Formel 1

Formel 1 - Nach Vettels Unfall: Ferrari bestätigt defekte Felge als Ursache

SID
Sebastian Vettels neuer SF90.

Ein Defekt an der linken vorderen Felge des Ferrari SF90 war die Ursache für den spektakulären Unfall des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel im Rahmen der Formel-1-Testfahrten am Mittwoch in Barcelona. Die Scuderia teilte am Donnerstag mit, die Felge sei in Kurve 3 von einem Objekt getroffen und dabei dermaßen beschädigt worden, dass der Druckverlust im Reifen das Auto unlenkbar gemacht habe.

Vettel war mit hoher Geschwindigkeit in Kurve 3 geradeaus in die Streckenbegrenzung geprallt. "Ich sehe ja nicht viel von der Aufhängung, aber vorne links ist irgendwas passiert", hatte Vettel erklärt: "Danach hatte ich keine Chance mehr, das Auto weiter um die Kurve zu lenken. Ich konnte nur noch verlangsamen und bin dann doch unsanft eingeschlagen." Der Einschlag sei aber "nicht so heftig gewesen, sonst würde ich wahrscheinlich nicht so gut gelaunt hier sitzen".

Durch den Unfall verlor Ferrari wichtige Zeit. Fast sechs Stunden stand das Auto in der Box, ehe Vettels neuer Teamkollege Charles Leclerc (Monaco) kurz vor Ende des Tages wenigstens noch eine Installationsrunde fahren konnte. Bereits tags zuvor hatte Ferrari Probleme mit dem Kühlsystem des Autos, die ebenfalls zwei Stunden Zeit kosteten.

Am Donnerstag fuhr Leclerc erst 45 Minuten nach Testbeginn auf die Strecke, stieg dann aber mächtig aufs Gas. In 1:16,231 Minuten legte er auf der weichsten Reifenmischung C5 in einem simulierten Qualifying die Wochenbestzeit vor. Der 21-Jährige wird auch nach der Mittagspause im Cockpit des Ferrari sitzen, Vettel hat zum Abschluss der Testfahrten den gesamten Freitag zur Verfügung.

Ferraris Hauptkonkurrenten Mercedes und Red Bull haben bislang noch keine Quali-Runs absolviert. Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) leistete mit 85 Runden zwar das größte Pensum, ist aber mit einer vorläufigen Bestzeit von 1:18,097 auf der harten Reifenmischung C2 nur Achter. Der Franzose Pierre Gasly stellte den Red Bull mit den weichsten Reifen C5 in 1:17,091 auf Platz vier.

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