F1: Die zehn größten Skandale

Spionage, Einbruch, Reifenkrieg

Von Jan-Hendrik Böhmer
Dienstag, 03.06.2008 | 11:56 Uhr
jones, alan, williams, 1980
© Getty
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München - Seit Jahrzehnten wird die Königsklasse immer wieder von politischen, sportlichen und sogar kriminellen Aufregern erschüttert.

SPOX.com blickt auf einige der größten Skandale der Geschichte zurück:

2008: Rassismus-Eklat um Hamilton. Es ist der Höhepunkt der Fehde zwischen Fernando Alonso und Lewis Hamilton. Angeheizt vom Saison-langen Disput der Ex-Kollegen entlädt sich die Wut der spanischen Fans bei den Testfahrten in Barcelona. Anti-McLaren-Transparente, fliegende Gegenstände und rassistische Parolen gegen Hamilton, der als "scheiß Nigger" und "schwarze Schlampe" beleidigt wird.

Sicherheitskräfte räumen die Tribüne direkt gegenüber der McLaren-Box und entfernen die übelsten Plakate. Konsequenzen für die Streckenbetreiber gibt es am Ende allerdings keine, dafür hat die FIA mittlerweile ein Anti-Rassismus-Programm ins Leben gerufen.

2007: Spionage-Affäre. Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney lässt von den Roten vertrauliche Dokumente mitgehen und spielt sie seinem McLaren-Kollegen Mike Coughlan zu. Die Geschichte fliegt auf, nachdem Coughlans Frau Trudy in einem Copyshop die Dokumente auf CD-Rom kopieren lässt. Dem Mitarbeiter sind handschriftliche Vermerke spanisch vorgekommen.

Nach Freispruch im ersten Verfahren muss McLaren nach dem Auftauchen neuer Beweise - es geht um E-Mail-Verkehr zwischen den Fahrern Fernando Alonso,  Lewis Hamilton und Pedro de la Rosa - am 13. September ein zweites Mal vor dem FIA World Council erscheinen. Diesmal wird das Team zu einer Strafe von 100 Millionen Dollar und dem Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM bestraft. Eine so hohe Strafe gab es in der Geschichte des Motorsports noch nie.

2005, Indianapolis: Der Reifen-Skandal. Mit Tempo 300 kracht Ralf Schumacher in der Steilkurve in die Mauer. Der Grund: Ein Reifenschaden. Hervorgerufen durch Rillen im Asphalt und einen zu anfälligen Michelin-Pneu. Der französische Hersteller gibt wenig später bekannt, dass er für die Sicherheit der Fahrer nicht mehr garantieren kann.

Daraufhin geraten die Teams mit der FIA in Streit. Die Streckenführung ändern, vermehrte Boxendurchfahrten oder auf neue Reifensätze warten - alle Vorschläge werden abgelehnt.

Und so kommt es zum Eklat: Nach der Einführungsrunde fahren alle Michelin-Teams zurück an die Box, das Rennen gerät zur Farce. Nur Ferrari, Jordan und Minardi gehen unter heftigem Protest der Fans ins Rennen. Michael Schumacher gewinnt vor Rubens Barrichello und Tiago Monteiro darf im Jordan aufs Podium.

2001/2002, Österreich: Stallorder: "Let Michael pass for the Championship", ist wohl einer der berühmtesten Sätze der Formel-1-Geschichte. Mit diesen Worten befiehlt der damalige Ferrari-Teamchef Jean Todt Rubens Barrichello, Michael Schumacher beim Österreich-GP 2001 im Sinne der Fahrer-WM auf der Zielgeraden passieren zu lassen. Schumi und das Team ernten dafür ein gellendes Pfeifkonzert, sonst gibt es aber zunächst keine Konsequenzen.

Erst als Ferrari das exakt gleiche Schauspiel beim Österreich-GP 2002 wiederholt, entschließt sich die FIA, Stallorder zu verbieten.

1994 - 1997: Die Schumi-Jahre. Der Rekordweltmeister und die Flecken auf seiner weißen Weste. Denn neben seinen sieben Weltmeistertiteln gab es auch immer wieder Aktionen mit fadem Beigeschmack - hier einige davon.

Zum Beispiel Silverstone 1994: Schumi überholt in der Einführungsrunde Konkurrent Damon Hill und wird deshalb zur Strafe an die Box zitiert. Doch der Benetton-Pilot ignoriert die Strafe, wird anschließend disqualifiziert und für zwei Rennen gesperrt.

Dann Spa 1994: Schumi gewinnt, bekommt den Sieg aber wegen einer zu dünnen Holzplatte am Unterboden aberkannt.

Adelaide 1994: Beim Saisonfinale liegt Schumacher einen Punkt vor Hill, im Rennen macht Schumacher einen Fehler und nimmt danach eine Kollision mit Hill billigend in Kauf. Beide fallen aus - Schumi ist Weltmeister.

