Sportministerin: Frankreich bei WM '98 gedopt?

Von Hassan Talib Haji
Donnerstag, 21.03.2013 | 11:37 Uhr
Die ehemalige französische Sportministerin Marie-George Buffet äußerte sich zum Thema Doping
© getty

Die frühere französische Sportministerin Marie-George Buffet hat sich am Rande einer Senatssitzung zu etwaigen Dopingvorwürfen gegen das französische Nationalteam geäußert. Sie könne Doping während der WM 1998 nicht ausschließen. Frankreich hatte 1998 im eigenen Land den WM-Titel gewonnen.

"Mir wurde unterstellt, dass ich den guten Zustand der französischen Nationalmannschaft verhindern wollte. Ich fühlte mich isoliert und habe mich gewehrt - dafür musste ich mich fast entschuldigen", so Buffet gegenüber der Nachrichtenagentur "AFP".

Sie beklagte außerdem, dass man sich damals nicht richtig im Kampf gegen Doping aufgestellt habe: "Es gab keinerlei Richtlinien gegen Doping. Auf der anderen Seite muss man die damalige Zeit berücksichtigen." 1998 habe es noch keine Anti-Doping-Agentur in Frankreich gegeben, erklärte Buffet.

Waren französische Spieler gedopt?

Wirklich sicher ist sich Buffet nicht: "Wir werden niemals Gewissheit darüber haben, was damals passiert ist. 1998 gab es in Frankreich kein Gesetz gegen Doping." Zur damaligen Zeit sei man "im Kampf gegen Doping noch am Anfang gewesen. Wir hatten eine amateurhafte Ausrüstung. Deshalb kann ich nichts Genaues sagen."

Die französische Nationalmannschaft besiegte 1998 Brasilien in Paris mit 3:0 und wurde im eigenen Land Weltmeister.

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