Donnerstag, 24.10.2013

DFB-Bundestag in Nürnberg

Beckenbauer neues DFB-Ehrenmitglied

Ehre für Franz Beckenbauer, Götz Eilers, Horst R. Schmidt und Walter Hützen: Die vier Ehrenträger wurden für ihre Verdienste um den deutschen Fußball zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Franz Beckenbauer wurde auf dem DFB-Bundestag zum Ehrenmitglied ernannt
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Franz Beckenbauer wurde auf dem DFB-Bundestag zum Ehrenmitglied ernannt

Beckenbauer und Schmidt wurden vom Auditorium mit Standing Ovations bedacht. Insgesamt gibt es nun 79 Ehrenmitglieder im DFB.

Beckenbauer war als Spieler (1974) und Trainer (1990) Weltmeister, als Präsident des WM-OKs 2006 half er an entscheidender Stelle mit, die WM nach Deutschland zu holen und zu einem Erfolg zu machen. "Mit der Ehrenmitgliedschaft wollen wir all das würdigen, was er nach seiner Karriere als Spieler und Trainer für den deutschen Fußball geleistet hat. Ohne ihn wäre das Sommermärchen nicht möglich gewesen. Es ist uns eine Ehre, Franz Beckenbauer als Ehrenmitglied zu haben", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Auch Schmidt und Eilers Ehrenmitglied

Niersbach: "Horst R. Schmidt und Götz Eilers haben den DFB über viele Jahre entscheidend mitgeprägt. Beide stehen für Kompetenz und Verlässlichkeit und haben großen Anteil daran, dass der deutsche Fußball auch international einen erstklassigen Ruf genießt."

Hützen war von 1989 bis 2013 Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, am 9. Juni 2013 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt. "Mit der Ehrenmitgliedschaft können wir nur einen Teil für das zurückgeben, was er ehrenamtlich für den Fußball geleistet hat", sagte der DFB-Boss.

Prinz Ehrenspielführerin

Die frühere Weltfußballerin Birgit Prinz ist neue Ehrenspielführerin des Deutschen Fußball-Bundes. Der 35-Jährigen, die die deutsche Nationalmannschaft zu zwei Weltmeistertiteln führte (2003 und 2007) und über Jahre hinweg zu den besten Spielerinnen der Welt gehörte, wurde auf dem Bundestag diese Ehre zuteil.

