Formel 1

Formel 1 - Driver-Ranking zum Brasilien-GP: Verstappen? Schneller! Hamilton? Besser!

Lewis Hamilton übernahm beim Brasilien-GP die Führung von Max Verstappen.
© getty

Nach jedem Grand Prix der Formel 1 bewertet SPOX die Leistungen der Fahrer am vergangenen Wochenende. Teil 20 der Saison 2018: der Große Preis von Brasilien. Lewis Hamilton hat Glück, fährt aber trotz Handicap schnell genug. Und: Er vermeidet die Fehler vom eigentlich überragenden Max Verstappen. Lob gibt es zudem für Fahrer, die das nicht oft zu hören bekommen.

Platz 10, Stoffel Vandoorne:

Es wirkt mittlerweile so, als könnte Fernando Alonso seinen Abschied aus der Formel 1 kaum noch erwarten. Zumindest lassen die unmotivierten Auftritte des zweimaligen Weltmeisters das vermuten. Gut für Stoffel Vandoorne: Im kleiner werdenden Schatten seines Teamkollegen schafft er es zum vorläufigen Ende seiner eigenen F1-Karriere immerhin, solide Ergebnisse einzufahren.

Gut, Startplatz 20 ist mal wieder indiskutabel, doch im Rennen knüpfte Vandoorne streckenweise an seinen guten Auftritt in Mexiko an. Er überholte Alonso auf der Strecke und und ließ die beiden Williams hinter sich. Außerdem fuhr er vor Esteban Ocon und nur knapp hinter Pierre Gasly, bis ihn eine 5-Sekunden-Strafe wegen Ignorierens blauer Flaggen wieder zurückwarf.

Platz 9, Sergey Sirotkin:

Mit der Gurke namens Williams, die in Sao Paulo übrigens das letzte Mal im hübschen Martini-Design unterwegs war (der Vertrag wird zur neuen Saison aufgelöst und in Abu Dhabi ist keine Alkohol-Werbung erlaubt), sind keine guten Resultate drin. Also geht es darum, wenigstens den eigenen Stallgefährten zu schlagen. Sergey Sirotkin gelang das. Er beendete das Rennen deutlich vor Lance Stroll und stand am Ende auf dem Tableau sogar vor Alonso. Lobenswert ist vor allem seine starke Quali-Runde, die ihn in Q2 hievte.

Platz 8, Kevin Magnussen:

Der Däne scheut keinen Zweikampf. Diesmal wurde ihm das jedoch am Start zum Verhängnis. Gut vom Fleck gekommen, versuchte er sich in Kurve drei außen an Marcus Ericsson vorbeizuschieben - und wurde von der Strecke gedrückt. Das kostete nicht nur Zeit, sondern auch Positionen, die sich Kevin Magnussen mit viel Ausdauer zurückerobern musste.

Als er das geschafft hatte, lag sein Rückstand auf Teamkollege Romain Grosjean schon bei 7,5 Sekunden. Bis zur Zieleinfahrt verkürzte er auf 1,6 Sekunden, trotzdem war er das gesamte Wochenende einen Tick langsamer.

Platz 7, Sergio Perez:

In der Konstrukteurs-WM kämpft Racing Point Force India mit Sauber um den siebten Platz. Entsprechend dürfte das Braslien-Ergebnis nicht gerade für Jubelsprünge gesorgt haben. Doch: Sergio Perez holte mit seinem Top-10-Ergebnis das Maximum heraus. Sein rosa Wagen lag in Interlagos nicht so gut wie erhofft, zudem musste er über weite Strecken des Rennens Sprit sparen. Den Teamkollegen hatte er trotzdem im Angriff.

Platz 6, Romain Grosjean:

Fast eine Sekunde pro Runde kostete ein Schaden an der linken Seite, berichtete Grosjean später. Und weil er sich die Beschädigung direkt am Start im Duell mit Ericsson einfing, stand damit sein gesamtes Rennen unter keinem guten Stern. Insofern ist P8 so etwas wie beste Schadensbegrenzung, mehr war nicht drin. Das weiß auch der Franzose selbst: "Ich bin beeindruckt. Wir haben mit dem Setup einen verblüffend guten Job gemacht."

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