Formel 1

Kimi Räikkönen gewinnt Saisonauftakt

Von Alexander Maack
Kimi Räikkönen hat den Saisonauftakt in Melbourne für sich entschieden
© getty

Beim Formel-1-Saisonauftakt ist Kimi Räikkönen im Lotus von Platz sieben zum Sieg gefahren. Zweiter wurde Vizeweltmeister Fernando Alonso im Ferrari. Sebastian Vettel und Red Bull konnten die Doppel-Pole beim Großen Preis von Australien nicht nutzen.

Der Heppenheimer wurde im Albert Park von Melbourne nur Dritter und war trotzdem zufrieden. "Klar will man mehr, wenn man von der Pole losfährt. Aber nach zwei, drei Runden konnte man sehen, dass die Reifen fast auseinander fallen", sagte Vettel: "Ich bin nicht beunruhigt. Manchmal sind die anderen auch schneller. Es ist eine lange Saison, ein langer Weg liegt vor uns. Es sind gute Punkte zum Auftakt."

Das Klassement des Rennens in der Übersicht

Vettel musste wie auch die anderen Spitzenfahrer dreimal zum Reifenwechsel an die Box. Nur Räikkönen kam mit zwei Stopps aus. "Klar fühlt es sich gut an", erklärte der Finne in gewohnt abgeklärter Art noch auf dem Podium: "Aber es ist gerade mal ein Rennen vorbei. Es war unser Ziel für dieses Jahr, noch etwas besser zu werden. Wir haben noch viel Arbeit."

Alonso: "Fantastischer Kampf"

Ähnlich beurteilte auch Alonso seinen zweiten Platz. "Es war ein fantastisches Rennen. Ein großartiger Kampf", sagte der Vizeweltmeister: "Am Ende bin ich ein wenig traurig, dass ich nicht gewinnen konnte. Kimi ist ein fantastisches Rennen gefahren. Der Lotus ist auch super. Das müssen wir akzeptieren".

Alonsos Teamkollege Felipe Massa wurde im zweiten Ferrari vor Lewis Hamilton Vierter. Der Mercedes-Neuzugang war als Dritter gestartet, musste aber einmal mehr an die Box als eigentlich geplant. "Wir können nächstes Rennen noch besser sein, wenn wir die Strategie richtig hinbekommen", erklärte der Engländer.

Die zusätzliche Fahrt zur Boxencrew nahm Hamilton aber auf seine Kappe: "Ich hatte einen Lock-Up." Beim Versuch, Alonso hinter sich zu halten, hatte Hamilton sich verbremst und damit seinen rechten Vorderreifen beschädigt.

Vettels Teamkollege Mark Webber fiel nach einem schlechten Start mit durchdrehenden Rädern auf Rang sieben zurück. Der Australier verbesserte sich im Rennverlauf nur um eine Position auf Rang sechs.

Sutil bei seinem Comeback zweitbester Deutscher

Als Siebter wurde Adrian Sutil überraschend zweitbester Deutscher. Der Force-India-Fahrer profitierte dabei von den frühen Boxenstopps der Konkurrenz. Die Abnutzung der Reifen war bei Temperaturen von unter 20 Grad Celsius immens. Bereits in der fünften Runde tauschte Jenson Button als erster Pilot die Slicks. Zehn Runden später kam mit Nico Rosberg der vorletzte Fahrer in die Box.

Sutil hatte das Feld bis zu seinem letzten Stopp zweimal für insgesamt neun Runden angeführt. Der Grund: Er hatte als Zwölfter der Startaufstellung die freie Reifenwahl. Die Top-Ten starteten gemäß dem Reglement mit denselben Slicks, mit denen sie das Qualifying beendet hatten. Sutil wählte die härtere Mischung und rutschte damit sukzessive bis auf Platz eins nach vorne, weil er länger auf der Strecke bleiben konnte.

"Wenn man das erste Mal Führungskilometer macht, ist das ein unglaubliches Gefühl. Ich weiß seit drei Wochen erst, dass ich wieder Formel 1 fahren kann", freute sich Sutil. In den letzten Runden bauten die superweichen Reifen jedoch auch beim Force-India-Piloten ab, sodass er Hamilton und Webber noch passieren lassen musste.

Rosberg muss Auto abstellen

Weniger Glück hatte Rosberg. Er stellte seinen Mercedes in der 27. Runde mit Elektronik-Problemen ab. "Es hat vorher schon gestottert", erklärte der gebürtige Wiesbadener am "Sky"-Mikrofon. Dennoch blickte er relativ zufrieden auf das Wochenende zurück. Insbesondere im Regen und während des Qualifyings hatte der neue Mercedes F1 W04 die starken Eindrücke der Wintertests bestätigt.

Noch schlechter lief es für Nico Hülkenberg. Der Emmericher konnte sein erstes Rennen für Sauber nicht antreten. "Das ist natürlich extrem frustrierend", sagte Hülkenberg zu "RTL": "Was heute verloren geht, der Lerneffekt, das kann ich nicht mehr aufholen." Sauber hatte entschieden, Hülkenberg nicht starten zu lassen. Die Benzinzufuhr des C32 funktionierte nicht richtig, worauf das Team Sicherheitsbedenken hatte.

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