Alle Bundestrainer seit 1932: Von Nerz bis Löw
Nachfolger des ersten Bundestrainers Otto Nerz (1926-1936) war Sepp Herberger (1936-1942). Er übernahm die Mannschaft nach dem Ausscheiden bei der Olympiade 1936 und musste zur Weltmeisterschaft ein Team aus Österreichern und Deutschen zusammenstellen
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Nachfolger des ersten Bundestrainers Otto Nerz (1926-1936) war Sepp Herberger (1936-1942). Er übernahm die Mannschaft nach dem Ausscheiden bei der Olympiade 1936 und musste zur Weltmeisterschaft ein Team aus Österreichern und Deutschen zusammenstellen
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Er kehrte nach der Kriegspause zurück zur Fußballmannschaft der BRD (1950–1964) und gewann 1954 beim berühmten Wunder von Bern die Weltmeisterschaft in der Schweiz
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Er kehrte nach der Kriegspause zurück zur Fußballmannschaft der BRD (1950–1964) und gewann 1954 beim berühmten Wunder von Bern die Weltmeisterschaft in der Schweiz
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Helmut Schön (1964–1978) wurde Nachfolger von Herberger, nachdem dieser zurückgetreten war. Unter dem neuen Trainer blühte Deutschland regelrecht auf, es waren die erfolgreichsten Jahre des DFB. Höhepunkt war der Weltmeistertitel 1974 im eigenen Land
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Helmut Schön (1964–1978) wurde Nachfolger von Herberger, nachdem dieser zurückgetreten war. Unter dem neuen Trainer blühte Deutschland regelrecht auf, es waren die erfolgreichsten Jahre des DFB. Höhepunkt war der Weltmeistertitel 1974 im eigenen Land
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Jupp Derwall (1978–1984) war zuvor Assistenztrainer der A-Nationalmannschaft, bekam jedoch 1978 das Amt als Chefcoach des DFB und setzte die Arbeit seines Vorgängers mit dem Gewinn der EM 1980 nahtlos fort
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Jupp Derwall (1978–1984) war zuvor Assistenztrainer der A-Nationalmannschaft, bekam jedoch 1978 das Amt als Chefcoach des DFB und setzte die Arbeit seines Vorgängers mit dem Gewinn der EM 1980 nahtlos fort
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Franz Beckenbauer (1984–1990) begann seine Karriere aufgrund der fehlenden Trainerlizenz als Teamchef. Dennoch führte der Kaiser die Mannschaft 1990 zum Weltmeistertitel in Italien
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Franz Beckenbauer (1984–1990) begann seine Karriere aufgrund der fehlenden Trainerlizenz als Teamchef. Dennoch führte der Kaiser die Mannschaft 1990 zum Weltmeistertitel in Italien
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Berti Vogts (1990–1998) beerbte Beckenbauer nach der WM 1990 und errang 1996 den Europameister-Titel
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Berti Vogts (1990–1998) beerbte Beckenbauer nach der WM 1990 und errang 1996 den Europameister-Titel
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Erich Ribbeck (1998–2000) hielt sich nur kurz als Bundestrainer. Nach dem katastrophalen Vorrunden-Aus in Belgien 2000 musste er bereits nach zwei Jahren seinen Platz räumen und bleibt der Trainer mit den wenigsten Pflichtspielen
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Erich Ribbeck (1998–2000) hielt sich nur kurz als Bundestrainer. Nach dem katastrophalen Vorrunden-Aus in Belgien 2000 musste er bereits nach zwei Jahren seinen Platz räumen und bleibt der Trainer mit den wenigsten Pflichtspielen
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Rudi Völler (2000–2004) übernahm die Mannschaft von Ribbeck und sollte sie zurück in die Spur führen. Er erreichte überraschend das Finale der WM 2002, wo der DFB an Brasilien scheiterte. Nach der EM 2004 trat er allerdings zurück
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Rudi Völler (2000–2004) übernahm die Mannschaft von Ribbeck und sollte sie zurück in die Spur führen. Er erreichte überraschend das Finale der WM 2002, wo der DFB an Brasilien scheiterte. Nach der EM 2004 trat er allerdings zurück
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Jürgen Klinsmann (2004–2006) war der Macher des Sommermärchens 2006, bei dem die Deutschen bei der WM im eigenen Land bis ins Halbfinale durchmarschierten, dort allerdings am späteren Weltmeister Italien scheiterten
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Jürgen Klinsmann (2004–2006) war der Macher des Sommermärchens 2006, bei dem die Deutschen bei der WM im eigenen Land bis ins Halbfinale durchmarschierten, dort allerdings am späteren Weltmeister Italien scheiterten
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Joachim Löw (seit 2006) begann nach der WM im eigenen Land mit einem langsamen, aber stetigen Umbruch der deutschen Mannschaft, der 2014 mit dem Weltmeistertitel seinen Höhepunkt fand
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Joachim Löw (seit 2006) begann nach der WM im eigenen Land mit einem langsamen, aber stetigen Umbruch der deutschen Mannschaft, der 2014 mit dem Weltmeistertitel seinen Höhepunkt fand
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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach bezeichnete Prinz als eine "der größten Botschafterinnen" des Fußballs. Ehrenspielführer der Herren-Auswahl sind Fritz Walter, Uwe Seeler, Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus. Prinz beendete ihre Karriere nach der enttäuschenden Heim-WM 2011, war im Anschluss aber bei 1899 Hoffenheim noch spielberechtigt.

DFB mit eigener Hymne

Zum Auftakt des 41. Bundestages stellte der DFB bereits seine neue offizielle Hymne vor.

Komponiert wurde das Musikstück von Yohann Zveig. Der Franzose produzierte bereits Melodien zu diversen UEFA- und FIFA-Veranstaltungen. "Das Ziel war, den Fans einen emotionalen musikalischen Rahmen zu schaffen, der die Tradition des DFB wiedergibt sowie Spannung und Emotionen weckt", sagte Zveig.

Eingesetzt wird die neue DFB-Hymne vor allem als Einlaufmusik bei Länderspielen sowie bei musikalischen Untermalungen von Filmbeiträgen und sonstigen DFB-Veranstaltungen.


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