Mittwoch, 23.01.2008

Bundesliga

Stuttgart erwägt Klage

München - Gegen das Monopol der staatlichen Wettanbieter formiert sich in der Bundesliga großer Widerstand.

Der VfB Stuttgart plant sogar den Gang vor Gericht, wenn private Wettanbieter nicht offiziell zugelassen werden. "Unsere Anwälte prüfen die Möglichkeiten einer Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht und einer Schadensersatzklage gegen das Land Baden-Württemberg in siebenstelliger Höhe", sagte VfB Präsident Erwin Staudt der "Sport-Bild".

Seit dem 1. Januar sind in Deutschland aufgrund des Lotterie-Staatsvertrags private Anbieter verboten. Das Monopol des staatlichen Anbieters wurde damit bestätigt.

Hoeneß unterstütz den VfB

Unterstützung erhalten die Schwaben von Uli Hoeneß. "Das Hauptargument dagegen ist die Suchtgefahr. Da lache ich mich doch tot", sagte der Bayern-Manager dem Magazin. "Bei uns in Bad Wiessee gehen nachts um zwei die Süchtigen aus der Spielbank raus - und da sagt der Staat nichts."

Hoeneß ist sich aber sich, dass das Verbot nicht mehr lange bestehen werde. Man müsse die Sportwetten aus der Ecke des Glückspiels rausholen. "Wenn das nicht kommt, wird der Sport klagen müssen", so Hoeneß.

Bis zu 300 Millionen Euro Verlust

Auch die EU in Brüssel steht dem deutschen Modell skeptisch gegenüber. Nach deren Auffassung widerspricht der Staatsvertrag der Wettbewerbsfreiheit. Die Bundesregierung erhielt bereits eine Abmahnung.

Aufgrund des Verbots entgeht der Liga eine Menge Geld. Ligapräsident Reinhard Rauball beziffert den Verlust auf 100 bis 300 Millionen Euro jährlich.

SPOX

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