Ungarn-GP: Driver-Ranking

Sieg für den Überrundeten

SID
Mittwoch, 04.08.2010 | 10:46 Uhr
Fernando Alonso holte aus den letzten beiden Rennen 43 WM-Punkte
© Getty
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Auch in der Formel-1-Saison 2010 beurteilt SPOX-Redakteur Alexander Mey nach jedem Rennwochenende in seinem Driver-Ranking die Leistungen aller Fahrer - unabhängig von der Stärke ihrer Autos. Ausgabe 12: Der Ungarn-GP auf dem Hungaroring.

Wie schon beim Deutschland-GP war es auch in Ungarn schwierig, die fahrerische Leistung von sonstigen Fehltritten zu trennen. Bei Sebastian Vettel konnte ich noch ein Auge zudrücken, bei Michael Schumacher nicht.

Rennanalyse: Vettel schenkt Webber die WM-Führung

Meine Wertung für den Ungarn-GP:

Platz 1, Fernando Alonso: Bei Alonso erkenne ich am höchsten an, dass er es geschafft hat, in einem hoffnungslos unterlegenen Auto das Red-Bull-Duo zu sprengen. Seine Quali war optimal, besser als auf Platz drei konnte er sich nicht einreihen. Der Start war phänomenal und hätte ihn fast sogar in Führung gebracht. Danach hat er das ganze Rennen über einen der überlegenen Red Bull hinter sich gehalten. Erst Webber, später Vettel nach dessen Strafe. Mehr kann man sich bei Ferrari vom Top-Fahrer nicht erwarten. Alonso selbst hat gesagt, er habe sich das ganze Rennen gefühlt wie ein Überrundeter. Das trifft es ganz gut, nur dass er die Blauen Flaggen perfekt ignoriert hat. Mir ist tausendmal lieber, er macht so auf sich aufmerksam als durch Teamorder in Hockenheim.

Platz 2, Mark Webber: Vom Speed her hatte er nicht den Funken einer Chance gegen Vettel. Die Quali war sogar eine schallende Ohrfeige. Vier Zehntel im gleichen Auto zu kassieren, ist für den WM-Führenden bitter. Aber damit bin ich schon beim Thema, warum ich ihn trotzdem vor Vettel setze. Webber fährt es eben nach Hause, gewinnt das Rennen, weil er auf Kommando schnelle Runden dreht und sich genügend Vorsprung auf Alonso erarbeitet, bevor er zum Reifenwechsel kommt. So ist man vielleicht nicht der spektakulärste Fahrer, aber man zeigt, dass man das Zeug zum Titelgewinn hat.

Platz 3, Sebastian Vettel: Klar der schnellste Mann am Wochenende. Darüber braucht man nicht zu diskutieren, glaube ich. Seine Quali-Runden waren der Wahnsinn. Besonders krass war, dass er seine Fabelzeit sogar noch einmal wiederholt hat. Im Rennen war der Start auch wieder mal gut, außerdem hat er gegen Alonso in der ersten Kurve die Nerven behalten. Danach konnte er sich locker absetzen. Alles ein Spaziergang, wie er selbst gesagt hat. Sogar in den Wirren der Safety-Car-Phase hat er noch super reagiert und ist gerade noch in die Boxengasse gerumpelt. Doch dann dieser unfassbare Aussetzer. Ich kann mir nicht einmal vorstellen, was da in ihm vorgegangen ist. Er muss total geträumt haben. Auch wenn ich ihn dafür nicht zu sehr abstrafen will, weil es in meinem Ranking ja um fahrerische Leistungen und nicht um Schlafmützigkeit geht: Platz eins kann ich ihm nach so einer Aktion beim besten Willen nicht geben.

Platz 4, Witali Petrow: Zum ersten Mal hat er Kubica in einem Qualifying geschlagen. Allein das ist schon sehr bemerkenswert. Aber dann auch noch ein so abgezocktes Rennen hinzulegen, Rosberg und Hamilton am Start locker stehen zu lassen und auch ansonsten alles richtig zu machen, nötigt mir Respekt ab. Der Rookie hat ab und zu seine Glanzmomente. Doch die werden in letzter Zeit immer häufiger. Wenn er so weitermacht, sollte er sein Cockpit halten können.

