Bundesliga-Held Konietzka tot

SID
Dienstag, 13.03.2012 | 08:15 Uhr
Timo Konietzka ist im Alter von 73 Jahren in der Schweiz gestorben
© Getty
Advertisement
Copa del Rey
Do25.01.
Derby mit Druck: Dreht Barca den Rückstand?
Coupe de France
Live
Nantes -
Auxerre
League Cup
Bristol City -
Man City
Premiership
Partick Thistle -
Celtic
Coupe de France
Epinal -
Marseille
Copa del Rey
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Coupe de France
PSG -
Guingamp
Serie A
Lazio -
Udinese
Copa del Rey
Alaves -
Valencia
Serie A
Sampdoria -
AS Rom
League Cup
Arsenal -
Chelsea
Coupe de France
Monaco -
Lyon
Copa del Rey
Real Madrid -
Leganes
Indian Super League
Kalkutta -
Chennai
First Division A
Brügge – Oostende
Coupe de France
Straßburg -
Lille
Copa del Rey
FC Barcelona -
Espanyol
A-League
Melbourne Victory -
FC Sydney
Ligue 1
Dijon -
Rennes
Primera División
Bilbao -
Eibar
Primera División
La Coruna -
Levante
Championship
Bristol City -
QPR
Primera División
Valencia -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Montpellier
Serie A
Sassuolo -
Atalanta
Primera División
Malaga -
Girona
Ligue 1
Angers -
Amiens
Ligue 1
Guingamp -
Nantes
Ligue 1
Metz -
Nizza
Ligue 1
St. Etienne -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Troyes
Primera División
Villarreal -
Real Sociedad
Serie A
Chievo Verona -
Juventus
Primera División
Leganes -
Espanyol
Eredivisie
Utrecht -
Ajax
Serie A
SPAL -
Inter Mailand
Eredivisie
Feyenoord -
Den Haag
Ligue 1
Lille -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Benevento
Serie A
Neapel -
Bologna
Serie A
Crotone -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Hellas Verona
Serie A
CFC Genua -
Udinese
Premiership
Ross County -
Rangers
Primera División
Atletico Madrid -
Las Palmas
Ligue 1
Bordeaux – Lyon
First Division A
Lüttich – Anderlecht
Serie A
AC Mailand -
Lazio
Primera División
FC Sevilla -
Getafe
Primera División
FC Barcelona -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Sampdoria
Ligue 1
Marseille -
Monaco
Primera División
Celta Vigo -
Real Betis
Primeira Liga
Belenenses -
Benfica
Coppa Italia
Atalanta -
Juventus
Premier League
Huddersfield -
Liverpool
Coupe de la Ligue
Rennes -
PSG
Premier League
West Ham -
Crystal Palace (Delayed)
Premier League
Swansea -
Arsenal (Delayed)
Coppa Italia
AC Mailand -
Lazio
Premier League
Tottenham -
Man United
Coupe de la Ligue
Monaco -
Montpellier
Primeira Liga
Sporting -
Guimaraes
Premier League
Man City -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Everton -
Leicester (Delayed)
Premier League
Stoke -
Watford (Delayed)
Premier League
Southampton -
Brighton (Delayed)
Premier League
Chelsea -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Newcastle -
Burnley (Delayed)
Indian Super League
Mumbai City – Jamshedpur
Primera División
Real Sociedad -
La Coruna
Primera División
Eibar -
FC Sevilla
Premier League
Burnley -
Man City
Premiership
Kilmarnock -
Celtic
Championship
Leeds -
Cardiff
Primera División
Real Betis -
Villarreal
Serie A
Sampdoria -
FC Turin
Premier League
Arsenal -
Everton
Primera División
Alaves -
Celta Vigo
Premier League
Man United – Huddersfield (Delayed)
Primera División
Levante -
Real Madrid
Serie A
Inter Mailand -
Crotone
Premier League
West Bromwich -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth – Stoke (DELAYED)
Premier League
Brighton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Leicester – Swansea (Delayed)
Primera División
Getafe -
Leganes
Serie A
Hellas Verona -
AS Rom
Serie A
Atalanta -
Chievo Verona
Serie A
Bologna -
Florenz
Serie A
Udinese -
AC Mailand
Serie A
Juventus -
Sassuolo
Serie A
Cagliari -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
FC Barcelona
Premier League
Liverpool -
Tottenham
Primera División
Girona -
Bilbao
Primera División
Atletico Madrid -
Valencia
Serie A
Benevento -
Neapel
Ligue 1
Monaco -
Lyon
Serie A
Lazio -
CFC Genua

Die Bundesliga trauert um einen ihrer ganz großen Helden: Timo Konietzka, der Schütze des ersten Bundesliga-Tores, starb am Montag im Alter von 73 Jahren in der Schweiz.

