Donnerstag, 12.05.2016

Formel 1: Red Bull nach der Beförderung von Verstappen

"Haben den Fahrermarkt abgetötet"

Der Formel-1-Rennstall Red Bull Racing glaubt an eine langfristige Zusammenarbeit mit dem begehrten Toptalent Max Verstappen und will mit dem 18-Jährigen in Zukunft wieder die Spitze angreifen.

Max Verstappen gehört zu den begehrtesten Fahrern der Formel 1
© getty
Max Verstappen gehört zu den begehrtesten Fahrern der Formel 1

Durch die aufsehenerregende Beförderung des Niederländers zu Red Bull Racing und den Cockpittausch mit Daniil Kwjat (Russland) habe man auch einem baldigen Abgang Verstappens vorgebeugt, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Vorfeld des Großen Preises von Spanien (Sonntag, 14.00 Uhr im LIVETICKER).

Verstappen sei "eines der wertvollsten Objekte in der Formel 1. Und mit dieser Entscheidung haben wir den Fahrermarkt abgetötet, zumindest was Red Bull angeht". Der 18-jährige Verstappen steht auf der Liste der Toprennställe, Red Bull will ihn langfristig halten. "Ich bin sehr glücklich über diese Chance", sagte Verstappen: "Es war immer der Plan, für ein Topteam zu fahren."

Keine Probleme mit Vettel

Verstappen erhielt überraschend Kwjats Platz bei Red Bull Racing, der Russe muss nun wieder beim kleineren Schwesterteam Toro Rosso fahren. Der 22-Jährige drückte am Donnerstag sein Unverständnis über diese Degradierung aus. "Das war ein Schock für mich", sagte er: "Es gab keine echten Erklärungen. Wenn die Bosse etwas wollen, dann machen sie es eben. Ich sehe keine echten Gründe."

Kurz vor der Entscheidung hatte der Russe bei seinem Heimrennen in Sotschi gleich zwei Unfälle mit Sebastian Vettel (28/Ferrari) verursacht. "Es gibt keine Probleme mit Sebastian, wir haben darüber gesprochen", sagte Kwjat. Dem Team habe er in den Monaten zuvor "alles gegeben. Ich habe Punkte geholt, Entwicklungsarbeit geleistet. Die Frage nach den Gründen können die Entscheidungsträger besser beantworten", sagte Kwjat. Horner tat dies wenig später.

Kwjat will seine Aufgabe bei Toro Rosso indes trotz allem hochmotiviert angehen, darauf legte er Wert. "Ich versuche, eine laute Antwort auf der Strecke zu geben, nichts ändert sich für mich", sagte er: "Ich bin sehr hungrig, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich fallengelassen wurde. Es gibt auch bei Toro Rosso vieles, für das es sich zu kämpfen lohnt."

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