Platz 5, Felipe Massa: Ein ganz schwieriges Wochenende für den Brasilianer. Da war zum einen die Teamorder-Thematik aus Hockenheim noch allgegenwärtig. Zum anderen kehrte er an die Stätte seines schweren Unfalls vor einem Jahr zurück. Dafür hat er sich sehr gut geschlagen. Es gibt keine Szene, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist, aber sein Speed war konstant sehr gut und er ist verdient Vierter in Quali und Rennen geworden.

Platz 6, Kamui Kobayashi: Der Japaner macht richtig viel Spaß. In einem Sauber von Startplatz 23 auf Rang neun nach vorne zu fahren, das muss man erst einmal schaffen. Der Kerl liefert immer wieder überragende Rennen ab. Die Aufholjagd würde eigentlich locker einen Podestplatz rechtfertigen, wäre das nicht das Qualifying gewesen. Wenn sein Teamkollege in die Top Ten kommt, darf Kobayashi nicht als 18. ausscheiden und dann auch noch die technische Abnahme verpassen. Wobei man ihm zugute halten muss, dass er auf seiner letzten schnellen Runde, die zum Weiterkommen gereicht hätte, aufgehalten wurde.

Platz 7, Nico Rosberg: Leider konnte er im Rennen nicht viel zeigen. Den Start von der schmutzigen Seite aus gegen Petrow zu verlieren, kann man ihm nicht vorwerfen. Sein Ausscheiden noch viel weniger. Loben muss man stattdessen seine Quali-Leistung. Unglaublich, dass er die sechstbeste Zeit aus dem ziemlich erbärmlichen Silberpfeil herausgepresst hat. Mit einer normalen Runde hätte er die beiden Renault auf keinen Fall schlagen können. Schumi hatte er so sicher in der Tasche wie selten zuvor.

Platz 8, Lewis Hamilton: Für ihn gilt das gleiche wie für Rosberg. Leider konnte auch er im Rennen nicht viel zeigen. Bis zum Ausfall hat er mir aber sehr gut gefallen. Der Start war nicht gut, aber wie er sich dann den fünften Rang außen herum gegen Petrow zurückgeholt hat, war stark. Von wegen, man kann in Ungarn nicht überholen. Auch im Qualifying hat er das Optimum aus dem McLaren herausgeholt.

Platz 9, Nico Hülkenberg: Ein starkes, weil sehr solides Wochenende. Hülkenberg fasst von Rennen zu Rennen besser Fuß in der Formel 1. Im Qualifying hat er Barrichello geschlagen, im Rennen ist er ohne Fehler durchgekommen. Dass er sich fahrerisch nicht so sehr auszeichnen konnte und seine Positionen ausschließlich durch Ausfälle der Konkurrenz gutmachte, ist natürlich nicht sein Fehler.

Platz 10, Pedro de la Rosa: Sein erster Punkt in meinem Ranking. Für seine Quali-Leistung hätte er sogar mehr als Rang zehn verdient. Im Rennen hat er die Position gut gehalten, aber natürlich wie Hülkenberg von einigen Ausfällen vor ihm profitiert. De La Rosa und Hülkenberg leiden darunter, dass ich die kurzen, aber trotzdem starken Auftritte von Rosberg und Hamilton würdigen wollte.

Härtefall, Michael Schumacher: Zu seiner Aktion gegen Barrichello ist eigentlich schon alles gesagt. Meine persönliche Meinung ist: Das Manöver war brutal hart und wurde völlig zu Recht auch hart bestraft. Aber Barrichellos Empörung war mir ein bisschen zu viel. Gerade er kennt Schumacher schon seit einer Ewigkeit und weiß genau, wie gnadenlos der in solchen Situationen reagiert. Das soll die Aktion von Schumacher nicht verharmlosen. Aber ganz aus heiterem Himmel kam der Zwischenfall nun auch wieder nicht. Das Verhältnis zwischen den beiden Streithähnen ist eben ein ganz Besonderes.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Meine Punkte für das Budapest-Wochenende:

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