Timo Konietzka hat seinem Leben ein Ende gesetzt. Der erste Torschütze der Bundesliga-Geschichte litt unheilbar an Gallenkrebs und hatte angekündigt, sein Ende selbst zu bestimmen: "Wenn ich merke, dass meine Zeit gekommen ist, werde ich meine Liebsten um mich versammeln, mich verabschieden - und dann einen Schluck vom Todescocktail trinken." Konietzka sprach immer offen über das Thema aktive Sterbehilfe. Am Montag um 18.52 Uhr starb der 73-Jährige im Beisein seiner Frau Claudia.

"Timo sah nochmals seine Enkel, genoss die letzten Stunden seines Lebens", sagt Claudia Konietzka. Seine letzte Botschaft war an Familie und Freunde, aber auch an die Öffentlichkeit gerichtet: "Ich bin erlöst von meinen Qualen. Macht alle das Beste aus Eurem Leben! Meines war lang und doch so kurz."

"Die Bundesliga trauert um Timo Konietzka", sagte der tief bestürzte Liga-Präsident Reinhard Rauball in seiner ersten Reaktion, "mit dem ersten Tor in der Liga-Geschichte wird er den Fans in Deutschland für immer unvergesslich bleiben, obwohl dieser Treffer von keiner Fernseh-Kamera gefilmt wurde." Für dieses geschichtsträchtige Tor am 24. August 1963 brauchte Konietzka im Trikot von Borussia Dortmund genau 58 Sekunden.

Bisher hatte Konietzka noch allen Krankheiten getrotzt. Bereits zwei Mal hatte der gebürtige Westfale eine Herzattacke erlitten. Immer wieder rappelte er sich auf. Stolz war er vor allem auf seine Vitalität. Mindestens eine Stunde pro Tag joggte der 73-Jährige, dazu half er im familiären Gasthaus "Ochsen" in Brunnen am Vierwaldstättersee mit und war Vertreter für Gesundheitsschuhe.

Seit knapp 40 Jahren lebte Konietzka in der Schweiz, 1988 nahm er die eidgenössische Staatsbürgerschaft an. Sowohl als Spieler und als Trainer feierte der Westfale große Erfolge. Am 24. August 1963 schoss er das erste Tor der Geschichte der Bundesliga, in insgesamt 100 Spielen erzielte Konietzka 72 Tore. Dazu trainierte er in Deutschland Bayer Uerdingen und Borussia Dortmund. Unter Schock stehen seine ehemaligen Kollegen aus München, mit denen er 1966 Deutscher Meister geworden ist. Ex-Nationalspieler Fredi Heiß sagte am Dienstag zu dapd: "Ich bin geschockt. Aber dass Timo diesen Weg gewählt hat, passt zu ihm. Er war knallhart." Der TSV 1860 wird am Mittwoch beim Nachholspiel in der Zweiten Liga in Aue mit Trauerflor auflaufen.

Seine größten Erfolge als Coach feierte er jedoch in der Schweiz. Mit dem FC Zürich schaffte er zwischen 1974 bis 1976 den Titelhattrick. Mit dem Stadtkonkurrenten Grasshopper Club Zürich holte er 1982 ebenfalls die Meisterschaft. Bekannt als harter Hund und Schleifer, hat er aber auch mit seiner Herzlichkeit und Disziplin alle fasziniert.

"Ein großes Fußball-Herz hat aufgehört zu schlagen. Die Grasshoppers werden Timo Konietzka ein ehrendes Andenken bewahren", schreibt GC auf seiner Homepage. Auch der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ist in Trauer: "Ich habe mich immer gefreut, Timo zu sehen, zuletzt immer wieder auch an Trainings des Schweizer Nationalteams. Er ist stets ein absoluter Vollblutfußballer gewesen. Immer ehrlich, immer authentisch und damit immer glaubwürdig."

Seinen letzten Auftritt als Trainer hatte Konietzka beim unterklassigen Verein FC Ebikon im April 2011. Beim schlechtesten Team der Schweiz fungierte er für ein Spiel als Coach - und holte sofort einen Punkt. "Normalerweise waren 10 Zuschauer da, bei dem Spiel 500. Die trugen mich nach der Partie auf den Schultern über den Platz", sagte er damals. Er kam nie ganz weg vom Fussball.

"Das 50. Jubiläum des ersten Bundesligators, das wird nochmal ein Highlight", freute sich Konietzka noch im Januar auf den runden "Tor-Geburtstag". Der Mann mit dem Bürstenhaarschnitt, geboren als Friedhelm, später umbenannt in "Timo" wegen seiner Ähnlichkeit mit dem russischen General Timoschenko, wusste auch, wie man feiert.

"Meine Schwester hatte Krebs, mein Bruder starb an Knochenkrebs. Ich sah, wie er unter großen Schmerzen litt. So etwas will ich nie erleben. Ich will keinem zur Last fallen, nicht einsam im Heim enden", plädierte Konietzka immer für die umstrittene, in der Schweiz erlaubte aktive Sterbehilfe.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung