EU entscheidet sich gegen Pay-TV-Anbieter

WM und EM müssen im Free-TV zu sehen sein

SID
Donnerstag, 17.02.2011 | 16:30 Uhr
Die EU hat entschieden: WM und EM müssen ins Free-TV
© sid
Advertisement
Serie A
Hellas Verona -
Benevento
Premier League
Leicester -
West Bromwich
Primera División
Las Palmas -
Celta Vigo
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
Saint-Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter
Primeira Liga
Porto -
Pacos de Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Fiorentina
Serie A
Milan -
Genua
Serie A
Ferrara -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit St Petersburg
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolves
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nice
Championship
Leeds -
Sheff Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Arsenal v
Swansea
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
Saint-Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano

Das zweithöchste Gericht der EU in Luxemburg hat entschieden, dass die Fernsehrechte der Welt- und Europameisterschaften nicht exklusiv an Pay-TV-Anbieter verkauft werden dürfen.

Niederlage für die Fußball-Verbände FIFA und UEFA - die Fans sitzen bei Welt- und Europameisterschaften weiter in der ersten Reihe: WM- und EM-Spiele müssen in Europa auch in Zukunft im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein.

Das entschied das zweithöchste EU-Gericht in Luxemburg am Donnerstag und rügte damit die Pläne des Weltverbandes und der Europäischen Fußball-Union, die mit dem exklusiven Verkauf der Fernsehrechte an einen Pay-TV-Anbieter mehr Geld an den großen Turnieren verdienen wollten.

"Ereignis erheblicher Bedeutung"

Das Gericht bezeichnete die Turniere als "Kronjuwelen", die im Sinne der EU-Bürger nicht "angefasst" werden dürften.

"Das ist eine gute Nachricht für Menschen, die wichtige Sportveranstaltungen sehen wollen, ohne dafür zu bezahlen", sagte Jonathan Todd, der Sprecher der verantwortlichen EU-Kommissarin Neelie Kroes.

FIFA und UEFA hatten gegen Großbritannien und Belgien geklagt, die für ihre Bevölkerung alle WM-Spiele als "Ereignis von erheblicher Bedeutung" bewertet hatten.

Nach Angaben des EU-Gerichts könne ein EU-Staat aber unter bestimmten Bedingungen die Exklusivübertragung von WM- und EM-Spielen verbieten, damit diese für die Bürger in Europa frei zugänglich seien. Die Richter bestätigten damit die nationalen Schutzlisten, die es auch in Deutschland gibt.

Auch Olympia, Wimbledon und FA-Cup zählen zu den "Kronjuwelen"

Neben Welt- und Europameisterschaften zählen auch die Olympische Spiele, das Tennis-Turnier in Wimbledon oder der FA-Cup zu den sogenannten "Kronjuwelen."

Die Anwälte der FIFA und UEFA hatten argumentiert, dass nicht alle Spiele der großen Turniere als "Ereignis von erheblicher Bedeutung" betrachtet werden könnten.

Zudem erklärte der Weltverband, dass durch die Übertragungen der Spiele im Free-TV dem Fußball Millionen verloren gehen, die zur Qualität des Sports beitragen könnten.

Dem widersprach das Gericht. Die Richter argumentierten, dass die Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen viel mehr dazu beitragen würden, dass das Interesse der Fans am Fußball wächst. Ob FIFA und UEFA gegen die Entscheidung in Erster Instanz in Berufung gehen wollen, war am Donnerstag noch unklar. Prozessbeobachter rechnen allerdings fest damit, dass der Richterspruch von den Verbänden angefochten wird.

FIFA erhoffte sich Steigerung der Einnahmen

Denn insbesondere der Weltverband hatte sich mit dem Verkauf von WM-Spielen an einen Pay-TV-Partner in Europa eine deutliche Steigerung der Einnahmen erhofft. Bei der WM 2010 in Südafrika kassierte die FIFA als Inhaber aller Rechte 1,6 Milliarden Euro an TV-Geldern.

Die Kosten für die WM beliefen sich auf auf 1,2 Milliarden Euro, wovon die FIFA allerdings nur rund 800 Millionen Euro trägt. Alleine an den TV-Rechten - die Marketing-Einnahmen nicht eingerechnet - verdiente die FIFA 2010 also rund 800 Millionen Euro. Durch den Verkauf an einen Pay-TV-Partner hatte sich die FIFA sogar eine Verdoppelung ihrer Einnahmen erhofft.

Dagegen bemängeln Kritiker eine zunehmende Kommerzialisierung des Fußballs und den wachsenden Einfluss des Geldes auf den Sport. Selbst UEFA-Boss

EU hat entschieden: WM und EM müssen ins Free-TV

ist der "Gewinn-Wahn" der FIFA zu viel.

"Im Sport hat Geld immer eine Rolle gespielt, aber der Zweck war es immer, Trophäen zu gewinnen und nicht, Geld zu verdienen", sagte Platini.

Der komplette Spielplan der Champions-League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung