Samstag, 22.09.2012

Singapur-GP: Das Qualifying

Alonso: "Hamilton wie von anderem Stern"

Trotz seiner drei Bestzeiten in den Freien Trainings hat Sebastian Vettel Startplatz eins für das Rennen in Singapur verpasst und startet nur von Platz drei. Die Pole Position sicherte sich Lewis Hamilton im McLaren in 1:46,362 Minuten.

Lewis Hamilton sicherte sich beim Qualifying in Singapur souverän die Pole Position
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Lewis Hamilton sicherte sich beim Qualifying in Singapur souverän die Pole Position

"Lewis ist hier einfach stark", sagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh. "Das hat sich schon das gesamte Wochenende über gezeigt."

Pastor Maldonado steuerte seinen Williams mit weniger als einer halben Sekunde Rückstand auf Hamilton überraschend zur zweitbesten Zeit und startet damit vor dem aktuellen Weltmeister Vettel.

Für seinen Coup hatte der Venezuelaner Maldonado eine einfache Erklärung. "Ich denke, wir haben einfach hart gearbeitet", sagt er. "Am Beginn des Wochenendes haben wir um die richtige Pace gekämpft. Speziell in der Qualifikation gelangen uns aber noch Fortschritte."

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso landete in seinem Ferrari hinter dem zweiten McLaren-Pilot Jenson Button auf dem fünften Rang. "Heute war die Pole Position vollkommen außer Reichweite", bilanzierte Alonso. "Hamilton war wie von einem anderen Stern."

Vettel startete am Besten

Vettel war nach seinen drei Bestzeiten als Favorit ins Qualifying gestartet. Im ersten Abschnitt des Qualifyings war er auf der härteren Reifenmischung noch die Bestzeit gefahren, die ihm Hamilton in Q2 und Q3 wegschnappte.

"Ich bin ein bisschen enttäuscht", gestand Vettel . "Ich weiß nicht, weshalb es uns nicht gelang, in Q3 einen weiteren Schritt zu machen." Für Hamilton war es bereits die fünfte Pole Position in dieser Saison sowie die insgesamt 24. seiner Karriere.

Mercedes ohne Zeit in Q3

Für Mercedes, die mit großen Hoffnungen auf eine verbesserte Performance nach Singapur gereist waren, endete das Training mit Startplatz neun für Michael Schumacher und Rang zehn für Nico Rosberg. Beide Silberpfeil-Piloten verzichteten im dritten Abschnitt des Trainings darauf, eine gezeitete Runde zu fahren und können somit die Reifenmischung am Start frei wählen.

"Das haben wir uns natürlich schon vorher überlegt", sagte Michael Schumacher beim "Sky" gutgelaunt. "Wir hätten sicherlich die Möglichkeit gehabt, noch ein zwei Plätze nach vorne zu fahren. Aber die Möglichkeit von neuen Reifen erscheint uns wichtiger als weiter vorne zu stehen."

Das komplette Qualifying zum Nachlesen

Nico Hülkenberg schied mit seinem Force India im zweiten Abschnitt der Quali aus. Er hatte nur 0,068 Sekunden Rückstand auf Rosberg, der sich gerade so in den letzten Abschnitt rettete. "Ich habe einige kleine Fehler gemacht, die mir die Zeit gekostet haben", so Hülkenberg. "Ich bin etwas enttäuscht, dass ich die Top Ten verpasst habe. Ich habe in Q2 einfach keinen guten Rhythmus gefunden."

Zudem kamen Kimi Räikkönen als Zwölfter und Felipe Massa als Dreizehnter nicht über den zweiten Abschnitt des Qualifyings hinaus.

"Mit dem letzten Reifensatz hatte ich einfach keinen Grip", bemängelte Räikkönen. Massa fand einen anderen Grund für seine schlechte Zeit: "Ich hatte Probleme eine gute Runde zusammen zu bekommen. Vor allem, weil die Reifen im letzten Sektor rutschten und deshalb abbauten."

Enttäuschung für Sauber

Enttäuschend war das Qualifying für Kamui Kobayashi verlaufen. Der Sauber-Pilot schied schon in Q1 aus und startet nur von Position 18. "Wir haben alles probiert, um das starke Übersteuern loszuwerden", sagte Kobayashi anschließend. "Aber ich finde einfach kein Vertrauen ins Auto, und so ein Defizit ist das Letzte, was man auf so einem Strassenkurs gebrauchen kann.

Deutsches Schlusslicht war einmal mehr Timo Glock, der sich in seinem technisch unterlegenen Marussia mit dem 21. Platz zufriedengeben musste. Sein Teamkollege Gerard Pic hat eine Zeitstrafe von 20 Sekunden für das Rennen aufgebrummt bekommen, weil er am Ende des 3. Freien Trainings überholte, als die Rote Flagge geschwenkt wurde.

Quali-Duelle: So steht es in den teaminternen Duellen

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