Freitag, 18.07.2008

Formel 1

Ferrari will Revanche

Hockenheim - Die Schmach von Silverstone sitzt bei der Scuderia noch tief. Beim Großen Preis von Deutschland will sich Ferrari für den blamablen Regen-Reinfall vor knapp zwei Wochen rehabilitieren.

Motorsport, Formel 1, Ferrari, Felipe Massa, Kimi Räikkönen
© DPA

Rekord-Weltmeister Michael Schumacher als Ratgeber und eine für alle Witterungsverhältnisse erfolgversprechende Strategie sollen in Hockenheim Titelverteidiger Kimi Räikkönen und Teamkollege Felipe Massa gegen McLaren-Mercedes-Mann Lewis Hamilton wieder voll konkurrenzfähig machen.

"Das wird kein einfaches Wochenende", prognostizierte Massa vor dem zehnten Formel-1-Lauf. "Es wird sehr eng zwischen uns und McLaren-Mercedes. Aber wir sind in der richtigen Richtung."

Fehler abstellen

Die Taktik-Tölpelei und einige Fahrschüler-Fehler beim britischen Grand-Prix waren für das Ferrari-Duo auch in Hockenheim das Hauptthema. "Wir haben da einige Fehler mit der Reifenwahl gemacht", räumte Raikkönen ein, der bei Hamiltons spektakulärem Sieg als überrundeter Vierter wenigstens einigermaßen Schadensbegrenzung betreiben konnte. "Sonst wären wir konkurrenzfähig gewesen."

Massa, der sich nach etlichen anfängerhaften Pirouetten bis auf Platz 13 zurückgedreht hatte, versprach: "Sollte es in Hockenheim auch regnen, werden wir die negativen Dinge abstellen. Das wird ein komplett anderes Rennen."

Sein finnischer Teamkollege versicherte: "Wir haben aus unseren Fehlern gelernt. Es ist mir egal, ob es regnet oder nicht. Der Ferrari funktioniert auch im Nassen. Wir können bei allen Bedingungen gewinnen."

"Entscheidung noch weit entfernt"

Silverstone war für die Scuderia zwar ein unnötiger Rückschlag im Titelrennen, aber vor dem Start in die zweite Saisonhälfte beginnt die WM quasi bei Null. Hamilton liegt vor den punktgleichen Massa und Räikkönen (alle 48) an der Spitze, BMW-Sauber-Vertreter Robert Kubica (46) mit zwei Zählern Rückstand in Lauerstellung.

"Die Entscheidung ist noch weit entfernt", sagte der Brasilianer Massa. "Es ist eine der am härtesten umkämpften Weltmeisterschaften seit Jahren. Jeder dieser vier Fahrer hat reelle Titelchancen."

Für Räikkönen ist "in der WM alles offen. Es bleibt vielleicht bis zum Schluss eng." Am Sonntag wollen die beiden Roten punktemäßig aber wieder wenigstens etwas auf Distanz zum aktuellen silbernen Spitzenreiter gehen.

Massa träumt von Doppelerfolg

"Ein Doppelerfolg wäre ein Traum", sagte Massa. "Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis bei Michaels Heimrennen. Es ist immer schön, mit ihm hier zu sein. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Teams."

Mit Schumacher verbindet den 26 Jahre alten Südamerikaner eine besonders enge Beziehung. Schließlich sicherte ihm der siebenmalige Champion mit seinem Rücktritt 2006 das Cockpit. Nun winkt dem einstigen "Schüler" die große Chance, WM-Nachfolger seines früheren Lehrmeisters zu werden.

Konstanz und Konzentration 

Dann muss aber das Auf und Ab ein Ende haben. "Konstanz ist der Schlüssel bei der Titelentscheidung", sagte Massa. "Wir müssen konzentriert arbeiten und dürfen keine Fehler machen."

Räikkönen geht seine Titelverteidigung relaxt an. "Wir sind in einer guten Position", urteilte der 28-Jährige. "Ich hoffe, wir können das Beste daraus machen und das Maximum an Punkten holen."


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