Noch heftiger kommt es 1997: Beim Saisonfinale in Jerez schießt Schumacher WM-Konkurrent Jacques Villeneuve ab. Die FIA streicht ihm alle WM-Punkte.

1980/1982: Der Streit. Die Rivalität zwischen den konkurrierenden Formel-1-Organisationen FISA (Vertretung der FIA-Interessen) und der von Bernie Ecclestone gegründeten FOCA (Vertreter der Teams) eskaliert immer wieder.

Hier nur einige Beispiele: 1980 ziehen sich Ferrari und Renault wegen Unstimmigkeiten bei den Fahrerbesprechungen vom Spanien-GP zurück - später wird dieser komplett aus der WM-Wertung gestrichen.

Weiter geht es 1982: Vor dem ersten Saisonrennen in Südafrika organisiert die Grand Prix Drivers' Association (GPDA) unter Führung von Didier Pironi und Niki Lauda wegen neuer Klauseln in den Superlizenzen der Piloten einen Streik. Ergebnis: Die entsprechende Passage, die Fahrer an ihr aktuelles Team gebunden hätte, wird gestrichen.

Doch weiterer Ärger folgt gleich beim kommenden Rennen in Brasilien. Nelson Piquet und Keke Rosberg werden disqualifiziert, weil ihre nach FOCA-Regeln regulären Autos FISA-Standards verletzen. In San Marino dann die Revanche: Hier boykottieren viele der FOCA-Teams den Start. 

1980: Der Einbruch. Tatort: Deutschland-GP in Hockenheim, Williams-Garage. Eine Abordnung Ferrari-Mitarbeiter verschafft sich auf Ansage von Ferraris Technik-Direktor Dr. Harvey Postlethwaite Zugang zur Williams-Box. Dort verbringen sie die gesamte Nacht, vermessen den FW07B, in dem Alan Jones später Weltmeister wird, und schießen haufenweise Fotos. Ob es was gebracht hat? Entscheiden Sie selbst.

Nach dem vorletzten Platz in der Konstrukteurs-WM 1980 steigert sich die Scuderia im Folgejahr auf Platz 5, bevor es 1982 für den Titel reicht. 

1978: Nächtlicher Besuch. Lotus ist 1978 das Maß der Dinge. Teamchef Colin Chapman und seine Mitarbeiter tüfteln an immer neuen Raffinessen - wie zum Beispiel einem Ventilator unter dem Fahrzeug, der den Anpressdurck erhöht. Mario Andretti wird im Lotus Weltmeister, da ist es klar, dass andere Teams die Technik auch wollen.

Resultat: Als die Lotus-Mechaniker beim Schweden-GP in Anderstorp zu nachtschlafender Zeit noch einmal ihre Box aufsuchen, um vergessene Unterlagen zu holen, finden sie Tyrrell-Designer Maurice Philippe höchst persöhnlich unter dem Auto liegend. Mit Stift und Zettel bewaffnet, fleißig abkupfernd. Und ganz zufällig sehen sich der kommende Tyrrell 009 und der Lotus 79 dann auch verblüffend ähnlich.

1978: Die Sharrows-Affäre. Zusammengesetzt aus Shadow und Arrows. Denn als sich Ende 1977 einige Mitarbeiter des damaligen Shadow-Racing-Teams entscheiden, ein eigenes Team namens Arrows zu gründen, haben sie ein Problem. Die Zeit. Denn die ist kurz bis zum Saisonstart. Zu kurz, um noch ein eigenes Auto zu entwerfen. Und so benutzt Designer Tony Southgate einfach die Entwürfe, die er vor kurzem für seinen alten Arbeitgeber gezeichnet hat.

Ergebnis: Southgates Arrows FA1 sieht aus wie der verlorene Zwilling des Shadow DN9. Das ganze geht vor Gericht, Arrows wird des Plagiarismus schuldig gesprochen und muss mitten in der Saison ein neues Auto präsentieren. Doch damit hat das Team längst gerechnet und insgeheim seit Saisonbeginn an einem eigenen Auto gearbeitet - welches gleich nach dem Schuldspruch präsentiert wird.

1960, Monza. Die Saison läuft miserabel für Ferrari - nur zwei Podestplätze in acht Rennen. Doch es kommt ja noch das Heimspiel in Monza, und damit die Scuderia wenigstens hier gut aussieht, entscheiden sich die Veranstalter, Schützenhilfe zu leisten. Dazu ändern sie ganz einfach die Streckenführung und lassen die Boliden auf der langen Strecke - inklusive Hochgeschwindigkeits-Oval - fahren.

Der Grund: Der stabile Ferrari ist besonders auf der Geraden schnell, die Konkurrenz hingegen fürchtet um die Sicherheit ihrer fragilen Boliden in den Steilkurven. Ergebnis: Die britischen Top-Teams Lotus, B.R.M. und Cooper protestieren und boykottieren am Ende den GP; Ferrari kann in aller Ruhe siegen.

 

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