner dann aus spitzem Winkel trocken und unerwartet aus 18 Metern in die lange Ecke abzog, war Blazek geschlagen. Der tschechische Keeper konnte zunächst das 0:2 verhindern, als er dem allein auf ihn zustürmenden Kennedy den Ball vom Fuß angelte (73.).

Gegen den Abstauber des Australiers eine Minute später war er allerdings machtlos. Der eingewechselte Sebastian Freis traf in der Nachspielzeit noch die Latte (90.+1).


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