Donnerstag, 13.03.2008

Formel 1

Dennis begründet Nicht-Rücktritts-Entscheidung

Melbourne - Ron Dennis hat kurz vor dem Saisonauftakt der Formel 1 öffentlich seine Entscheidung begründet, warum er an der Spitze von McLaren bleibt. Zudem bezeichnete der 60 Jahre alte Brite seine Arbeit als Teamchef von McLaren-Mercedes als "kleinsten Teil" seines Jobs.

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© DPA

"Ich habe zu Beginn der vergangenen Saison recht oft gedacht, es sei die letzte, in der ich zu Rennen gehe. Einfach, weil ich es schon so lange Zeit gemacht habe", erzählte Dennis bei einem Pressetermin seines Rennstalls in Melbourne. Wenn er aber nicht das Gefühl hätte, noch etwas Positives beitragen zu können, wäre er nicht hier.

Seine McLaren-Mitarbeiter in Woking hatte Dennis vor seinem Abflug zum Großen Preis von Australien informiert. "Ich mache weiter als Teamchef", sagte Dennis am Donnerstag nun auch öffentlich. Seine Funktion als Teamchef habe McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh (im Bild links) übernehmen wollen. "Aber er muss noch ein bisschen länger warten", sagte Dennis, dem noch 15 Prozent des Teams gehören.

Whitmarsh bleibt geduldig 

Whitmarsh selbst hatte Tage zuvor bereits in der englischen Zeitung "The Guardian" erklärt: "Ich bin seit 19 Jahren bei McLaren, und ich bin unglaublich geduldig." Er habe nicht vor, Dennis in den Rücken zu fallen.

In Melbourne steht Dennis, der McLaren seit 1980 führt, also wieder wie gewohnt am Kommandostand. "Es gab eine Menge Dinge in den vergangenen Monaten, die die Menschen nicht richtig verstehen", meinte er. Er habe allerdings denselben Prozess durchgemacht wie jedes Jahr. Aus irgendeinem Grund sei es diesmal mit größerem öffentlichen Interesse verfolgt worden. "Ich bin lediglich einer, der den Rennsport genießt", sagte der Brite.

Die Spionage-Affäre um Ferrari-Daten im Besitz eines umgehend suspendierten McLaren-Angestellten und die vergebenen WM-Titel im vergangenen Jahr hatten die Spekulationen um einen möglichen Dennis- Rückzug verstärkt. Geschäftsführer Whitmarsh gilt seit langem als Nachfolge-Kandidat Nummer eins.


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