Magath demontiert Torwart Jentzsch

SID
Sonntag, 02.12.2007 | 11:39 Uhr
simon jentzsch, wolfsburg
© Getty
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Wolfsburg - Auf die Fragen nach seiner ungewöhnlichen Personalentscheidung reagierte Felix Magath gereizt: "Es kann nicht sein, dass sich ein Trainer für jede im Spiel getroffene Maßnahme rechtfertigen muss", grantelte der Coach des VfL Wolfsburg nach dem 2:2 gegen Eintrach Frankfurt.

Zur Halbzeit hatte der VfL-Trainer seinen Stammkeeper Simon Jentzsch ausgewechselt und Ersatzmann Andre Lenz ins Spiel gebracht. Was für andere einer Demontage der langjährigen Wolfsburger Nummer eins glich, war für Magath keine große Sache: "Ich hatte das Gefühl, dass Simon verunsichert war. Da muss ich als Trainer reagieren."

Ein Torwartfehler beim Frankfurter Treffer zum 1:1 durch Chris (35. Minute) hatte für Magath das Fass endgültig zum überlaufen gebracht. "In dieser Situation habe ich den Torhüter in der Pflicht gesehen", sagte der 54-Jährige und attestierte Jentzsch auch gleich noch, dass der "insgesamt nicht seine beste Hinrunde" spiele.

Dass eine solche Ohrfeige den ehemaligen Mannschaftskapitän der Wölfe noch weiter verunsichern könnte, befürchtet Magath hingegen nicht: "Vielleicht hilft ihm diese Situation ja jetzt, dass er aus dem Tief herauskommt."

Fehler beim Frankfurter Ausgleich war fatal 

Schon auf der Bank hatte sich Magath lautstark und gestenreich über den Jentzsch-Patzer geärgert. Wie angewurzelt war der 31 Jahre alte Schlussmann nach einer Ecke der Eintracht auf der Linie stehen geblieben und hatte so das Kopfballtor von Chris im Fünf-Meter-Raum erst ermöglicht. In diesem Moment, so klärte Magath später auf, habe er sich spontan für die Auswechslung entschieden.

Nachdem Jentzsch zuvor 82-mal in Folge den Wolfsburger Kasten gehütet hatte, kam Lenz somit zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz seit zweieinhalb Jahren: "Ich bin sehr froh, dass er so gut gehalten hat", sah sich Magath anschließend bestätigt.

Allerdings konnte auch Lenz nicht verhindern, dass der VfL auch seine zweite Führung nicht über die Zeit brachte. Nach nur sieben Minuten im Spiel war er zur Abwehr gegen den freistehenden Michael Fink aus seinem Kasten geeilt und daraufhin von dem Frankfurter Mittelfeldspieler mit einem Heber überwunden worden.

"Offenes Rennen" um die Nummer 1 

Mehr als dem Keeper musste man den zweiten Eintracht-Treffer aber den Wolfsburger Abwehrakteuren ankreiden, die Fink auch mit vereinten Kräften nicht hatten stoppen können. So reichten die beiden Tore der Gastgeber durch Christian Gentner (6.) und Edin Dzeko (48.) letztlich nur zu einem Punkt. "Wir haben zu viele unverständliche Fehler gemacht", zeigte sich Magath unzufrieden.

Auf seine Nummer eins im Tor für die zwei verbleibenden Spiele bis zur Winterpause beim VfB Stuttgart (9. Dezember) und gegen Borussia Dortmund (15.) wollte sich der Coach noch nicht festlegen. Doch auch wenn Magath von einem "offenen Rennen" sprach, ist nicht anzunehmen, dass der als sensibel geltende Jentzsch so schnell wieder eine Chance erhält. Erst recht nicht, wenn die Informationen englischer Medien stimmen, nach denen sich der VfL für den dänischen Nationaltorwart Thomas Sörensen vom Premier-League-Klub Aston Villa interessieren soll.

Funkel mit Frankfurts Leistung zufrieden 

Mit derartigen Problemen muss sich Eintracht-Coach Friedhelm Funkel derzeit nicht beschäftigen, auch wenn sein Schlussmann Markus Pröll ebenfalls nicht seinen allerbesten Tag hatte. Insgesamt zeigte sich Funkel mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: "Das war eine deutliche Steigerung gegenüber unserer 1:4-Niederlage gegen Stuttgart. Der Kampfgeist und die positive Körpersprache waren vorbildlich", lobte der Trainer sein stark ersatzgeschwächtes Team.

Auch wenn die Frankfurter seit nunmehr sechs Spielen auf einen Sieg warten, gab es für Funkel nichts zu bemängeln. "Ich sehe es positiv: Wir haben in dieser Saison auch erst viermal verloren. Damit liegen wir voll im Soll."

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