Formel 1

Vettel: "Auf die Hinterbeine stellen"

Von SPOX
Sebastian Vettel mahnt nach Platz zwölf im Training Verbesserungen am Auto an
© Getty

Das Training zum Australien-GP in Melbourne hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Entsprechend turbulent erwartet Fernando Alonso das Qualifying (Sa., 6.45 Uhr im LIVE-TICKER). Sebastian Vettel strotzt nicht gerade vor Zuversicht.

Erst ein bisschen nass, dann ein bisschen trocken, dann ganz nass, dann wieder ein bisschen nass und dann wieder ein bisschen trocken. Wer sollte aus diesem Wetter während der Trainings in Melbourne schlau werden?

"Das heutige Klassement wirft mehr Fragen auf als es beantwortet", klagte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, obwohl seine beiden Piloten die Schnellsten des Tages waren. Die Bestzeit ging an Jenson Button, Lewis Hamilton landete knapp dahinter.

"Ich bin lieber Erster als Letzter", gab sich Button locker. "Das Wetter hat nicht geholfen, aber es war für alle das gleiche. Wir werden heute Abend etliche Diskussion darüber haben, in welche Richtung wir für morgen entwickeln sollen."

Vettel hadert noch mit seinem Auto

In verschärfter Form trifft das auch auf Red Bull und Sebastian Vettel zu. Der wurde nämlich in einem unauffälligen Training nur Zwölfter. Natürlich ist das nicht annähernd das wahre Leistungsvermögen des favorisierten Bullen, aber zur Beruhigung der Nerven hat das Training auch nicht gerade beigetragen.

"Ich habe mich am Vormittag gar nicht wohl gefühlt. Am Nachmittag ging es dann etwas besser. Wir müssen über Nacht herausfinden, wie wir die Balance des Autos verbessern können", sagte Vettel. "Das Ziel ist, am Samstag deutlich schneller zu sein."

Seine Warnung ans Team: "Wir müssen uns auf die Hinterbeine stellen und in kürzester Zeit so viel wie möglich lernen. Wir wollen sicherstellen, dass uns nichts entgeht."

Mercedes: "Alles lief ausgezeichnet"

Der Aufstieg von Mercedes vielleicht? Denn sowohl Michael Schumacher (3.) als auch Nico Rosberg (6.) machten im Training einen starken Eindruck. Vor allem der F-Schacht im Heckflügel, den die FIA erst am Donnerstag endgültig für legal erklärt hat, macht den Konkurrenten etwas Sorgen. Ist das der Clou, der Mercedes an die Spitze katapultiert?

"Neben Red Bull scheint auch Mercedes konkurrenzfähig zu sein", beschrieb Button seine Eindrücke der ersten drei Trainingsstunden.

"Am Freitag lief alles ausgezeichnet. Michael und Nico haben sich in den Autos wohl gefühlt", sagte Mercedes-Teamchef Ross Brawn. "Wir sind sehr viel besser in Form als noch vor einem Jahr."

Alonso rechnet mit bunter Startaufstellung

Besser in Form als Ferrari? Nach den Testfahrten deutete alles darauf hin, doch im Training am Samstag kam Fernando Alonso als Vierter nicht schlecht zurecht. Felipe Massa vergrub jedoch seinen Ferrari im ersten Training im Kiesbett.

Trotzdem: "Ich bin mit dem Auto ganz zufrieden", sagte Alonso, ohne allerdings für das Qualifying irgendeine Position prognostizieren zu wollen. Im Gegenteil: Er prophezeite einige Überraschungen: "Ich gehe von einer sehr bunten Startaufstellung aus, denn im Winter haben unheimlich viele Teams sehr gute Arbeit geleistet."

So eng das Feld auch sein mag, es gibt auch 2012 wieder nur zehn Plätze in Q3 zu vergeben. Gut möglich also, dass es am Samstag den einen oder anderen prominenten Namen vorzeitig erwischt.

LIVE-TICKER: So lief das Training in Melbourne

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