Fussball

Felix Magath: FCB verzichtet auf große Transfers, um nationale Dominanz zu stoppen

Von SPOX
Felix Magath ist seit Dezember 2017 ohne Arbeitgeber im Fußball.
© getty

Felix Magath mutmaßt, dass sein Ex-Klub FC Bayern München auf größere Transfers verzichtete, um die Dominanz im nationalen Wettbewerb zu stoppen. Aktuell rangiert der FCB in der Bundesliga lediglich auf Platz vier.

"Auch Uli Hoeneß hat natürlich erkannt, dass die übergroße Dominanz seines Vereins weder für die Liga noch für die Bayern gut ist", sagte Magath der Bild. In den vergangenen Jahren war der FC Bayern zwar souverän Meister geworden, scheiterte in der Champions League aber stets bereits vor dem Finale.

"Auch Hoeneß weiß, dass es schwer wird, ohne nationale Konkurrenz in entscheidenden Champions-League-Spielen das ganze Potenzial zu hundert Prozent abzurufen. Die Bayern-Spieler gewöhnen sich an leichte Siege. Ich weiß, das ist eine mutige These, aber unterschätzen Sie Uli Hoeneß nicht. Der ist clever", sagte Magath.

Die Medienschelte von Präsident Hoeneß sowie dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic kann Magath nicht nachvollziehen: "Ich finde die Medien heutzutage eher zu unkritisch."

Felix Magath: Löw hätte zurücktreten müssen

Bundestrainer Joachim Löw hätte laut Magath nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland zurücktreten sollen. "Was wir alle in Russland erleben mussten, war doch ein Desaster. Deswegen hätte der Bundestrainer sein Amt zur Verfügung stellen müssen und nicht sagen: Ich übernehme die Verantwortung, um dann sechs Wochen zu verschwinden", sagte Magath.

Löw habe mit dem Verbleib beim DFB seine Glaubwürdigkeit nachhaltig beschädigt: "Wenn der DFB dann der Meinung gewesen wäre, ihn zurückholen zu wollen, dann ist das ja in Ordnung. Aber der Trainer wäre glaubhafter gewesen und hätte jetzt eine größere Akzeptanz."

Magath übt Kritik an HSV und Wolf

Den Trainerwechsel bei seinem Ex-Klub Hamburger SV kann Magath dagegen nicht nachvollziehen. "Diese Entscheidung habe ich mit einem Kopfschütteln registriert", sagte er. Magath hätte sich einen erfahreneren Trainer gewünscht. Hannes Wolf sei nicht der richtige Kandidat - genau wie dessen Vorgänger Christian Titz.

"Heute neigen Trainer dazu, uns in der Öffentlichkeit Märchen zu erzählen. Zum Beispiel, dass der Torwart 50 Meter vor dem Tor stehen soll, um ein zahlenmäßiges Übergewicht zu schaffen", erklärte Magath

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