Frauen-Fußball

Trainer-Schleudersitz Bundesliga

SID
Dienstag, 29.04.2008 | 12:19 Uhr
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Düsseldorf - Der Trainerstuhl wird zum Schleudersitz. Bisher galt der Job als Coach in der Frauen-Bundesliga als sicherer Arbeitsplatz, doch in dieser Saison sorgt eine ungewöhnliche Inflation von Entlassungen für Unruhe.

Sieben Spieltage vor dem Saisonende musste schon fast die Hälfte der Übungsleiter in der Zwölfer-Eliteliga den Hut nehmen: Dietmar Sehrig (SC Freiburg), Günther Wörle (TSV Crailsheim), Dietmar Schacht (SC 07 Bad Neuenahr), Thomas Obliers (FCR Duisburg) und Tanja Schulte (SG Wattenscheid 09) sind aus verschieden Gründen nicht mehr im Amt.

Diese Entwicklung ist nicht allein mit dem wachsenden Konkurrenzdruck in der Frauen-Liga zu erklären. Auch das Bemühen um professionellere Strukturen spielt vielerorts eine Rolle. "Man kann den Trainer-Job in der Frauen-Bundesliga nicht mehr in Feierabendarbeit machen", betont Duisburgs Klubchef Ferdi Seidelt.

"Spannungen haben sich aufgebaut"

Den Anfang machte nach nur drei Spieltagen im vorigen Oktober das damalige Schlusslicht Freiburg, wo Trainer Sehrig bis Ende 2007 durch Thomas Schweizer ersetzt wurde.

"Zwischen Team und Trainer hatten sich Spannungen aufgebaut und Risse entwickelt", begründete der Klub die "einvernehmliche Trennung".

Doch der Nachfolger, der ehemalige SC-Profi Schweizer, war als "Chef" im Breisgau von Anfang an nur als Interimslösung vorgesehen, weil er nur die Trainer-B-Lizenz besaß.

Zum Jahresbeginn übernahm Alexander Fischinger beim Team um Weltmeisterin Melanie Behringer das Kommando. Immerhin kann der Tabellenelfte unter Fischinger wieder auf die Rettung hoffen.

Abschied mit Wehmut 

Kurz vor Weihnachten wurde Wörle in Crailsheim geschasst. Grund war sein nur wenige Stunden zuvor bekanntgewordener Wechsel zu Bayern München zur Saison 2008/2009.

Der Posten dort war neu zu vergeben, weil Sissi Raith in Sommer als Trainerin beim Mädchen- und Frauenfußball des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) anheuert.

Für Raith ein Abschied mit Wehmut. "Von Kindesbeinen an war ich auf irgendeine Weise mit dem FC Bayern verbunden", sagte Raith, die schon 1976 als Spielerin mit München deutsche Meisterin wurde.

Wörle hatte seinen Klub von den Wechselabsichten zwar sofort unterrichtet, doch das bewahrte ihn nicht vor dem Rausschmiss. "Das hat mich vom Hocker gehauen." Besonders schmerzte den 58-Jährigen, dass er sogar von der Weihnachtsfeier des Klubs ausgeladen wurde.

Minnert für Schacht

Noch vor dem Wiederbeginn der Liga erwischte es Ex-Profi Schacht in Bad Neuenahr. Weltmeisterin Sandra Minnert, die ihre aktive Karriere wegen dauerhafter Knieprobleme ohnehin beendet, übernahm das Ruder.

Doch auch Minnerts Engagement geht bald zu Ende, weil sie vom Sommer an stark beim DFB als Botschafterin für die Frauen-WM 2011 eingebunden sein wird. Die Gespräche mit Nachfolgern laufen.

Das größte Medienecho rief der Rücktritt von Obliers in Duisburg und die Inthronisierung von Ex-Nationalspielerin Martina Voss im Februar hervor. Voss, noch bis Sommer Verbandstrainerin am Niederrhein, war laut Seidelt eigentlich zur neuen Saison als Sportdirektorin im Gespann mit Trainer Obliers vorgesehen.

"Noch ist alles drin" 

Doch weil Obliers um seine Kompetenzen fürchtete und zudem nicht genug Zeit aufbrachte, um sich professionell um die ambitionierte Elf zu kümmern, trat er den Rückzug an.

Voss übernahm, und sieben Spieltage vor Saisonende liegt der FCR nur einen Punkt hinter Titelfavorit Frankfurt gut im Rennen. Voss: "Noch ist alles drin."

Vorerst letztes "Opfer" war Tanja Schulte in Wattenscheid. Beim Aufsteiger wurde sie durch André Birker ersetzt, der zuvor den Duisburger Nachwuchs trainierte.

 Anders als in Neuenahr, Crailsheim und Duisburg war in Bochum Erfolglosigkeit der Trennungsgrund. "Es gibt keine Ausreden mehr", sagte Abteilungschef Hans-Peter Agreiter.

Doch auch mit dem neuen Chef läuft es nicht besser. Im Gegenteil: Die 09-Ladies rutschten ans Tabellenende und die Chancen auf den Klassenverbleib sind ziemlich gering.

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