Sonntag, 18.07.2010

Formel 1

Haug: Schumi ist 2011 Titelkandidat

Michael Schumachers Comeback hat sich zur Halbzeit der Formel-1-Saison als Flop entpuppt, doch Norbert Haug steht zu seinem teuersten Angestellten.

Norbert Haug (r.) steht immer noch hinter Michael Schumacher
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Norbert Haug (r.) steht immer noch hinter Michael Schumacher

Der Mercedes-Sportchef Norbert Haug stellt dem Rekordweltmeister eine Woche vor dem Heimrennen in Hockenheim sogar eine Art Freifahrtsschein aus. "Michael wird sich für den Rest des Jahres darauf konzentrieren, die absolut besten Ergebnisse zu erzielen. Im Kopf aber stellt er sich darauf ein, im nächsten Jahr um den Titel zu fahren", sagt Haug im "Kicker"-Interview.

Obwohl Schumacher in der WM-Wertung nur den neunten Rang belegt und klar im Schatten seines jungen Teamkollegen Nico Rosberg steht, duldet Haug offenbar keine Kritik an seinem Superstar. "Michael Schumacher hat mir nie besser gefallen als jetzt", meint der Mercedes-Sportchef: "Er ist nach wie vor vollkommen cool und relaxed, er will den Erfolg - und das imponiert uns allen."

Haug gibt zwar zu, dass er auf eine bessere Startbasis gehofft habe, doch die Fahrer treffe keine Schuld. "Ich möchte für uns keine andere Besetzung haben als Michael Schumacher und Nico Rosberg", sagt der 57-Jährige. Damit entkräftet Haug auch die immer lauter werdenden Gerüchte, Schumacher könnte seinen Helm bei weiterhin ausbleibendem Erfolg zum Jahresende an den Nagel hängen.

Rennen: Der fliegende Australier
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Und diese Folgen sehen wir hier: Vettel macht sich bei der Aktion den Reifen rechts hinten kaputt. Hinter ihm fährt das Medical Car, das beim Start immer bereit steht
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Vettel war nicht der einzige Pechvogel des Großbritannien-GPs: Fernando Alonso bekam nach einem Manöver gegen Kubica eine umstrittene Durchfahrtsstrafe
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Felipe Massa, Alonsos Teamkollege bei Ferrari, wirbelt hier ordentlich Staub auf. Erstmals in dieser Saison ging Ferrari komplett leer aus
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Mark Webber fuhr derweil an der Spitze ein dominantes Rennen. Der Australier hielt Hamilton klar in Schach und diktierte das Tempo
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Hamilton hielt mit Platz zwei die britische Fahne hoch. Da lässt es sich auf dem Podium umso ausgelassener feiern
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"Schumi zu verteidigen ist unnötig"

Dass inzwischen selbst die treuesten Schumacher-Fans angesichts der enttäuschenden Vorstellungen ihres Idols die Ernsthaftigkeit des Comebacks bezweifeln, ist allerdings auch Haug nicht entgangen. Er könne sogar verstehen, dass sich einige Fans die Frage stellen, ob Schumacher mit 41 Jahren nicht zu alt für den Rennsport sei. "Ich finde es unnötig, einen siebenmaligen Weltmeister zu verteidigen. Andererseits verstehe ich die Diskussion auch. Die Antwort aber auf die Frage, ob er es noch kann, ist ein ganz klares Ja", sagt der Mercedes-Sportchef.

Den WM-Titel traut Haug in diesem Jahr Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel zu: "Wenn er seinen Teamkollegen hinter sich lassen kann. Dann kann er im schnellsten Auto zum WM-Titel fahren." Nächste Saison werde das für Vettel schwerer: "2011 wollen wir bessere Voraussetzungen schaffen und ganz vorne mitmischen."

Sorgen wegen Finanzkrise

Etwas Sorgen macht sich Haug derzeit um die Zukunft des Großen Preises von Deutschland. Wegen der Finanzkrise auf dem Nürburgring droht im kommenden Jahr eine Saison ohne Deutschland-Grand-Prix. Ist das für Mercedes-Benz überhaupt denkbar?

Haug: "Wenn es tatsächlich so käme, würden wir nicht aussteigen. Aber es wäre traurig für das Autoland Deutschland, wenn es hier keinen Großen Preis geben würde." Doch der Mercedes-Sportchef ist zuversichtlich: "Hockenheim schafft in diesem Jahr den Sprung aus der Verlustzone, dann sollte das auch dem Nürburgring gelingen."

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