Sonntag, 17.11.2013

USA-GP: Rennen

Vettel siegt und knackt Schumis Rekord

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel war auch beim Großen Preis der USA unschlagbar. Der Red-Bull-Pilot aus Heppenheim fuhr auf dem Circuit of the Americas in der Nähe von Austin/Texas von der Pole Position seinen zwölften Saisonsieg heraus und nahm mit seinem achten gewonnenen Grand Prix in Folge Michael Schumacher einen weiteren Rekord ab.

Sebastian Vettel hat in Austin seinen ersten Sieg in den USA herausgefahren
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Sebastian Vettel hat in Austin seinen ersten Sieg in den USA herausgefahren

"Es ist ein sehr bedeutender Tag für uns heute", sagte Vettel nach dem Rennen. Zuvor hatten Rekordweltmeister Schumacher und Alberto Ascari als einzige F1-Piloten sieben Siege nacheinander feiern können. "Jetzt einen Rekord einzustampfen, der für die Ewigkeit hätte bestehen sollen, ist für uns alle sehr schwer zu verstehen", so der 26-Jährige: "So was passiert nicht alle paar Jahre. Wir müssen das genießen. Ich bin sehr stolz."

Das Endergebnis in der Übersicht

Die Grundlage für seinen neuerlichen Triumph hatte Vettel schon am Start gelegt, als er die Führung locker verteidigte. Danach fuhr er bis auf eine kurze Unterbrechung bei seinem Boxenstopp einsam an der Spitze. "Es ist nicht so, dass das langweilig ist", erklärte der Heppenheimer: "Ich habe einiges zu tun: die Abstände beobachten, die Pace der anderen matchen."

Zweiter wurde Romain Grosjean im Lotus, der von Vettels Teamkollegen Mark Webber im Schlussdrittel des Rennens durchgehend gejagt wurde. "Platz 2 war das Bestmögliche heute. Es ist toll auf dem Podium zwischen den beiden Red Bull-Piloten zu stehen. Nächstes Jahr hoffe ich, vielleicht noch eine Stufe weiter oben zu sein", setzte sich der noch sieglose Franzose ein neues Ziel.

Grosjean verteidigt klug

Routinier Webber kam zwar kurz vor Rennende in Schlagdistanz, konnte aber nie zum Überholmanöver ansetzen, weil der Franzose sich abgebrüht verteidigte. "Es war schwierig ihn zu überholen, weil er sauber aus den Kurven acht und neun herausbeschleunigt hat", erklärte Webber, der sich mit dem dritten Platz zufrieden geben musste: "Die Pole-Position gestern wäre wichtig gewesen. Das hat mich ein besseres Resultat gekostet."

Seinen zweiten Startplatz hatte der Australier wie gewohnt direkt eingebüßt. Gleich mehrmals drehten die Reifen seines Red Bull durch: Erst als die Startampel ausging, dann nach Turn 1, als er auf Ölbindemittel zu früh Gas gab. So schlüpfte auch Lewis Hamilton an Webber vorbei, musste ihn aber in Runde 13 wieder vorbeilassen. Mit deutlichem Rückstand von 27,3 Sekunden belegte der Engländer im Mercedes am Ende Rang vier.

"Ich bin sehr, sehr glücklich. Es musste einfach nach vorne gehen. Das Team hat einen großartigen Job gemacht. Das Auto war im Vergleich zu Abu Dhabi ein Unterschied wie Tag und Nacht", sagte Hamilton, der nach zuletzt schwachen Ergebnissen den Löwenanteil am vergrößerten Punkte-Puffer zu Ferrari in der Konstrukteurs-WM hatte.

Alonso und Hülkenberg duellieren sich

Dahinter reihte sich Fernando Alonso ein, der vom sechsten Platz ins Rennen gegangen war. Noch vor dem Saisonfinale beim Großen Preis von Brasilien am kommenden Sonntag hat er damit seinen dritten Vizeweltmeistertitel in vier Jahren bei Ferrari gesichert. "Ich bin zufrieden damit, Zweiter zu sein. Das ist wie der erste Platz der Normalsterblichen", sagte Alonso.

