Formel 1

Nico Rosberg: "Das waren eben alles Weicheier"

Von Alexander Maack
Für Nico Rosberg sind die extremen Bedingungen reine Vorbereitunsgsache
© getty

Die Formel-1-Fahrer erwarten beim Großen Preis von Malaysia extreme Bedingungen. Mercedes-Pilot Nico Rosberg hat mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius aber keine Probleme.

"Normalerweise müsste man zwei Wochen vor diesem Rennen herkommen, um sich richtig darauf vorzubereiten", erklärte Rosberg vor dem körperlich anstrengendsten Rennen der Saison: "Leider geht es nicht. Also arbeitet man im Winter hart an sich selber, um so fit wie möglich in die Saison zu gehen."

Die hohen Außentemperaturen werden im Cockpit noch getoppt. Die Fahrer schwitzen bei rund 70 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von rund 80 Prozent während des Rennens etwa vier Liter Wasser aus. "Du trägst die feuerfeste Unterwäsche, dann den Overall, natürlich den Helm. Da hast du immer das Gefühl, du bekommst überhaupt keine Luft mehr", so Rosberg.

Rosberg verzichtet auf Kühlung

Dennoch verzichtet der Wiesbadener auf eine Kühlung im Cockpit. Im Gegensatz zu seinem Vater Keke, der 1982 mit Williams Weltmeister wurde. "Das waren eben alles Weicheier. Wir sind heute die viel härteren Kerle", meinte Nico Rosberg schmunzelnd.

Die Laune ist gut bei den Silberpfeilen. Mit dem Saisonstart in Melbourne scheinen die Beteiligten zufrieden. Lediglich die Reifenprobleme mit den Medium-Slicks bereiten noch ein wenig Kopfzerbrechen. "Wir haben unsere Theorien, aber im Detail wissen wir es noch nicht", erklärte Rosberg das Problem mit den abbauenden Reifen: "Generell geht das Auto netter mit den Reifen um als das letztjährige."

Lewis Hamilton überzeugt: Vettel-Zeit nicht alarmierend

Sein Teamkollege Lewis Hamilton ist immer noch überrascht von seinem fünften Platz. Dass sein Auto die superweichen Reifen schonte, aber Probleme mit den Mediums hatte, erklärt der Brite selbst: "Am Anfang hatte ich Untersteuern, am Ende Übersteuern."

Ihm habe es an seinem ersten Grand-Prix-Wochenende für die Stuttgarter an Setup-Arbeit gefehlt. Deshalb ist Hamilton überzeugt, dass Mercedes die Leistung wiederholen kann. "Das war kein Glücksschuss. Jetzt müssen wir beweisen, dass wir in der Weiterentwicklung mit den anderen mithalten können", gibt sich der Engländer kampfeslustig.

Dass Sebastian Vettel im Qualifying sieben Zehntelsekunden schneller war als Hamilton, scheint den Briten nicht zu beunruhigen. "Die war nicht alarmierend. Vettels Zeit hätte ich auch fahren können. Er war einfach später auf der Strecke als ich und auf der abtrocknenden Piste wurden die Rundenzeiten immer besser."

Dabei irrte sich der Brite allerdings. Der deutsche Dreifachweltmeister hatte seine schnellste Runde abgebrochen. Seine Pole-Zeit fuhr er kurz vor Hamiltons persönlicher Bestzeit.

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