Formel 1

"Anschlag auf die Rekordbücher"

SID
Mark Webber (l.) gratuliert Türkei-Sieger Jenson Button zum sechsten Sieg im siebten Rennen
© Getty

Nach seinem sechsten Sieg im siebten Saisonrennen feiert die internationale Presse den Briten Jenson Button. Der Telegraph schreibt gar von einem "Anschlag auf die Rekordbücher".

Mit euphorischem Lob haben die britischen Medien am Montag den erneuten Sieg von Jenson Button kommentiert. Für die "Times" ist der 29 Jahre alte Brawn-Mercedes-Pilot, der in der Türkei den sechsten Sieg im siebten Saisonrennen feierte, "auf dem Weg zur Unsterblichkeit". Der "Telegraph" schreibt von einem "Anschlag auf die Rekordbücher", die "Sun" von einem "der bemerkenswertesten Comebacks der britischen Sportgeschichte".

Zum nachlesen: So lief das Rennen in Istanbul

ENGLAND

Sun: "Es ist eines der bemerkenswertesten Comebacks der britischen Sportgeschichte, denn Buttons Formel-1-Karriere schien bereits vorbei. Button und sein weißes Auto, das er "Monster" nennt, sind sicher nicht mehr einzuholen. Die Frage ist nur noch, WANN und nicht mehr, OB er Weltmeister wird."

Times: "Button ist auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Er ist meilenweit entfernt von der Konkurrenz und scheint nicht zu stoppen. Button fährt sogar in einer anderen Liga als sein Teamkollege Rubens Barrichello. Die Art, wie er diesen erneuten Sieg eingefahren hat, jagte eine Schockwelle durch das Fahrerlager."

Telegraph: "Jenson Button musste sich nur 40 Sekunden lang Sorgen machen, dass das Titelrennen in der Formel 1 noch spannend wird, dann setzte er seinen unaufhaltsamen Marsch fort. Diese Saison wird ein Anschlag auf die Rekordbücher. Button hat jetzt schon mehr Siege als Hamilton bei seinem WM-Titel in der letzten Saison. Und die schlechte Nachricht für alle anderen ist, dass sein Brawn immer besser wird. So darf Button auch vor einem Heimsieg vor 100.000 Fans im letzten Grand Prix von Silverstone träumen."

Mirror: "Button gewinnt schon wieder. Und er fährt schon wieder fehlerlos."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Super-Button in der Türkei, Massa muss sich mit Platz 6 begnügen. Leider gibt es zum Thema Ferrari wenig zu sagen. Die Wahrheit ist, dass Ferrari in Istanbul nie wirklich im Rennen war. Die Sieger dieses Grand Prix haben Maranello stark unter Durck gesetzt. Ferrari wird sich jetzt weiter auf das Tauziehen mit der FIA konzentrieren, um zu begreifen, was 2010 geschehen wird. Ferrari weiß, dass die WM 2009 zu Ende ist, jetzt heißt es, für die Zukunft zu arbeiten."

Corriere dello Sport: "Wie Massa sagt, sind drei Punkte für Ferrari keine guten Punkte. Nach der enttäuschenden Qualifikation hatte Massa kaum Hoffnungen auf einen Sieg, es wäre jedoch wichtig gewesen, so viele Punkte wie möglich zu holen."

Tuttosport: "Ein weiterer Erfolg für Button. Im siebten Rennen der Saison bestätigt er sich als absoluter Protagonist der Meisterschaft und konsolidiert seine Führungsposition in der Fahrer-WM. Ferrari ohne Schwung schafft es lediglich auf Platz sechs mit Massa und auf Platz neun mit Räikkönen. Die Leistungen der Ferrari-Piloten und ihrer Autos entsprechen immer noch nicht den Erwartungen. Für Ferrari ist die Saison zu Ende."

Repubblica: "Button ist König der Türkei. Ferrari hinkt immer nach. BrawnGp fliegt und schenkt Button den sechsten Sieg in dieser Saison. Ferrari enttäuscht. Der Fortschritt in den Leistungen seit dem Grand Prix in Monte Carlo ist in Istanbul wieder vergessen. Wer soll Button stoppen?"

DEUTSCHLAND

Bild: "Oh, no! Button siegt die Formel 1 kaputt. Über Schumis Super-Siege konnten wir uns aus deutscher Sicht noch freuen. Über Buttons Durchmarsch im Superauto von Brawn-GP dagegen nicht! In den letzten 10 Rennen der Saison droht die größte Langeweile der Formel-1-Geschichte.

Welt: "Jenson Button ist diese Saison nicht zu schlagen. Wer soll ihn noch aufhalten? Jenen Jenson Button, der so aufreizend lässig in Schlangenlinien durchs Ziel fahren kann, weil er schon von der zweiten Runde im Istanbul Park an geahnt und auf der letzten Umrundung Gewissheit hatte, dass ihm niemand gefährlich werden kann."

tz: "Hier verliert Vettel den WM-Titel! Erst verfahren, dann verzockt. Als Sebastian Vetter nach nur wenigen Metern kurz vom Kurs abkam, war der Traum vom Triumph am Bosporus geplatzt - und auch die Hoffnung auf den WM-Titel zerstört."

So steht's in der WM

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