Nico Hülkenberg (Sauber/6.) überholte der spanische Ferrari-Pilot allerdings erst in der 45. von 56 Runden mit einem gut vorbereiteten Manöver in Turn 1. Der Emmericher hatte anschließend keine Probleme, Sergio Perez (McLaren/7.) hinter sich zu halten, stattdessen attackierte er in der letzten Runde nochmal Alonso und überholte in Turn 1 wieder.

"Ich habe gegen Ende irgendwie noch einmal einen Boost bekommen. Das haben wir schon in den letzten Rennen festgestellt, dass unser Auto mit leerem Tank besser läuft", erklärte Hülkenberg anschließend: "Leider konnte ich das Auto bei der Attacke auf Fernando nicht auf der Linie halten und er ist wieder innen durchgeschlüpft."

USA-GP: Lone Star F1? Nicht mit Dallas!
GROSSER PREIS DER USA: Lone Star State? Nichts da! Die Dallas Cowboys schickten ihre Cheerleader nach Austin
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Die Mädels waren das beliebteste Fotomotiv vor, während (eingeschränkt) und nach dem Rennen
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Auch Gerard Butler (M.) durfte sich wie ein Star fühlen. Da machste Augen, wa? (l.)
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Puschel hier, Puschel da. Die Cheerleader der Dallas Stars feuerten zwar niemanden an, aber auch Rumstehen begeistert
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Übrigens gab's auch richtige Grid Girls. Wie es sich für richtige Texaner gehört, gab's auch ein paar ordentlich Hüte
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Vor dem Rennen durften die Mädels die Stangen festhalten. Hier die mit der US-amerikanischen Nationalflagge. Schön.
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Ob mit oder ohne Hut - die Grid Girls in Austin erheiterten die Laune jedes (meist männlichen) Besuchers
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Lediglich Matt LeBlanc fand keine "Friends" und wanderte allein durch die Startaufstellung
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Doch zum Rennen! Sebastian Vettel verteidigte seine Pole Position, Mark Webber fiel auf Platz vier zurück
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Davon profitierte Romain Grosjean (v.), der seinen Lotus als Zweiter hinter ins Ziel steuerte, Webber machte immerhin noch einen Platz gut
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Sebastian Vettel fuhr derweil relativ unbedrängt an der Spitze und holte sich seinen achten Sieg in Serie - neuer F1-Rekord!
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Acht Siege in Serie - bisher hielten Michael Schumacher und Alberto Ascari mit sieben die Bestmarke
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Die Freude des Vierfachweltmeisters war nach seinem zwölften Saisonsieg genauso groß wie nach dem ersten
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Mark Webber übte schon für sein Rentnerdasein - Frisörausbildung abgeschlossen?
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Teamkollege Sebastian Vettel zog derweil lieber die Grid Girls aus - zumindest die Hüte
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Bottas holt erste WM-Punkte

Valtteri Bottas holte als Achter erstmals seit seinem Formel-1-Debüt zu Beginn der Saison WM-Punkte für Williams. "Ich denke, das hatten wir verdient", erklärte der finnische Rookie. Dahinter komplettierten Nico Rosberg (Mercedes/9.) und Jenson Button (McLaren/10.) die Top Ten. Der Engländer sicherte sich erst in der vorletzten Runde den letzten WM-Zähler, als er Daniel Ricciardo (Toro Rosso/11.) überholte.

Rosberg war nach dem Rennen allerdings immer noch über sein schlechtes Qualifying verärgert. "Ich bin natürlich überhaupt nicht zufrieden", erklärte er bei "Sky": "Ich musste alle auf der Strecke überholen. Das hat zwar ein paar Mal funktioniert, aber Platz neun ist nichts - gar nichts. Das ist wirklich sehr enttäuschend."

Dagegen war das Rennen für Adrian Sutil schnell beendet. Der Gräfelfinger, der sein Cockpit für die Saison 2014 offiziell noch immer nicht sicher hat, kollidierte mit Pastor Maldonado und krachte auf der langen Geraden heftig in die Begrenzungsmauer, sodass das Safety-Car auf die Strecke musste. Den Restart in der fünften Runde gewann Weltmeister Vettel souverän.

Der aktuelle Stand in der Fahrer-WM

Alexander Maack

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